es grünt so grün….

Es sind uns ein paar sonnige Tage vergönnt und sofort verändert sich die Welt wie wahnsinnig!!

Zuerst nehme ich natürlich wieder das Fahrrad statt das Auto, um in die Stadt zu fahren. Ausserdem tausche ich die dicke Winterjacke gegen ein auch warmes, aber nicht so dickes Fliess-Jäckchen. Und zu guter Letzt tausche ich noch die Winterstiefel gegen Sommerschuhe. Nur die Handschuhe lasse ich vorsichtshalber noch an.

Und so mache ich mich auf den Weg.

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Es ist früher Nachmittag und ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit.

Die Luft ist doch noch relativ frisch, aber die Sonne gleicht es einigermassen wieder aus. Hier und da steht noch ein Schlitten vor dem Haus, aber schon im Garten nebenan stellt eine Mutter den Sattel des Tochterfahrrads etwas höher. Sonne statt Schnee.

Die Menschen, die mir auf meinem Weg entgegenkommen, sind noch dick eingemummelt mit Schal und Handschuhen, denn heute Morgen war es noch sehr kalt. Jetzt schwitzen sie vermutlich.

Die Vögel zwitschern sich die Kehlen wund, der Kinderspielplatz quillt schier über, ein Vater spielt mit einer Meute Vorpubertisten Tischtennis. Alle haben Spass, alle sind draussen, das Leben ist schön. 🙂

Ich habe um kurz nach vier eine Besprechung, kann aber anschliessend noch ein paar Minuten den restlichen Tag geniessen, bevor mein Kurs am Abend startet.

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Während einer kurzen Pause zwischen einer Besprechung und einem Kurs sitze ich oben beim Basler Münster und geniesse die warme Luft.

 

Das nächste mal muss ich schon eine Sonnenbrille mitnehmen.

Auch der Garten spürt den Frühling. Diesen Topf hatte ich recht weit hinten an die Hauswand unter das Terrassendach gestellt und trotz Schatten und Kühle hat sich diese junge Blüte den Weg nach oben erkämpft.

Als Dank stellte ich den Topf gleich ganz nach vorne in die erste Reihe. Immer noch überdacht, aber mit viel mehr Sonne. Das Pflänzchen freute sich sicher. Ob die kleine Raupe auch noch auftaut? Ich fürchte nicht, obwohl sie so krass saftig grün aussieht.

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Die Terrassentür bleibt mal für ein paar Minuten offen, ohne dass gleich das ganze Haus auskühlt und die Katzen flippen total aus. Allerdings bringen sie auch wieder freudestrahlend Viechkram ins Haus, das wohl auch so langsam wieder aus den Löchern oder aus dem Winterschlaf kommt.

Das war alles gestern. Heute ist es auch nochmal schön, doch dann ziehen schon wieder Wolken auf und es ist auch Regen angesagt. Aber es tat sehr gut, fast hatte ich schon wieder vergessen, wie sich die Wärme anfühlt. 🙂

Und weil’s so lustig aussieht, hier noch ein Bild von meinem ersten Versuch, Pizza-Schnecken zu basteln. Vielleicht sollte ich das nächste mal etwas weniger Füllung reinmachen, dann sehen sie auch mehr wie Schnecken aus. Geschmacklich gab’s aber nix zu meckern. 🙂

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Lasst es euch gut gehen und geniesst das Licht und die warme Luft, falls das Wetter euch ähnlich milde gesonnen ist.

Bis bald. 🙂

der zweite fünfte … äh 5.2.

Es ist zum zweiten mal der fünfte des Monats im Jahr 2017 und Frau Brüllen möchte hoffentlich weiterhin jeden Monat wissen, was wir so alle den ganzen Tag machen. (bis jetzt noch kein Link…..) Aber weil es schon irgendwie eine Tradition ist, werde ich tagebuchbloggen, erstmal auch ohne den Link zu Frau Brüllen. 🙂

kurz vor 7 bis kurz vor 8

In dem Moment als ich mich im Bett von der Seite auf den Rücken drehe, legt sich die Katze auf meinen Oberkörper und ich bin sozusagen gefesselt, kann mich nicht mehr bewegen. Mal ganz abgesehen von der Möglichkeit weiterzuschlafen…..

Nach einer Weile hat es wirklich keinen Sinn mehr, wird mehr und mehr unbequem und ich stehe auf.

Die Katze will fressen. Eigentlich will sie nur Leckerli, aber immerhin schleckt sie die Sauce vom Futter und lässt ihrer Schwester, die noch gar nicht zu Hause ist, oder noch irgendwo bei einem der Jungs schläft, das abgeschleckte Fleisch übrig. Wie nett.

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mit dem Handy ist es nahezu unmöglich, die Katze nicht umscharf vor die Linse zu bekommen.

Die Katze ist versorgt, erst jetzt gönne ich mir selbst einen Kaffee. Ich versuche erneut einen optisch herausragenden Latte zu zaubern, scheitere aber wie schon gestern an der untersten Schicht Milch, die sich immer sofort mit dem Kaffee vermischt und dann braun ist. Hm. Da ist noch viel Luft nach oben….. ich werde weiter experimentieren. Der Schaum ist aber super. Immerhin.

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Simpsons und Kaffe, meistens die erste Tat des Tages. 🙂

Nun sitze ich mit dem Kaffee auf dem Sofa, passe höllisch auf, dass er nicht umkippt und schreibe den ersten Teil des virtuellen Tagebuchs.

Der Rest der Familie schläft noch.

Uuuups, Korrektur: 7:55: der Herr des Hauses ist auch grad aus dem Bett gefallen. 🙂

Ah, und jetzt geht auch der Link. 🙂  Hier kann man gucken, was die anderen so machen.

kurz vor 8 bis 10 Uhr

Die nächste Stunde liege ich auf dem Sofa, erledige noch online etwas für meine Sprachkurse und lese dann in anderen blogs.

Gegen 9 Uhr bekomme ich langsam Hunger, aber wir haben nur noch einen kleinen Rest Butterzopf von gestern und ein paar Scheiben Toast. Also ziehe ich mir schnell etwas über und schwinge mich ins Auto, um Brötchen zu holen.

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ganz schön staubig, die Karre…..

 

Mit meiner Beute mache ich mich wieder auf den Heimweg und dort hat der Herr des Hauses bereits begonnen, den Tisch zu decken.

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Ich muss noch schnell die Positionen der Brotaufstriche zu meinen Gunsten umstellen, dann können wir eigentlich loslegen. 😉

Eine Diät oder den Versuch, abzunehmen, sollte man nicht an einem Sonntagmorgen beginnen!!

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10 bis 12 Uhr

zum Frühstück kredenzt mir der Herr des Hauses einen Latte Macchiato, weil ich selber hier noch am Schreiben bin.

ähm ja, was soll ich sagen…..

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er macht es allerdings ohne diese Milchschaum-Maschine.

Nach dem Frühstück stelle ich einen grossen Wäschekorb in die erste Etage und die Jungs schmeissen ihre Dreckwäsche rein.

Mit Hilfe von Sohn 1 trage ich alles nach unten in die Waschküche und fange an zu sortieren. Meine eigene Faulheit verschafft mir somit mindestens 5 grosse Haufen mit Wäsche. Ich hätte ja auch gestern oder sogar am Freitag schon mal anfangen können, aber nein, ich schiebe alles auf den Sonntag hinaus. Kurz überlege ich, ein Foto von den Wäschebergen zu machen, lasse es dann aber lieber….

Die Spülmaschine schmeisse ich auch gleich noch an und inzwischen ist der Herr des Hauses auch schon mit der Sonntagslektüre durch. Wie praktisch.

Ich schreibe noch schnell einen WhatsApp Geburtstagsgruss und begebe mich dann wieder gemütlich auf’s Sofa.

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Hin und wieder unterbreche ich, um die Waschmaschine aus- und wieder einzuräumen, Wäsche aufzuhängen und auch den Geschirrspüler auszuräumen.

12 bis 15 Uhr

Inzwischen läuft die vierte Maschine. Wenigstens geht es einigermassen schnell und ich muss nur aufhängen und nicht auch noch einen Trockner füllen und leeren und dann alles zusammenlegen usw.

Gegen 13 Uhr bekomme ich leichten Hunger. Der Herr des Hauses hatte beim Frühstück noch erwähnt, dass heute „Tag des/der Nutella“ sei.

Tja, dann….

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Ich höre das neue Geräusch aus dem Dach. Klack. Klack. Klack. Dazu eine elektronische Stimme, die immer wieder mal ruft: „throw the darts!“

Wir haben seit gestern eine elektronische Dartscheibe und der Herr des Hauses übt. (gestern habe ich ihn 2 mal besiegt, das fand er nicht so gut…)

Nachher spiele ich vielleicht auch mal.

Aber vorher lese ich noch die Tagebücher der anderen, die sich bei Frau Brüllen verlinkt haben.

Dieser Tag wird vermutlich nicht mehr viel hergeben. Daher wie schon oft ein Blick in die Zukunft:

Ich werde noch die 4. Waschmaschine ausräumen und aufhängen, ich werde eine Runde Dart mit dem Herrn des Hauses spielen, ich werde noch einen Kaffee trinken, dann überlege ich, ob wir Curry-Huhn oder Pizza zum Abendessen machen sollen, werde mir nach dem Essen mit einem Gläschen Weisswein den Tatort ansehen und anschliessend ins Bett gehen. Dort werde ich vielleicht noch ein oder zwei Kapitel lesen („Becks letzter Sommer“).

Vielen Dank für’s Lesen und noch einen schönen Restsonntag.

 

die ersten Versuche

Wow, das hätte ich ja nun echt nicht gedacht, dass mein Päckchen so umfangreich sein würde.

In der Beschreibung waren die Sachen zwar aufgelistet, aber nicht abgebildet.

So dachte ich bei „Milchschäumer“ an so einen kleinen Stab, mit dem ich die Milch direkt in der Tasse schäumen kann.

Aber nein, der Milchschäumer ist ein richtiges „Gerät“ !

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6 Packungen Kaffee, der Milchschäumer, die Kaffeemaschine, 2 Gläser und der Milchreiniger

Ich weiss übrigens immer noch nicht, was der Milchreiniger sein soll. Der reinigt natürlich nicht die Milch, soweit bin ich auch schon. 🙂

Aber da die Maschine keine solche Milch-Düse hat, frage ich mich, was der denn reinigen soll. Vielleicht den Milchschäumer? Aber den kann man doch einfach mit Wasser reinigen….

Ich glaube, ich werde mal im Laden fragen. Vielleicht können die mir helfen.

Der erste Latte, den ich aus der Maschine liess, sah nicht sooooo optimal aus, schmeckte aber hervorragend. Diese verschiedenen „Etagen“ mit Milch und Kaffee und Schaum habe ich noch nicht so drauf, aber ich arbeite daran. 🙂

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So, dann wünsche ich euch schon mal ein schönes Wochenende. Wahrscheinlich lesen wir uns wieder am Sonntag, dem fünften, allerdings ist sonntags meistens nicht so viel los. Na wir werden sehen.

Null !!!

Jetzt gibt es doch noch etwas zu berichten. 🙂

Gestern bekam ich eine Email, dass ich doch mal wieder in den Shop meines Kaffee-Lieferanten schauen könnte. Da gäbe es ganz tolle neue Sachen. Natürlich lasse ich mir den Kaffee nicht liefern, sondern nehme ihn im Supermarkt einfach mit (und bezahle auch 🙂 ). Klingt aber cool, Kaffeelieferant.

Nun ist es so. Ich trinke gerne und,  hm, sagen wir mal in moderaten Mengen Kaffee. Morgens einen Pott mit geschäumter Milch, einen nach dem Mittag (meistens, aber nicht immer), einen oder manchmal auch zwei im Laufe des Nachmittags. Am Wochenende können es auch mal zwei Pötte zum Frühstück sein. 🙂

Es sind immer so grosse Pötte, keine filigranen Kaffeetässchen, wie damals bei Oma zum Beispiel. 🙂

Solche hier:

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eigentlich bin ich ja eine Göttin, aber Königin lasse ich auch noch gelten….. 😉

 

Meinen Kaffee koche ich in einer Kapselmaschine. Also brauche ich so ca. 3-5 Kapseln pro Tag. Hin und wieder nimmt sich auch der Herr des Hauses eine Kapsel, aber eher nur am Wochenende. Und ab und zu gibt’s auch mal Kaffee trinkende Gäste.

Mit jedem Kauf dieser Kapseln sammle ich Punkte. Und so konnte ich kürzlich schon diesen tollen Kapselhalter erstehen. Geschenkt. Nur für die Punkte.

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dreht sich, ist nicht zu gross, hat Platz für viele, viele, bunte Smarties Kapseln

 

Gestern nun also die mail, ich könnte doch mal wieder schauen, was ich alles für wunderbare, tolle Sachen mit meinen Punkten bekommen könnte.

Und tatsächlich, da war etwas für mich dabei: Ein ganzes Paket mit einer Kaffeemaschine, 2 Macchiato-Gläsern, einem Milchschäumer, einem Milchreiniger (äh, weiss jemand, was ein Milchreiniger ist????) und noch ein paar Packungen mit Kapseln. Dieses Paket kostet sonst 149.- Franken. (ähm ja, ich trinke schon eine ganze Weile Kaffee und sammle die Punkte….. 🙂 )

Und so legte ich die Maschine in den Warenkorb und ging zur virtuellen Kasse. Und dann stand da überall „Null“. Das war schon irgendwie cool. Dieses shoppen, ohne dass es etwas kostet. Genial. 🙂

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eine Kaffeemaschine für Null Franken. Nicht mal der Versand kostet…. Yeah!!

In den nächsten Tagen wird sie geliefert und ich freue mir ein Loch in den Bauch. 🙂

Und die alte Maschine? Die geht ja eigentlich noch. Ich hatte sie kurz nach dem Kauf 2x in der Reparatur, weil sie nicht dicht war, aber seit dem läuft sie einwandfrei. Ich denke, ich werde sie aufheben, damit ich notfalls eine Ersatzmaschine habe, wenn bei der neuen mal was nicht geht.

Schön. 🙂

(ohne Moos) nix los

Es passiert im Moment irgendwie gar nichts, was ich hier aufschreiben könnte. Selbst in den 5-Jahres-Kalender kann ich im Moment jeden Abend nur immer dasselbe schreiben.

„Kurse gegeben“, „Kurse vorbereitet“, „einkaufen“, „Wäsche waschen“, fertig. Oft habe ich auch Mühe etwas für meinen Schlusssatz zu finden. Etwas, was schön war an diesem Tag. Ich muss echt auch auf so Kleinigkeiten achten, sonst weiss ich am Abend nicht, was ich schreiben soll.

Heute kann ich aber etwas schreiben, was schön war: Die Vögel zwitschern während ich nordic durch den Wald walke.

Während es in den letzten Tagen so eiskalt war, mehrere Tage hintereinander unter Null Grad, war draussen so gut wie nichts zu hören. Vielleicht kennt ihr diese Stille, wenn man zum Beispiel im Ski-Gebiet oben ganz allein im Nebel auf dem Berg steht. Weit genug von den Liften und anderen Leuten weg. Da hört man so absolut gar nichts. Ist echt krass!

So war es aber hier auch ohne Nebel und Ski-Berg. Beim Laufen durch den Wald war es die letzten Tage mucksmäuschenstill.

Und nun ist es schon seit ein paar wenigen Tagen wieder etwas wärmer, also immer noch kalt, aber wenigstens über Null Grad und schon fangen die Vögel an zu singen. Phänomenal! Als ob schon Frühling wäre.

Und das ist auf jeden Fall schön. 🙂

Es reizt mich einerseits, jetzt schon den ersten Tulpenstrauss zu kaufen, um ein bisschen Farbe in das Wintergrau zu holen, aber andererseits war der Gedanke „Tulpen im Januar? Spinnst du?“ bisher noch stärker. Mal sehen, wer in mir gewinnen wird und ob ich es noch wenigstens bis März hinauszögern kann. 🙂

So, das war mal wieder ein kleines Lebenszeichen. Spätestens dann wieder am 5.2.

Bis bald.

Sieben

 

Die Sieben ist ja schon so ein bisschen eine magische Zahl. Sagt man.

In vielen Märchen kommt die Sieben vor. (die sieben Zwerge zum Beispiel, hinter den sieben Bergen. Der Wolf und die sieben Geisslein.)

Die Woche hat sieben Tage. Es gibt sieben Weltwunder. Wer dran glaubt, denkt, Gott habe die Welt in sieben Tagen erschaffen. Und gibt es nicht auch die 7 Todsünden?

James Bond ist 007. Ein anderer Film heisst „Seven“ oder „Die glorreichen Sieben“. Es gibt einen Siebenschläfer und über sieben Brücken musst du geh’n.

Manchmal sind wir im siebtem Himmel. Oder wir packen unsere sieben Sachen.

Mein Geburtsmonat ist die Sieben.

 

Und nun die Auflösung dieser langen Vorgeschichte:

Mein blog gibt es jetzt schon seit sieben Jahren. 🙂

 

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Den ersten Eintrag machte ich am 12.1.2010

 

 

 

Unterleuten

So, nun aber endlich mal mein Senf zu diesem, in meinen Augen, grossartigen Buch.

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Zuerst: ja, es ist dick. Etwas mehr als 600 Seiten hat es schon…. (meine Bibliothekarin sagte mir, dass dicke Bücher die Leute abschrecken. Die würden so gut wie nie ausgeliehen.)

Mein Rat: habt keine Angst vor der Dicke des Buches. Es liest sich runter wie Butter und plötzlich ist man ganz erschrocken, dass es schon vorbei ist. 🙂

Hier mal ein kleiner Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

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Das Buch ist in Teile mit Titeln unterteilt, dann aber noch in einzelne Kapitel, die jeweils die Namen der in diesem Kapitel wichtigen Protagonisten tragen.

So haben die Kapitel je nach dem auch mal den selben Namen. In den einzelnen Kapiteln geht es dann hauptsächlich um diese Person und als Leser erfahren wir, wie und was diese Person denkt. Die anderen Figuren sind dann eher Statisten.

Ein Beispiel: wir lesen in einem Kapitel, wie eine Figur einen Unfall erlebt. Aus Sicht dieser Figur, wie sie nicht mehr ausweichen kann, usw. Im nächsten Kapitel, fahren zwei andere Figuren auch auf dieser Strasse und sehen die blinkenden Blaulichter, wissen aber nicht, was passiert ist. Wir Leser hingegen schon…..

Und nun zur Geschichte.

Unterleuten ist ein Dorf in der Nähe von Berlin, ehemalige DDR, früher gab es dort eine LPG, die von „Gombrowski“ geführt wurde. Er ist einer der alteingesessenen Dorfbewohner, zusammen mit „Kron“. Zwischen den beiden schwelt ein alter Streit aus alten Zeiten.

Ausserdem sind 2 Paare neu in das Dorf zugezogen. „aus dem Westen“….. Das eine Paar ist kinderlos, Linda Franzen ist eine Pferdeflüsterin und möchte gerne eine Pferdezucht in Unterleuten aufbauen. Ihr Mann ist eher unscheinbar und arbeitet hauptsächlich in Berlin.

Das andere Paar hat ein Baby. Herr Fliess ist Vogelschützer und da geht es auch schon los. Er hat Einsprache erhoben gegen die Koppelzäune von Linda Franzen, denn die würden seine Vögel stören.

Ich kann natürlich nicht ins Detail gehen, aber es gibt – wie ganz bestimmt in jedem Dorf –  überall irgendwelche Dinge, die der eine will, der andere nicht hergibt, oder dem anderen nicht gönnt, Neid, Eifersucht, Affären, die ganze Palette bis hin zu Mord……

Als Krönung kommt dann noch eine Firma von ausserhalb, die das Dorf komplett auf den Kopf stellt und nun geht es erst richtig los.

Das ist alles so „schön“ beschrieben, wie die sich gegenseitig über’s Ohr hauen, wie da im Hintergrund mit dem Bürgermeister gemauschelt wird, weil ja immer irgendjemand noch etwas gut bei jemandem hat oder dem anderen etwas schuldet. Die Figuren sind so gut beschrieben, dass ich während der Lesepausen immer wieder an sie denken musste, mir überlegt habe, ob jetzt das oder das passiert, wer jetzt an wen verkaufen wird, und was da eigentlich damals im Wald nun wirklich passiert ist.

Auch die Beziehungen zwischen den Paaren, nicht nur den neu zugezogenen, der ganze alte Müll, der nach und nach zum Vorschein kommt, ist ganz wunderbar beschrieben.

Von jedem einzelnen habe ich ein Bild vor mir. Wie sie aussehen, wie sie sprechen.

Lustiger Weise gibt es sogar eine Website von der Dorfkneipe und einen Link zur Seite des Vogelschützers. Alles fiktiv natürlich…… oder? 😉

 

Ich habe wirklich schon lange nicht mehr so sehr an einem Buch gehangen. Oft vergesse ich auch relativ schnell wieder, um was es eigentlich ging. Wenn mich jemand fragt, erinnere ich mich an den Titel, aber kaum noch ans Geschehen. Ich vermute mal, bei diesem Buch wird es anders sein.

Also mein ultimativer Tipp: kaufen oder ausleihen und verschlingen!!

Viel Spass 🙂

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