Liebes Tagebuch…

Heute ist nun mein grosser Tag bei Professor, Dr. B.! Aber immer schön der Reihe nach.

Frau Brüllen, die übrigens gerade auf Malta herumschwirrt, will wieder wissen, was wir alle so den ganzen Tag machen. Ab 18:00 Uhr kann man hier alle Tagebücher lesen. 🙂

Ich wache schon so gegen 5:00 Uhr auf. Gegen 5:30 Uhr gebe ich den Versuch, wieder einzuschlafen auf und checke mal meine mails. Oh, ich bin ziemlich heftig für die Aufsicht und mündliche telc-Prüfung-Abnahme Ende Oktober eingeteilt, die an unserer Sprachschule stattfindet. Hui, das wird anstrengend.

So gegen 6:00 stehe ich auf und kümmere mich erstmal um die Tiere.

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die einen liebe und füttere ich ….

die anderen liebe ich eher weniger ….

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es ist dieses Jahr echt ein Plage!

 

Dann räume ich die Spülmaschine aus und mache den Ofen an. Es sind Ferien und da gibt es nicht das 0815 Müsli-Frühstück sondern Aufbackbrötchen.

Auch wenn es im Moment wegen fehlendem Geschmack links nicht soooo berauschend schmeckt, gönne ich mir die Schokolade. Es sind die Gewohnheiten…..

 

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Die Mandarinen Konfitüre schmeckt aber sehr gut. Ich esse sie rechts. 🙂

 

Ausser mir ist bisher nur der Herr des Hauses noch aufgestanden. Es sind ja Ferien, also muss ich mit den Jungs nicht vor 10:00, eher sogar nicht vor 12:00 rechnen.

Der Herr des Hauses muss los und tröpfelt mir noch schnell die obligatorische Medizin ins Ohr. Ich hoffe sehr, dass das dann ab heute vorbei ist, aber sicher bin ich nicht.

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Dann gammel ich noch ein bisschen auf dem Sofa herum, geniesse diese Ruhe am Morgen und freue mich über die Sonne, die so langsam ins Wohnzimmer kriecht.

Um kurz nach 9:00 Uhr gehe ich mal duschen. Vorher separat Haare waschen. Das ist momentan auch nicht so lustig, denn das Ohr darf nicht nass werden….

Vom Spital gab es diesen Tipp:

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Ähm ja. Wenn es grad passte, konnte mir der Herr des Hauses Hilfe leisten, aber manchmal, wie z.B. heute Vormittag, muss ich mir selber helfen. Ich hocke vor der Duschwanne und es ist nicht bequem. Aber letztendlich sind die Haare gewaschen und auch wieder ausgespült und ich kann mit dem Handtuch-Turban unter die Dusche. So ist das Ohr auch wieder geschützt.

Puh.

Darauf gönne ich mir erstmal ein zweites Frühstück. 🙂

Mein Termin ist um 11:30 Uhr, wer weiss, wann ich das nächste mal wieder etwas zu essen bekomme?

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Katze immer dabei. Mit coolem Blick…..

 

Um 10:00 Uhr – oh Wunder – steht Sohn 3 auf. Er hätte sich einen Wecker gestellt sagt er. Hm, warum? In den Ferien? Ich bekomme darauf keine Antwort. Er frühstückt und ich schreibe diesen Text hier.

In einer halben Stunde fährt mein Bus. Leider fährt der nur alle 30 min., daher werde ich viel zu früh dort sein, aber einen Bus später wäre ich zu spät. Blöd.

Jetzt also mal die Haare trocknen, alles Wichtige einpacken und dann los.

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Wie gesagt, fährt der Bus nur alle halbe Stunde. Da sind wir hier schon ziemlich am A… der Welt. Aber immerhin kommt er, wenn morgens die Leute zur Arbeit/Schule und mittags und abends wieder nach Hause fahren, alle 15 min.

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Ich steige eine Station früher aus und kann so die Zeit, die ich zu früh bin, ein bisschen ausgleichen. Beim Spazieren entdecke ich diese Beeren und sie erzeugen sofort einen Flash-Back in meine Kindheit, wo ich mit den Grosseltern jeweils diese Beeren gesammelt habe, wenn wir unterwegs waren.

Sie warfen mir die Beeren dann sozusagen vor die Füsse (wie Perlen vor die Säue… 🙂 ) und ich trat drauf. Das gab dann (fast) jedes mal einen kleinen Knall. Darum hiessen die auch immer Knallbeeren. 🙂

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die habe ich wirklich schon ewig nicht mehr gesehen!!

 

So, mit nur 6 min. Wartezeit werde ich dann also vom Herrn Professor aufgerufen und er soll mir die Tamponade aus dem Ohr holen, checken, ob alles gut ist und dann entscheiden, wie es weitergeht.

„Na, wie geht es Ihnen?“

Ich muss ein wenig zögern mit meiner Antwort, denn ich bin doch ziemlich nervös, ob ich diesmal ohne Ohnmacht hier rauskomme oder nicht. Er weiss aber Bescheid, lächelt und versucht mich zu beruhigen.

„Das kann mal passieren, aber heute machen wir nur schnell das Teil raus, da passiert gar nichts, alles wird gut.“ oder so ähnlich.

Tatsächlich macht er recht kurzen Prozess, zieht kräftig an dem Teil, es macht „schlupp“ und das Ding ist draussen.

„Also, das sieht ja schon sehr gut aus, aber es braucht doch noch ein bisschen mehr Zeit für die Heilung. Aber es sieht wirklich sehr gut aus. Wir machen trotzdem noch einmal für 2 Wochen eine neue Tamponade rein.“

Eine kurze Hörprobe mit der Stimmgabel, etwas putzen, absaugen und dann soll ich den Kopf wieder sehr schräg legen, er tropft etwas ins Ohr, steckt einen neuen Stöpsel rein und …..

…. mir wird’s schon wieder schwindlig.

Sehr ähnlich wie beim letzten mal, aber nicht ganz so heftig. Der Arzt hingegen bleibt ganz cool.

„Soll ich den Stuhl ein bisschen nach hinten kippen? Das geht gleich vorbei.“

Ich denke nur, dass das die andere ja auch gesagt hatte und dann war es aber überhaupt nicht gleich vorbei.

Ich liege nun so halb und alles dreht sich. Fühle mich ein bisschen wie auf einem Karussell… Aber: mir wird nicht schlecht, ich bleibe anwesend, es geht wirklich langsam vorbei. Ich fixiere irgendsoein Gerät, das von der Decke hängt und der Schwindel wird langsam immer weniger und weniger. Der Arzt hatte Recht!!!

Er scheint mir allerdings fast schon ein bisschen ungeduldig, als wolle er sagen, „wollen Sie jetzt nicht mal langsam wieder aufstehen?“

Er sagt es natürlich nicht, er bleibt sehr höflich, ist aber bereits an der Tür, als ich mich dann endgültig wieder erhoben habe.

Hm, was soll ich nun davon halten? Der Herr Professor hat einfach keine Zeit für so Kinkerlitzchen? Er ist ein absoluter Profi bei der Operation, aber menschlich…. hmm.

In zwei Wochen soll ich einen neuen Termin machen, leider sei er selber dann aber gerade im Urlaub, ob es mir etwas ausmache, wenn es bei jemand anderem wäre.

„Ach, öhm, nein, überhaupt nicht, das ist gar kein Problem.“ Ich darf mich jetzt nur nicht zu deutlich freuen…. „Könnte das nicht Dr. ‚Lieblingsarzt‘ machen?“

Tja, und so habe ich wider Erwarten doch noch einen Termin bei meinem Lieblingsarzt gewonnen. Juhu! (der denkt jetzt hoffentlich nicht, ich stalke ihn….)

Letztendlich habe ich keine einzige meiner Fragen gestellt. (die bekommt dann der Lieblingsarzt ab…) Aber naja, ich hatte gehofft, dass es keinen neuen Ohrstöpsel gibt und dann wären die Fragen tatsächlich wichtig gewesen. So bleibt ja nun im Grunde alles wie gehabt.

Wieder zuhause (es ist ca. 13:00 Uhr und weder Sohn 2 noch Sohn 1 sind aufgestanden….) esse ich eine Banane und einen Joghurt. Es ging ja viel schneller als befürchtet und so habe ich noch gar keinen Hunger.

So völlig satt versuche ich, einen Essensplan für’s Wochenende zu kreieren. Das ist nicht so einfach….

Am Samstag vielleicht das hier:

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Am Sonntag dann dieses:

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Für heute Abend könnten wir Lasagne machen.

Die Söhne stehen nun langsam auf. Sie frühstücken um 13:30 miteinander.

Sohn 1 muss dann noch eine Salbe aus der Apotheke holen und fährt mit dem Fahrrad los.

Ich schreibe ein bisschen am blog weiter.

Nach wenigen Minuten bekomme ich eine Nachricht, dass Sohn 1 das Rezept liegen gelassen habe. Genius!!

Obwohl ich hier noch gar nicht fertig bin, packe ich also meine Einkaufstaschen und fahre zu Sohn 1, der zum Glück in der Apotheke im Einkaufszentrum auf mich wartet.

Gerade noch rechtzeitig denke ich daran, selber das Rezept mitzunehmen….!! 🙂

Wir treffen uns vor dem Lift und gehen dann jeder unserer Wege.

Wieder zurück lade ich die Taschen aus, lade 2 Säcke mit Altkleidern ins Auto und bringe die noch schnell zur Sammelstelle.

Allerdings sind beide Container so voll, dass mir beim Öffnen der Klappe fast ein paar alte Schuhe und ein Kleidersack entgegenfallen. (ich werde eine mail an die Gemeindsverwaltung schreiben)

So und nun ist es schon nach 16:00 Uhr, ich bin wieder zuhause, habe wenigstens schon mal die Sachen für den Kühlschrank ausgeräumt und gönne mir jetzt erstmal ein Z’Vieri.

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So, und nun noch der Schluss des heutigen Tages.

Von 16:00 bis 18:00 Uhr mache ich eigentlich gar nichts. Ich lese ein bisschen auf dem Sofa, trinke meinen Kaffee und esse ein Snickers, das aber logischerweise wieder nur fad schmeckt. Ich muss mich mehr darauf konzentrieren, nur rechts zu kauen, dann geht es einigermassen.

Sohn 2 ist noch auf den Sportplatz gegangen und hat mit ein paar Kumpels gekickt.

Die Katze gesellt sich zu mir auf’s Sofa. Sie ist die, die lieber neben mir als auf mir drauf liegt. Aber immerhin eine Pfote zur Sicherheit ist auf meinem Bein. 🙂

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Die vom Frühstück ist die, die lieber komplett auf mir liegt und jegliche weitere Tätigkeit unterbindet.

So gegen 18:00 fange ich an, die Lasagne zu machen. Das geht rechts fix, ich habe nämlich eine Fertig-Béchamel-Sauce gekauft, ich faule Socke.

Ich schreibe in den Familien-Chat, dass es in 25 min. Essen gibt. (Früher hatten wir dieses Wind-Glocken-Spiel, also das haben wir immer noch, aber wenn die Jungs mit Kopfhörern in ihren Zimmern sitzen, hören sie den gar nicht.)

Wir essen zu viert, weil es dem Herrn des Hauses leider zeitlich nicht reicht, pünktlich zum Essen hier zu sein.

Anschliessend räume ich die Küche ein bisschen auf, wasche die grossen Sachen ab und räume den Rest in die Spülmaschine.

Jetzt lasse ich den Tag noch ein bisschen ausklingen, lese vielleicht schon mal das eine oder andere Tagebuch der anderen und spät werde ich, falls ich dann noch wach bin, die NDR Talkshow angucken. Moritz Bleibtreu wurde für heute Abend angekündigt. Den würde ich gern sehen.

Und zum Schluss noch: Suche die Katze:

Nach fast 6 Jahren hat sie sich plötzlich dieses Plätzchen ausgesucht. Ist schon komplett flachgelegen alles dort im Gebüsch….

Also, dann wünsche ich euch allen ein schönes, nochmal sonniges Wochenende und bedanke mich ganz herzlich für’s Lesen. 🙂

 

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Von Käfern, Schokolade, Tiefkühlern und Rauchmeldern

 

Zuerst mal der Käfer. Heute Morgen gegen 6:30 entdeckte ich an der Decke des Wohnzimmers einen sagen wir mal tennisballgrossen Schatten, der sich kreisförmig bewegte.

Relativ schnell war mir klar, dass die Lampe wohl die Lichtquelle sein musste. Und tatsächlich, da krabbelte ein Käfer munter auf der Lampe herum und warf diesen Schatten.

Da ich aber gerade beim Frühstücken war, machte ich erstmal gar nichts und vergass dann den Käfer.

So gegen 10:30 sass ich auf dem Sofa mit Blick direkt auf diese Lampe, die inzwischen aber aus war. Trotzdem bewegte sich da aber etwas und bei genauerem Hinsehen, stellte sich das Etwas als eben der Käfer vom Morgen heraus.

Oh je, der Arme, der war jetzt schon 4 Stunden immer im Kreis gelaufen und hat nicht gecheckt, dass er sich auf einer Lampe befindet.

Ich erlöste ihn von seinem endlosen Lauf und setzte ihn in den Garten.

 

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die Lampe wird demnächst mal entsorgt, von innen sieht sie noch übler aus….

Doch, das war noch gar nicht das Ende der Geschichte.

So um 12:30 heute Mittag kommt Sohn 1 ins Wohnzimmer und erzählt mir, wie er gestern Abend , bla, bla, ein Schatten an der Decke… bla bla, und so weiter….

Von wegen 4 Stunden im Kreis gelaufen. Der lief die ganze Nacht durch, der Käfer!!!!

 

Seit dieser Ohrenoperation ist mir ja der Geschmackssinn auf der linken Seite abhanden gekommen. (Am Freitag werde ich mal fragen, ob und wann der wieder zurückkommt.)

Das hat zur Folge, dass gewisse Sachen merkwürdig schmecken. Unter anderem schmeckt Apfelsaft sehr komisch, Kaffee allerdings wie immer. Reines Leitungswasser schmeckt irgendwie salzig.

Was aber eigentlich gar nicht so schlecht ist: Schokolade schmeckt überhaupt nicht mehr. Am Wochenende esse ich aus Gewohnheit noch mein Nutellabrot, aber das muss ich sehr konsequent auf der rechten Seite kauen, damit ich überhaupt den Schokoladengeschmack bemerke.

Zwischendurch gelüstet es mich durchaus nach Schokolade, aber dann denke ich an den nicht vorhandenen Geschmack und habe keine Lust mehr drauf.

Aus diätischer Sicht ein ganz toller Vorteil. Ansonsten eher so naja. 🙂

 

Vor ein paar Wochen piepte unser Tiefkühler Alarm. Wir drückten einen Knopf, den man gemäss Bedienungsanleitung in diesem Fall drücken soll und er war wieder ruhig. Dann piepte er aber nach ein paar Tagen wieder. Und so ging es immer hin und her, bis ich mal beim Hersteller anrief.

Eigentlich dachte ich, die schicken grad mal jemanden vorbei, aber nein, sie baten mich, erstmal die Temperatur zu messen in dem Moment, wenn er alarmt.

Hm, bis wir ein Thermometer aufgetrieben hatten, dass bis -20° misst, vergingen ein paar Tage, in denen der Tiefkühler immer mal wieder piepte.

Dann konnten wir das erste mal messen und siehe da: -13°. Das ist für Tiefkühler zu wenig. Oder zu viel besser gesagt. Also zu warm.

Nach Drücken des obligatorischen Knopfes, sank er aber wieder auf -19° ab.

So konnte ich also wieder beim Techniker anrufen, diese Werte durchgeben, Seriennummer und den ganzen Kram und bekam einen Termin für gestern.

Doch im Laufe des Vormittags rief der Techniker an und fragte, ob es mir etwas ausmachen würde, wenn er doch nicht komme, viel würde er gar nicht sehen können und wenn der jetzt gar nicht piept im Moment, dann sollten wir den doch vielleicht einfach mal abtauen und dann wieder schauen, ob er überhaupt noch alarmt.

Aha.

Wollen die nicht zu uns kommen? Warum nicht?

Tja, also essen wir jetzt mal den ganzen Mist aus dem Tiefkühler auf und tauen ihn dann mal ab.

Interessanterweise hat er seit wir das Thermometer drin haben, gar nicht mehr alarmt…… ist wie beim Arzt, wo dann plötzlich alle Symptome weg sind, wenn man im Wartezimmer sitzt.

 

Was auch noch fröhlich in unserem Haus herumpiepste war ein Rauchmelder. Der gab aber nur eine Warnung ab, dass seine Batterie demnächst mal leer sein würde.

Das Geräusch muss man sich so wie ein ganz kurzes, aber sehr lautes „Pick“ vorstellen.

Da das nur ganz, ganz kurz „Pick“ macht, kann man den Rauchmelder gar nicht so einfach orten. Kam das jetzt von oben oder von unten?

Wir suchten das ganze Haus ab. So viele Rauchmelder sind gar nicht mehr da, die sind nach und nach ausgefallen und warten auf Ersatz, der noch nicht da ist.

Also so schwer kann das doch nicht sein, so einen Rauchmelder zu finden!

Nach einem Tag erfolgloser Suche, hatten wir immerhin schon herausgefunden, dass er irgendwo unten sein muss.

Sohn 1 sagte, in seinem Zimmer nicht. Auf der Treppe ist kein Rauchmelder.

Das macht einen fast wahnsinnig, immer dieses „Pick“ und dann weiss man trotzdem nicht, wo er ist.

Dann stand ich in der Waschküche und es machte sehr laut und nah „Pick“!!

Hier musste er sein! Aber wo? Ich drehte und wendete mich, schaute in alle Ecken und auch auf dem Boden und an den Wänden. Nichts. Hä??

Erst nach weiteren Stunden, man muss ja auch immer auf das nächste „Pick“ warten, um wieder orten zu können, hatte ich ihn endlich, endlich gefunden. Er hing direkt in der Mitte der Waschküche, also direkt über mir an der Decke. So weit senkrecht nach oben hatte ich nicht geschaut….

So, und jetzt muss ich los. Ich muss mir noch ein bisschen die Zeit vertreiben mit einem Privatschüler und mit Einkäufen.

Noch 4 Tage (inkl. heute) bis Freitag!!!

 

Und sonst so?

Am Donnerstag kam das langersehnte Gewitter mit Regen, aber auch mit Sonne. Gerade als es aufhörte zu regnen, denn lang dauerte es leider nicht, machte ich mich auf den Heimweg.

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Doppelregenbogen

Ich schleppe natürlich nicht andauernd meine Spiegelreflex-Kamera mit mit herum, darum wurde es nur so ein blasses Handy-Foto. In echt war der Kontrast viel krasser und die Farben des Regenbogens viel leuchtender.

Dafür konnte ich mit dem Handy aber immerhin ein Panorama machen, der Regenbogen war nämlich so gross, dass er auf ein normales Bild gar nicht draufpasste.

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Inzwischen haben die Jungs ein Alter erreicht, wo sie – besonders in den Ferien – weit später als wir Eltern ins Bett gehen. Darum schreiben sie dann manchmal nachts kleine Nachrichten, die wir morgens dann – da stehen wir nämlich auch viel früher auf als sie – finden.

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Das ist insofern blöd, dass wir die Jacken im Moment gar nicht brauchen. Falls sich die Spinne dort also wohlfühlen sollte, …….

Unter dem Zettel lag noch der Staubsauger. Sie hatten dann aber gemeinsam entschieden, dass man nachts um halb drei lieber nicht saugen sollte….

Tja, ich hoffe, dass wir uns im Herbst daran noch erinnern, wenn wir das erste mal zu den Jacken greifen müssen!!

 

Der Vorgarten ist ein Trauerspiel…..

So schön hatte ich mal ein paar Sachen gepflanzt, (guckst du hier ein bisschen runter scrollen, dann kommt ein Bild) so traurig sieht es jetzt aus.

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Die zweite violette Pflanze haben sich offenbar die Schnecken einverleibt. Von dieser Priemel ist nichts mehr übrig. Löwenzahn macht sich breit.

Hatte ich schon mal erwähnt, dass gärtnern nicht so gerade meine Kernkompetenz ist?

Wenigstens lässt uns der Apfelbaum dieses Jahr nicht im Stich. Letztes Jahr trug er 3 Äpfel. Glaube ich. Vielleicht waren es auch 5.

Das holt er dieses Jahr alles nach. So richtig schön und genormt sind die Äpfel natürlich nicht. Ich würde jetzt nicht einfach so herzhaft reinbeissen, denn der eine oder andere Wurm grinste mich beim Aufschneiden schon an.

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Für lecker Apfelkuchen reicht es aber allemal. Heute mit Hefeteig und Streuseln.

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Wir setzten uns alle mit unseren Tellern und einer grossen Portion Schlagsahne auf die Terrasse, aber ich flüchtete nach wenigen Minuten vor einer Wespe wieder ins Haus. Die Wespen werden sicher durch die Äpfel angelockt, die täglich vom Baum fallen und im Gras dann so vor sich hin gammeln.

Ausserdem ist unsere Obstschale auf den Terrassentisch umgezogen, damit in der Küche die Fruchtfliegen nichts mehr finden.

Was das angeht, bin ich doch wieder froh, wenn es etwas kühler wird und die Wespen wieder irgendwohin verschwunden sind.

 

Und was lese ich gerade?

Also noch lese ich „Kommisar Kluftinger“, den ersten Teil auf dem Ipad. Ich mische immer ein paar E-Books und Papierbücher.

Von meinen Kolleginnen in der Sprachschule habe ich einen Büchergutschein bekommen und da ich zufällig für die Schule in dem Buchladen etwas holen musste, nahm ich die Gelegenheit wahr, um ein paar Bücher für mich auszuwählen.

Ich lese hinten, ich lese die ersten 4-5 Sätze und wenn mir das gefällt, kaufe ich das Buch.

Manchmal blättere ich noch kurz in die Mitte und lese quer, damit mir nicht der Fehler passiert, dass ich am Ende doch ein Buch erwischt habe, in dem die Protagonisten alle gut gebaut und durchtrainiert, mit langen, lockigen und/oder dichten Haaren (sucht euch was aus) gesegnet sind und Karriere ohne Ende gemacht haben. Und dann finden sie die Liebe ihres Lebens. (mit den selben Äusserlichkeiten)

Darum habe ich mich für diese hier entschieden. 🙂

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So, jetzt wage ich mich ohne Kuchen, aber mit IPad wieder raus auf die Terrasse, um noch ein bisschen frische Luft zu schnappen.

Wegen der kranken Katze, die im Moment auf keinen Fall raus sollte, bleiben hier alle Fenster und Türen geschlossen. Das wird auf die Dauer etwas stickig…. Wir lüften jetzt immer durch die heruntergelassenen Rolläden. Das ist natürlich nicht das selbe.

Am Dienstag bin ich nochmal beim Tierarzt und vielleicht kann sie dann wenigsten diesen blöden Trichter abnehmen. Wir hoffen sehr!

In diesem Sinne euch allen noch ein schönes Wochenende. 🙂

Die Katze ist zurück

Heute Morgen, nach mindestens einer Woche Abwesenheit kam endlich die Katze wieder nach Hause. Leider (aber wie befürchtet) nicht mehr so ganz heile.

Mein zweiter Griff (der erste streichelte die Katze) ging zum Telefon, um einen kurzfristigen Termin beim Tierarzt zu bekommen, denn sie hatte so gut wie kein Fell mehr an den Ohren. Alles blutig gekratzt.

Nun also so. Für ebenfalls mindestens eine Woche. Sie hasst es natürlich.

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arme schwarze Katze…..

Keiner weiss so richtig, was sie hat. Sie hat das nur den Sommer über. Im Winter hat sie nichts an der Haut. Alles in Ordnung. Sobald es wärmer wird, fangen die Ausschläge an. Wir haben von Schulmedizin bis Homöopathie schon alles durch. Selbst Akupunktur haben wir schon probiert. 4 verschiedene Ärzte haben es schon versucht.

Bis jetzt alles erfolglos. Im nächsten Sommer geht es vermutlich wieder von vorne los. 😦

Heute war ich bei einer 5. Ärztin. Zwar die gleiche Praxis, aber diesmal eine Frau statt eines Mannes. Mal sehen. 2 Spritzen, Wunden desinfiziert, der Kragen, nächster Termin in einer Woche.

 

Und jetzt: krasser Themenwechsel (sorry dafür 🙂 )

Trotz allem wollte ich dieses Bild hier unbedingt noch kurz zeigen: Gender-Schlagsahne.

 

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Naja, ok, es geht um Fett und Halbfett, nicht um Mann oder Frau. Beide sind ohne Zucker, aber die rosane ist die fette…. hm, was sagt uns das? 😉

Es gibt übrigens auch noch eine mit Zucker. Die ist dann rot. Also geschlechtsneutral?

Einen schönen Tag wünsche ich euch.

ein Haus am See

… naja, eher vielleicht ein Haus am Teich.

… oder noch besser: ein Teich am Haus. 🙂 Hahaha

 

Der Teich ist so mini, dass man ihn auf dem Bild fast nicht sieht. Er versteckt sich im Gebüsch hinter dem kleinen Tischchen.

Im Winter friert er (glaube ich) komplett zu, aber im Frühling kommt er meist wieder zu sich und ich liebe es, zu beobachten, wie sich diese grünen Dinger auf der Oberfläche immer stärker vermehren, wie sich die Seerosenblätter (geblüht hat hier noch nie eine) verteilen und wachsen, wie irgendwelche kleinen Viecher darin herumschwimmen.

Ich stelle mir den Liegestuhl neben den Teich, ein kleines Tischchen daneben, einen Kaffee oder eine Flasche Wasser dazu. Fertig ist die Laube. 🙂

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auch Hausaufgaben kann ich hier ganz wunderbar machen.

Wenn es so heiss ist, wie im Moment gerade, muss ich immer mal wieder etwas Wasser auffüllen, weil es so schnell verdunstet, auch wenn der Teich eigentlich immer im Schatten steht. Aber das ist vielleicht auch gar nicht so schlecht, wenn er immer mal wieder Frischwasser bekommt.

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Gestern Abend konnte ich beobachten, wie eine grosse Schnecke zum trinken und chillen zum Teich kam. Weil das alles ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde dauerte, mache ich mal alle Fotos näher zusammen. Zuerst kam sie so am Rand herangerutscht und dann zog sie sich immer genau an der Kante entlang weiter. Vielleicht hat sie die Algen abgeknabbert?

Ihr Haus rutschte immer weiter ins Wasser, aber ich glaube das gefiel ihr. Es war sehr warm gewesen den ganzen Tag und so konnte sie sich gut abkühlen.

 

Am Schluss gesellten sich noch zwei nicht so hübsche Nacktschnecken zu ihr und stillten ebenfalls ihren Durst. (die können übrigens auch tauchen….. ich hab’s ausprobiert *hüstel* Aber nur mit den Nacktschnecken, sie schwimmen wieder hoch und haben dann wohl erstmal für ein paar Tage genug Wasser getankt.)

 

Und das hier, das wollte ich euch auch noch unbedingt zeigen. Ich habe ein Vogelnest gefunden. Es lag auf dem Fahrradweg und war wohl aus dem Baum oder Gebüsch gefallen. Keine Vögel oder Eier mehr drin natürlich.

Ich musste es unbedingt mitnehmen! Es ist soooo filigran gebaut, mit so viel Sorgfalt und auch irgendwie kreativ, diese kleinen weissen Teilchen überall so schön verteilt. Richtig dekorativ!

Und das alles nur mit einem Schnabel gefertigt. Wahnsinn!

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So, hier sind seit Freitag Sommerferien ausgebrochen und auch ich kann wenigstens 4x pro Woche ausschlafen, weil ich erst später arbeiten muss. Das ist sehr cool! 🙂

Die meiste Zeit werden wir hier wohl Fussball gucken, obwohl irgendwie so merkwürdige Mannschaften weiterkommen, mit denen man gar nicht gerechnet hat. So kommt es zu ganz neuen Kombinationen und auch Chancen. Am Dienstag ist die Schweiz wieder dran. Wir drücken natürlich die Daumen!!

Später geht’s noch ein paar Tage in die Berge. Wieder so von Hütte zu Hütte wie vor 2 Jahren schon im Herbst. Wer will, kann es hier nochmal nachlesen. Ich werde dann wieder darüber schreiben, wenn wir zurück sind.

Vorher lesen wir uns aber noch am 5.7., wie gewohnt 🙂

 

die Katzen und die Tablette

Hahaha, das ist ein Witz, oder? Diese beiden Dinge schliessen sich sozusagen aus!! (ok, es soll Ausnahmen geben, aber die habe ich noch nicht getroffen.)

Nun ist es so, dass unsere beiden Katzen sehr begeisterte Freigänger sind und dort draussen in der Wildnis auch so dies und das fangen und dann gern  nach Hause bringen und unter dem Esstisch halbverdaut liegen lassen fressen. Das hat zur Folge, dass sie Würmer haben. Das lässt sich nicht vermeiden. So gut wie alle Wild- und Waldtiere haben Würmer hat mir mal ein Tierarzt gesagt. Daran stirbt man nicht. Also die Katzen nicht, aber wir zum Glück ja  auch nicht.

Es ist nur nicht so appetitlich, denn früher oder später kommen dann hinten so komische weisse Miniwürmchen raus. Also bei den Katzen – nicht bei uns. Wir haben ja keine Würmer. Die weissen Dinger sind aber nicht die Würmer selbst, sondern irgendwas anderes, was aber darauf hinweist, dass in der Katze drinnen also ein Wurm haust.

Jetzt kann man der Katze, sobald man diese weissen Dinger bemerkt, eine Tablette geben, 2-3 Wochen warten und ihr dann noch eine Tablette geben. Dann sollten alle Würmer in welchem Stadium der Entwicklung auch immer, abgetötet sein. Frisst dann die Katze am nächsten Tag eine Maus, die ihr wieder einen neuen Wurm beschert, kann man mit der ganzen Prozedur wieder von vorne beginnen.

Ich habe also mit einer (nicht unbedingt schulmedizinischen) Tierärztin besprochen, dass sie die Würmer behalten können, solange es ihnen und uns damit gut geht.

So. Nun sitzen sie in den letzten Tagen aber immer wieder eher freudlos vor ihrem Futter und gucken mich an, als ob ich ihnen was weiss ich denn anbieten würde. Es kann natürlich sein, dass die Mäusepopulation inzwischen draussen wieder stark vermehrt ist und sie dort genug Futter finden. Aber vielleicht machen ihnen eben auch die Würmer zu schaffen.

Ich wollte also die beiden „einmal durchputzen“ und kaufte beim Tierarzt die Tabletten für die Wurmbekämpfung.

Tja, eigentlich muss ich gar nicht weitererzählen, denn es war mir nicht möglich, die Tabletten in die Katzen zu befördern. Und man kennt ja diese Geschichten eh schon alle. Trotzdem. Ich schreib’s mal auf. Ist ja auch ganz lustig.

Also:

Direkt ins Maul geht nicht. Sie sträuben sich mit allen vier Pfoten, ich muss sie zwischen meinen Beinen einklemmen, den Kopf fixieren, das Maul irgendwie mit der einen Hand aufmachen, die Tablette mit der anderen Hand reinschieben, das Maul wieder zumachen und eine Weile zuhalten. Sie murkeln dann so auf der Tablette rum und wenn ich denke, jetzt ist’s wohl geschluckt, und sie loslasse, fördern sie sie angematscht und halb aufgelöst wieder zu Tage. Sie gucken dann immer sehr vorwurfsvoll….

(nicht zu vergessen, dass ich mittlerweile total zerkratzt bin an Armen und Beinen)

Eingewickelt/versteckt in einem Leckerli oder in Leberwurst oder ähnlichem wird die Tablette im Maul hin und her geschoben bis der leckere Teil weggelutscht ist, dann kommt sie auch hier wieder fröhlich ans Licht. Die Katzen gucken vorwurfsvoll.

Ich habe die Tablette auch schon mal komplett zerbröselt und in die leckere Sauce dieser einen Sorte Nassfutter gemischt, die die Katzen lieben und die sie nahezu in einem Zug verschlingen. Sie gucken in den Napf, verziehen die Nase und wenden sich angewidert ab. Sie blicken auch hier unglaublich vorwurfsvoll und sagen mit ihrem Blick: „hältst du uns eigentlich für total bescheuert???“

Das geht so nicht weiter.

Ich habe also für morgen einen Tierarzt Termin. Beide Katzen. Soll der sich doch damit rumschlagen und sich zerkratzen lassen. 🙂

Wie ich sie morgen früh in diese Boxen befördert habe, kann ich dann ja ein andermal erzählen…..

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P.S.: meine beiden Nachbarinnen haben übrigens auch jeweils eine Katze. Diese beiden Katzen, eine männlich, eine weiblich, sind auch Freigänger, bringen aber absolut gar nichts (mehr) nach Hause! Nicht mal bis in den Garten.

Was haben die, was ich nicht habe??? 🙂

 

So Schnipselkram

Ich habe gerade eine Woche frei genommen, um etwas intensiver mit Sohn 2 Bewerbungen zu schreiben oder ihn auf mögliche Vorstellungsgespräche vorzubereiten.

Ich staune, dass wir am Ende des Tages oft dann doch nur 2 oder 3 Bewerbungen verschickt haben. Entweder muss man erst anrufen, die sind dann nicht da oder der Chef kommt erst morgen. Oder wir formulieren eine halbe Ewigkeit am Motivationsschreiben herum, damit es auch ja schön individuell auf die Firma abgestimmt ist und nicht einfach so eine 0815-Bewerbung. Das alles kostet Zeit.

Nebenbei hilft er mir aber auch noch beim Einkaufen, wir entrümpeln heute mal den Keller (sieht aus als wären wir Messis….) und er hängt auch mal Wäsche auf.

Das wird schon….

Und sonst so?

Die Katze liebt mich. Definitiv! Sie fragt aber: „du mich auch???? ❤️😍❤️ …. dass sie mir trotz ihres Schmachtblickes die Krallen in den Oberschenkel rammt, übersehen wir mal ganz geflissentlich. 🙂

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Wenn sich der Herr des Hauses das Familienauto ausleiht (wenn er z.B. nach Zürich fährt, nimmt er lieber das grosse Auto als das kleine.), dann muss ich immer erstmal wieder Ordnung auf dem Dashboard machen. 🙂

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So sieht das eigentlich aus. Und wenn ICH mit dem Auto fahre, dann bleibt sie im Normalfall, also wenn ich keine Vollbremsungen machen oder um die Kurven driften muss, auch so liegen.

Was sagt das wohl über unseren jeweiligen Fahrstil aus??? (um den Herrn ein bisschen in Schutz zu nehmen, muss ich erwähnen, dass auch sein Kollege manchmal fährt. Vielleicht ist es auch sein Fahrstil…)

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Was dann aber wieder ganz gut ist, wenn der Herr des Hauses in Zürich war, ist sein Mitbringsel. Und wenn da steht: „bitte sofort geniessen.“ dann lasse ich mir das natürlich nicht zweimal sagen.

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Hmmm, die sind ja sogar ohne Schokolade – wie praktisch!! 🙂

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Ok, aus der zweiten Lage musste ich leider ein paar abgeben, aber der Rest war doch wirklich ganz vorzüglich.

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Kommt der Name Luxemburgerli eigentlich von Luxemburg oder davon, dass sie aussehen wie keine Burger? 😜

Und zu guter Letzt noch ein Bild zum Thema „Kunst im Büro“. Man schmeisst so einen dicken Gummi einfach mal auf den Tisch und dann kommt das hier dabei raus:

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Ich wünsche euch eine schöne zweite Wochenhälfte. 🙂

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