der Tag beginnt ziemlich unausgeschlafen

Gegen eins am Morgen schreibt meine Nachbarin noch eine WA, weil sie wohl grad erst nach Hause gekommen ist und auch diese traurige Nachricht bekommen hat. Sie hätte am Mittwoch mit der Bekannten einen Termin gehabt…. schon heftig das alles.

Weil ich eh nicht schlafen kann, schreiben wir noch kurz hin und her. Wir verabreden uns zum Walken für den nächsten Morgen gegen neun.

Auch wenn es mir nicht so vorkommt, schlafe ich ziemlich sicher irgendwann ein, aber um Viertel vor sechs kann ich dann schon nicht mehr schlafen und stehe wieder auf.

Ich lasse mir Zeit mit dem Frühstück, füttere die Katzen, öffne die Terrassentür und atme diese wunderbare frische und feuchte Luft nach dem gestrigen Regen ein.

Irgendwann ist es tatsächlich neun und ich laufe mit der Nachbarin los. Wir waren eine Weile nicht laufen – mal war sie im Urlaub, dann wir über’s Wochenende weg – und haben eine Menge zu erzählen. Die Luft ist so angenehm frisch und saubergewaschen und es duftet unglaublich gut nach feuchter Erde.

Wieder zurück nach so ca. eineinhalb Stunden, bin ich zwar ziemlich müde, aber der Kopf ist wieder frei und ich kann auch wieder an andere Dinge denken.

Ich esse ein zweites Frühstück, verziehe mich dann in mein Zimmer und hoffe, dass ich nochmal eine Runde schlafen kann, aber das funktioniert leider nicht. Am Tag zu schlafen gelingt mir wirklich nur äusserst selten.

Stattdessen buche ich unser nächstes Wochenende, Anfang September, diesmal am Thunersee, wieder mit Wellness und Pool und allem pipapo. Wir sind sogar so rechtzeitig, dass es noch viele freie Termine für das sogenannte Verwöhnprogramm gibt. 🙂

Tja, wir sind auf den Geschmack gekommen, jetzt müssen wir allerdings beide eine Gehaltserhöhung anfordern sonst können wir uns das auf Dauer nicht leisten… 😉

Am Telefon kläre ich alle Details mit der Hotelrezeption und höre nach langer Zeit mal wieder eines meiner Lieblings-Dialekt-Wörter: Hurti. Die Rezeptionistin muss nur „hurti“ meine Buchung holen, ich solle doch kurz warten, bitte.

„Hurti“ habe ich das erste mal vor mindestens 20 Jahren von einer Arbeitskollegin aus Bern (glaube ich) gehört, die das sehr oft benutzte. Hach, schön. 🙂

Am Nachmittag hole ich mal wieder die Griechisch-Schulbücher raus, denn es geht gar nicht mehr lang und unser Kurs geht weiter. Da will ich wenigstens nicht komplett verloren sein.

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Ich kann nicht widerstehen und öffne die Packung Toffifee, die mir Sohn 2 zum Geburtstag geschenkt hatte…. Einmal angefangen kann ich eigentlich nicht mehr aufhören…

Ich füttere noch meine Quizlet-App mit ein paar Beispielsätzen und teile sie grad mit zwei anderen aus dem Kurs. Von der einen bekomme ich ja auch immer wieder ein Lernset zugeschickt, da muss ich mich mal revanchieren, der andere bekommt’s einfach so, weil ich nett bin :-).

Zum Lernen bin ich dann aber doch irgendwie zu faul, das muss ich jetzt immer mal zwischendurch machen, in der Mittagspause oder so. Stattdessen esse ich noch ein paar Toffifee… :-/

Die Nachbarin von heute Morgen schickt mir ein Foto vom Kater, den sie gerade abgeholt hat. Ihre Katze war im Februar irgendwann gestorben und nun haben sie sich für eine neue entschieden.

Ein ganz, ganz niedliches, oranges Katerchen ist das, ich bin entzückt und gehe grad schnell rüber zum Gucken. Er ist gerade erst ein paar Stunden dort am neuen Ort, weg von der Mama und seinen Geschwistern. Müde liegt er auf einem Sessel und lässt sich durch uns nicht stören.

Ich werde ihn füttern dürfen, wenn die Familie mal wieder im Urlaub ist. Hoffentlich werden unsere beiden Damen ihn akzeptieren und ihr Revier mit ihm teilen. Das wird sicher sehr spannend, wir wohnen ja wirklich genau nebeneinander, nur ein schmaler Weg trennt unsere Häuser.

Abends essen wir tapfer nochmal auf der Terrasse, obwohl es nur noch 19° Grad sind. Krasser Temperatursturz heute.

Jetzt gucke ich mir noch irgendeinen von den Filmen an, die ich in letzter Zeit aufgenommen habe und dann versuche ich genug zu schlafen, um den morgigen, langen Arbeitstag zu überstehen.

Es ist Vollmond, aber vielleicht kommt er durch die Wolken nicht so gut durch und lässt mich in Ruhe. 🙂

Passend dazu:

(man, war der da noch jung, der Herbert ….!!!)

der Tag beginnt verwundert

denn es liegt die falsche Katze in meinem Bett. Das merke ich, weil um exakt 4:00 Uhr die andere Katze, die sonst immer bei mir liegt, laut im Gang herumkrakeelt. Warum müssen die das immer zu so blöden Uhrzeiten machen???

Ich überlege, was passiert, wenn die andere nun auch aufs Bett springt und ich dann zwischen zwei fauchenden und zankenden Katzen liege. Diese Vorstellung ist nicht sooo lustig…

Als ich mich aber kur aufrichte, springt die eine Katze aus dem Bett, die andere schnappt sich ihre Beute und beide rennen runter ins Wohnzimmer, wo sie darauf warten, dass ich ihnen die Terrassentür öffne. Ja, was tue ich nicht alles, damit ich anschliessend wieder meine Ruhe habe….

Tatsächlich schlafe ich irgendwann irgendwie wieder ein, werde aber leider schon um 5:30 von meinem Wecker geweckt. Naja, immerhin fühle ich mich zumindest direkt nach dem Aufstehen noch ziemlich fit.

Bei der Arbeit schaffe ich es tatsächlich, ohne grössere Schwierigkeiten mein Zusatzjöbli zu erledigen. Allein, denn die Kollegin kommt erst morgen wieder. Alles ist nicht klar, aber – das hat sie mir gestern so empfohlen – ich mache mal das, was ganz logisch und einfach ist und eine kleine Sache lasse ich noch offen. Das werde ich morgen mit ihr anschauen.

Mittags gehe ich ein bisschen durch die Stadt und finde schon wieder ein Kleid. Ich bin noch nicht ganz sicher, ob es bürotauglich ist oder doch lieber etwas für den Strand…. Der Herr des Hauses meinte, ich könnte das schon auch im Büro anziehen, aber ich bin nicht sicher, ob er so ganz neutral urteilen kann…. (es geht ja nicht darum, was man(n) sehen will sondern darum, was gemäss Dresscode gezeigt werden darf.)

Der Chef ist ja nun bis Mitte August in der Babypause, daher würde er es gar nicht mitbekommen, wie wir so alle angezogen sind…. Na, mal sehen.

Während ich mich mit Cherrytomaten und Käsewürfeln, einem Joghurt und meiner Wasserflasche zum Mittagessen begnüge, duftet die Pizza der Kollegin, die im selben Raum mit mir isst, verboten lecker!!!

Der Nachmittag verläuft unglaublich ruhig und macht mich sehr, sehr müde.

Leider weiss ich schon, dass das in wenigen Wochen, vielleicht auch Tagen schon wieder ganz anders aussehen könnte. Wenn die Sommerferien vorbei sind, am 10 August geht hier alles wieder los, dann kommen sicher auch die Leute wieder zu uns und rufen an und wollen Informationen, und, und, und.

Bei 29° Grad radle ich gegen sieben nach Hause, wo mich die Männer schon mit einem angeheizten Grill erwarten. Es werden Reste von den Burgern gegrillt und für den Herrn des Hauses und mich gibt es Lachs.

Für morgen plane ich meinen ersten Ausflug nach Deutschland seit -keine Ahnung- zig Wochen. Ich habe relativ viel Zeit am Donnerstagmorgen und so werde ich mit Maske ausgerüstet (hier in der Schweiz brauchen wir zum Einkaufen ja keine, nur im ÖV ist es Pflicht) die langersehnten Eszet-Schnitten kaufen und endlich, endlich das Päckchen nach Berlin schicken, das hier schon seit April auf seine Bestimmung wartet!!

So, und weil ich nun mal recht wenig Schlaf hatte heute, mache ich jetzt nicht mehr viel und wünsche euch schon mal eine gute Nacht.

 

der Tag beginnt stressfrei

wir schlafen ganz relaxt und gewellnesst bis ca. halb acht. Dadurch stellt sich heute gar nicht die Frage, ob wir zuerst frühstücken oder zuerst Sport machen.

Heute ist es zwar bedeckt, aber noch irgendwie restwarm von gestern, sodass wir sogar auf der Terrasse essen können.

Es ist unser Abreisetag, also packen wir nach dem Frühstück alles zusammen, ziehen unsere Wandersachen an und räumen die Koffer und Taschen und restlichen Schuhe ins Auto, das wir noch auf dem Hotelparkplatz stehen lassen.

Der Plan ist, heute ein bisschen höher hinaus zu einem Berggasthaus zu laufen.

Wir kommen von Weggis und wollen zur Räb-Alp, die hier noch gar nicht auf dem Wegweiser steht. Zum Glück haben wir aber Phones mit Google-Map und finden auch so den Weg nach oben.

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Zur Stärkung unterwegs probieren wir dieses Vitamin-Wasser, das wir unten am See in einer Bäckerei gekauft haben. Meins hat Rhabarbergeschmack und ich finde es sehr lecker und erfrischend.

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Wenn man aufmerksam läuft, kann man nicht nur viele schöne Pflanzen und Blumen und Vögel und Schmetterlinge entdecken sondern, wenn man Glück hat, sogar eine minikleine Schlange. Die war nicht viel länger als meine Hand.

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Die Aussicht runter auf den Vierwaldstättersee ist fantastisch und so fällt das Laufen (zumindest mir) überhaupt nicht schwer. Der Herr des Hauses schwächelt ein wenig, kommt mir aber, nach ein paar Verschnaufpausen, schlussendlich doch noch hinterher. Jetzt hat er Pläne zur Verbesserung seiner Fitness…. da hab ich nichts dagegen… 🙂

Nun sind es nur noch 15 min. gemäss Schild und tatsächlich sehen wir ein Stück weiter oben schon die Hütte und die Vorfreude auf ein kühles Getränk und eine Kleinigkeit zu essen, mobilisiert auch beim Herrn des Hauses noch die letzten Kräfte. 🙂

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Endlich oben!!!

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Wir trinken beide einen halben Liter Rivella, bzw. Apfelschorle (kein Alkohol heute, wir müssen  ja später noch nach Hause fahren). Auf der Karte machen uns die Fleisch- oder Käseplatten an und wir bestellen jeweils eine davon.

Hui, das ist ganz schön viel….

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Da der Herr des Hauses Käse nicht gern hat (ausser Mozzarella), habe ich das rechte Brett ganz für mich. Und – oh je, das darf ich gar nicht sagen – ich esse das tatsächlich alles auf ! Ist aber auch extrem lecker, dieser Käse!

Beim linken Teller helfe ich auch noch ein bisschen mit, aber trotzdem schaffen wir es nicht, alles zu essen, es ist einfach zu viel und zu viel Salami und zu wenig Fleisch.

Dann stellen wir uns zwei Liegestühle auf und geniessen noch ein bisschen den Ausblick, möglichst ohne schon an den unweigerlich anstehenden Abstieg zu denken.

Es ist übrigens ein perfektes Traum-Wander-Wetter. Nicht zu heiss und nicht zu kalt, ab und zu Sonne, aber auch immer wieder ein paar Wolken am Himmel.

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Wir planen den Abstieg und laufen prompt am Abzweiger nach unten vorbei, merken es aber zum Glück schon nach vielleicht 500m.

Wir drehen also wieder um und entdecken den Weg nach unten, der wirklich so gut wie gar nicht ausgeschildert ist. Das ist vielleicht auch der Grund, warum wir auf dem kompletten Weg keiner Menschenseele begegnen. Schon merkwürdig irgendwie.

Auf einem Bänkli in der Sonne machen wir eine kleine Rast und ich habe die Idee, ein Foto mit Selbstauslöser zu machen.

Ich platziere das Phone waghalsig auf einem ziemlich dünnen Weidepfosten und löse die Kamera mit meiner AppleWatch aus. Das ist ja mal genial, bis heute wusste ich nicht, dass das geht. Man muss nur aufpassen, dass man dann auf dem Foto nicht auf die Uhr glotzt, sondern fröhlich zum Phone guckt. 🙂

So gegen 16.00 Uhr oder so kommen wir verschwitzt und müde unten wieder beim Auto an. Direkt dort ist ja das See-Freibad und wir gehen da spontan nochmal eine Runde im See schwimmen. Das ist die beste Idee des Tages, das Wasser ist so angenehm kühl und erfrischend nach dieser Wanderung, das tut soooo gut. 🙂

Wir bleiben aber nicht zu lange, denn wir wollen ja heute auch noch nach Hause fahren. Nur einen kleinen Kaffee gönnen wir uns noch, damit ich nicht zu müde werde.

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Wir kommen ohne irgendeinen Stau oder Unfall nach nur ca. 90 min. (das reicht grad für meine Coldplay-Playlist) wieder zuhause an.

Sohn 1 ist schon wieder weg, den haben wir an diesem Wochenende leider gar nicht gesehen 😦

Sohn 3 ist unglücklich, weil es nichts mehr zu essen und zu trinken im Haus hat. Am Samstagabend hatten sie das gemerkt und konnten nichts mehr einkaufen…

Sohn 2 findet das alles nicht so dramatisch, Hauptsache, irgendwas wird heute Abend noch gekocht, ist aber egal, wann.

Ich finde noch TK-Fisch in der Aluschale im Gefrierschrank und mache einen Topf Reis dazu. Improvisation ist angesagt. Nach den Unmengen an Käse muss ich selbst heute gar nichts mehr essen, aber für die Jungs wird es reichen.

Hach, das war ein ganz wunderbares Wochenende mit chillen am Pool, aber auch viel schwimmen und laufen. Es war ein bisschen wie Ferien und kam mir viel länger vor als nur ein Wochenende. Und das ist immer das beste Zeichen dafür, dass etwas gut war. 🙂

Ansonsten wird heute Abend nicht mehr viel passieren, also wünsche ich euch schon mal einen guten Start in die nächste Woche 🙂

der Tag beginnt erleichtert

… denn die Katze ist tatsächlich wieder aufgetaucht.

Um 3:17 oder so höre ich sie mit einer Maus im Maul maunzen. Ich stehe also auf, weil ich mich natürlich sehr freue, dass sie wieder da ist. Die Uhrzeit ist da erstmal nebensächlich.

Da Sohn 2 eh noch wach ist (dafür schläft er dann am Morgen Mittag Nachmmittag bis halb vier.), bringe ich die Katze zu ihm und auch er ist sehr erfreut, dass sie wieder da ist.

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Mit der Maus muss ich nach unten, um sie im Garten irgendwo zu entsorgen.

Gegen halb vier bin ich wieder im Bett und natürlich erstmal hellwach….

Nachdem ich ein paar Schäfchen gezählt habe, bin ich tatsächlich irgendwann – aber sicher erst nach 4:00 – wieder eingeschlafen.

Am Morgen dann die inzwischen gewohnte Samstags-Sommerferien-Walking-Runde mit der Nachbarin. Wir laufen ca. 8 km über Felder und Wiesen, nach Frankreich rüber und wieder zurück und am Schluss noch ein Stückchen durch den Wald. Das tut wie immer sehr gut.

Da heute ein schöner, warmer Tag angesagt ist, ziehe ich – auch um mich immer mehr daran zu gewöhnen 🙂 – das Kleid mal wieder an.

Ich bekomme schon Geburtstagspost – das eine schöne Überraschung, aber ich darf leider noch nichts aufmachen….

Später holt der Herr des Hauses eine Leiter und stellt sie unter den Apfelbaum, dessen Äste sich schon biegen unter der Last der vielen Äpfel. Es ist jedes Jahr dasselbe. Er hat Unmengen an Äpfeln, die dann alle abfallen, bevor sie so richtig reif werden können.

Sie schmecken sehr sauer und haben noch total weisse Kerne. Der Name ist irgendwas mit Zitrone, was ja zur Säuerlichkeit sehr gut passen würde.

Die Äpfel, die ganz oben im Wipfel wachsen, bekommen am meisten Sonne ab und haben auch teilweise rote Bäckchen. An die will ich eigentlich ran, aber dafür ist leider die Leiter zu kurz.

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Todesmutig vertraue ich dem Herrn des Hauses mein Leben an, denn er hält die Leiter fest, während ich versuche, die grössten und schönsten Äpfel zu ernten.

Nicht so optimal ist übrigens ein Kleid, wenn man in einem Apfelbaum herumklettert….

Die Beute ist nicht schlecht, aber wie gesagt, ganz oben bin ich gar nicht rangekommen.

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Das Rezept mit den meisten Äpfeln ist ein Toskanischer Apfelkuchen, für den ich immerhin 5 Stück verwenden kann.

Es ist ein Kuchen ohne einen extra Boden. Alles ist aus einem Teig.  So, wie es aussieht, muss ich jetzt jeden zweiten Tag so einen Kuchen backen, damit wir die ganze Ernte überhaupt verbrauchen können.

Vielleicht nehme ich am Mittwoch einen mit in die Schule.

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Und ja, er schmeckt unglaublich lecker und ist so einfach zu backen!! Fantastisch. 🙂

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Ich starte das neue Buch und bis jetzt gefällt es mir sehr gut. Hoffentlich bleibt es so.

Jetzt ungefähr stehen Sohn 1 und 2 auf. (Sohn 3 war schon etwas eher unten) ….. Sie waren aber gestern Abend auch noch aus.

Sohn 2 meldet sich ein paar Stunden später für’s Abendessen ab, weil er bei den Nachbarn essen wird. Sohn 3 hat inzwischen wieder Hunger und macht sich daran, zu kochen. Der Herr des Hauses wird später etwas mithelfen, aber im Grossen und Ganzen macht er das meiste allein.

Wir essen zu viert auf der Terrasse und im Haus nebenan isst Sohn 2 mit seinen Freunden. 🙂

Da unsere anderen Nachbarn im Urlaub sind, kümmere ich mich noch um die Bewässerung des Gartens.

Und schon ist es fast 22:00 Uhr und es wird doch langsam dunkel.

Also wünsche ich euch ein schönes Wochenende :-).

 

P.S.: es war am Freitagabend übrigens alles picobello aufgeräumt. Auch der Schrank war aus meinem Zimmer verschwunden. Angeblich liegen aber die zwei Matratzen noch im Auto. Da hoffe ich sehr, dass die da nicht vergessen werden…. Aus den Augen aus dem Sinn…

der Tag beginnt medizinisch

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8:45 Kontrolltermin im Unispital wegen meines Ohrs beim Professor Doktor Eilig (so heisst er natürlich nicht wirklich…)

Ich bin etwas zu früh, ausser mir sind noch zwei Herren im Wartezimmer und später kommt sogar noch ein dritter.

Um 8:35 wuselt Professor Eilig schon auf dem Gang hin und her und um 8:38, also nur 8 min. vor meinem Termin kommt er Richtung Wartezimmer. Ich bin noch erstaunt, dass er mich tatsächlich VOR der Zeit schon abholen würde, aber ich täusche mich. Es kommt erstmal der andere Herr dran.

Hmm, der hat dann aber nicht viel Sprechzeit, denke ich noch, aber lange muss ich gar nicht grübeln, denn so gegen 8:48 kommt der Professor mit dem Herrn schon wieder zurück und der bekommt alle weiteren Infos am Schalter bei den Assistentinnen.

Und da bin ich auch schon selber dran.

Folgender Dialog findet innerhalb der nächsten 7 Minuten statt:

E: „na, wie geht es Ihnen denn so?“

ich: „ja, eigentlich ist alles bestens, ich denke, eventuell hat sich das Hörvermögen ein bisschen verschlechtert in den letzten Wochen, ich muss jetzt das Headset auf das andere Ohr wechseln, weil ich manchmal die Leute am Telefon zu schlecht verstehe.“

E: „na, dann gucken wir doch mal, vielleicht müssen wir nur ein bisschen putzen…“

Er guckt kurz ins Ohr, saugt drin herum, es zischt ziemlich laut und zack – ist mir auch schon wieder schwindlig. Zum Glück nur leicht und inzwischen weiss ich ja, dass ich einen Punkt fixieren muss und dann wird es wieder besser. Und auch lieber nicht so sehr darauf konzentrieren.

E: „so, das ist alles ganz toll, sieht sauber aus, das Trommelfell ist ein wenig nach innen gewölbt, vermutlich wegen eines leichten Unterdrucks, das könnte auch die Ursache für das schlechtere Hören sein. Machen Sie so oft wie möglich einen Druckausgleich, wenn Sie können, dann sollte das besser werden. Aber wir können in einem halben Jahr auch nochmal einen Hörtest machen. Sollen wir?“

ich: „ja, das wäre sicher nicht schlecht. Und sonst haben Sie keine Auffälligkeiten erkennen können?

E: „nein, es sieht wirklich alles ganz wunderbar aus. Haben Sie Schmerzen?“

ich: „nein, überhaupt nicht.“

E: „haben Sie sonst noch Fragen?“

ich: „ähm, nein, im Moment nicht. Wenn ja alles gut ist…“

E: „genau, also dann sehen wir uns wieder in einem halben Jahr. Machen Sie doch grad vorne einen neuen Termin aus.“

ich: „ja, dann auf Wiedersehen“

E: „Wiedersehen und eine gute Zeit wünsche ich Ihnen.“

Ich gucke auf die Uhr und es ist kurz vor 9:00 Uhr.

Ja, man muss wirklich dankbar sein, dass man wenigstens ein paar Minuten von dieser kostbaren Zeit des Herrn Professors abbekommen darf. Sie mit ihm teilen darf. 🙂

 

Tja, nun bin ich natürlich extrem viel früher wieder raus aus dem Spital als erwartet. Ich überlege, was ich noch machen könnte.

Da es noch nicht angefangen hat zu regnen, fahre ich mit dem Fahrrad schon mal zur Arbeit und stelle es dort in den Veloraum. Zu Fuss gehe ich dann in den nahegelegenen Buchladen, denn ich habe noch einen Gutschein, den ich einlösen könnte. Ich suche lange herum, lese sowohl die Buchrückseite als auch die ersten paar Sätze. Irgendwann werde ich fündig und kaufe „Heimkehr“ von Thomas Hürlimann. Der Autor ist ein Schweizer, der auf das Gymnasium in Einsiedeln gegangen ist. (Was für ein Zufall, liebe M. 🙂 )

Grad gegenüber kaufe ich noch ein paar neue Kaffeekapseln und bekomme sogar eine ganze Packung geschenkt. So geht Kundenbindung. 🙂

Mit meiner Beute setze ich mich ebenfalls wieder ganz in der Nähe in ein Café, denn inzwischen hat es angefangen zu regnen.

 

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Ganz klassisch sitze ich mit einem Cappuccino, einem Buttercroissant und einem Buch am Fenster und mache vieles, nur nicht lesen.  Ich esse, ich trinke den Kaffee, ich beobachte Leute an den Nachbartischen, ich chatte, …. 🙂

 

Bald muss ich zahlen und – wo sonst? – grad gegenüber zur Arbeit gehen. Also Basel ist schon wirklich klein. Alles ist ganz in der Nähe und grad gegenüber. Ich finde das sehr praktisch. 🙂

Im Buchladen habe ich mir auch noch diese schöne Karte gekauft. Es ist ein Gemälde von Edward Hopper, von dem es gerade eine Ausstellung im Beyeler Museum gibt. Da wollten wir VOR Corona mal hin und konnten dann nicht, weil alles zumachte. Zum Glück wurde die Ausstellung verlängert. Vielleicht klappt es ja doch noch.

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Sieht ja fast aus, wie ich 🙂 🙂 🙂

 

Der Nachmittag zieht sich wieder ein bisschen in die Länge. Ich habe immer grad so viel zu tun, dass ich nicht komplett tatenlos bin, aber ich mache lieber etwas langsamer, damit es am Ende schön aufgeht.

Auf dem Nachhauseweg nervt mich mein quietschendes Velo so sehr, dass ich am liebsten abgestiegen wäre. Darum ist es wahrscheinlich auch so anstrengend, den Hügel hinauf zu kommen.

Ich stelle es auf der Terrasse ab und bitte den Herrn des Hauses darum, etwas Öl zu verteilen, dort wo es quietscht. Ich hoffe, er kann herausfinden, wo das ist.

Heute habe ich noch einen letzten Termin als „Dummy“ bei der Akkupresseuse und fahre frisch geduscht – ich – und frisch geölt – das Velo – ein paar Häuser weiter. Das Velo macht kein einziges Geräusch!!! Es ist ein Traum 🙂

Am Abend gibt es dann Falaffel im Teigfladen mit diversen Zutaten wie Salat, Tomaten, verschiedenen Saussen, und, und, und.

Ich verpasse den Moment, nein zu sagen, als es darum geht, wer ein zweites möchte. Oh man, bin ich vollgefressen danach. Die Uhr sagt: „achte auf die Ringe, mach noch ein Training“ aber ich bin zu voll, ich kann mich kaum mehr bewegen….

Es fehlen mir noch 25 min. Training und jetzt ist es schon nach 22:00, aber ich bin abhängig von der Uhr und mache fast immer, was sie sagt…

Vielleicht raffe ich mich gleich noch auf. Für nur 25 min. Morgen ist Samstag, alles nicht so dramatisch, ich könnte ausschlafen. Mal sehen…..

 

P.S.: angeblich ist die Katze heute wieder aufgetaucht. Aber nur ganz kurz und der Herr des Hauses meinte, sie sei sehr müde gewesen, wollte nichts fressen und als er nur kurz in der Küche etwas holen wollte, war sie schon wieder weg. Ich hoffe, sie ist morgen früh auch wieder da…

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