der Tag beginnt älter

und zwar genau ein Jahr älter als letztes Jahr zur gleichen Zeit. 🙂

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So sehe ich zum Glück heute nicht mehr aus!!! Was war ich doch für ein niedliches dickes Baby… 😉

Ja, nun sind es also tatsächlich 50 Jahre, die ich schon auf dieser Erde verbringe. Unglaublich, aber wahr.

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Letztes Jahr hatte ich freigenommen an meinem Geburtstag, aber es war mir dann zuhause sooo langweilig, denn was passiert denn den ganzen Tag schon? Die Jungs haben immer Ferien, wenn ich Geburtstag habe, der Herr des Hauses muss arbeiten, ich sass also den ganzen Tag mehr oder weniger gelangweilt herum.

Also wird heute ganz normal gearbeitet, was zur Folge hat, dass die Jungs so um halb sieben vom Herrn des Hauses geweckt werden, damit man mir ein Ständchen singen kann. (stellt euch drei müde Männer mit tiefen, verschlafenen Stimmen vor, wie sie „Happy Birthday“ anstimmen. 🙂 )

Ich werde reich beschenkt und mit vielen, lieben Worten beglückwünscht.

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Später im Büro geht es grad weiter. Wir haben unsere wöchentliche Sitzung (bei der wir nur Frauen sind ausser dem Chef) und auch hier wird gesungen. Wegen des hohen Frauenanteils diesmal etwas melodischer als am Morgen zuhause…

Vom Chef bekomme ich eine Büro-Tasse geschenkt, was sehr praktisch ist, denn er nimmt ja immer meine (Königinnen)Tasse und dafür bekomme ich jetzt also Ersatz von ihm. Sehr clever überlegt.

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Eine norddeutsche Kollegin beglückt mich mit „Kiezmische“, einem Alsterwasser/Radler/Panachée. Wie auch immer. Hamburgisch!! Das finde ich sehr super!

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Viel Süsskram ist natürlich auch dabei…

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Und der Champagner darf auch nicht fehlen. Ich habe heute nur keine Gelegenheit und keine Zeit, den zu öffnen. Ach und am Wochenende ja auch nicht… Na mal sehen, vielleicht am Sonntagabend. Der kommt von einer anderen Kollegin und wartet jetzt im Kühlschrank auf später.

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So ein Madeleine-Blech hatte ich mir gewünscht, aber natürlich nicht erwartet, dass der Herr des Hauses auch grad noch eine Füllung mitschenkt. So ist bewiesen, dass es tatsächlich funktioniert und die Teile echt diese typische Madeleine-Form bekommen. Sehr cool!!

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Als ich nach Hause komme, werde ich telefonisch noch von den Eltern (nacheinander) beglückwünscht und wir kommen fast zu spät zu unserem Abendessen, das heute auswärts stattfindet.

Wir sind nur zu viert, weil Sohn 1 ja immer nur am Wochenende nach Hause kommt, aber er gratuliert über WA, wie noch viele, viele andere, teilweise sogar mit Gesangseinlage!!

Alles in Allem wirklich ein sehr schöner Tag.

Ich habe zum Abschluss einen Espresso getrunken, um kurz vor 22:00 Uhr, wie dumm von mir. Aber das passt so gut nach einem guten Essen. Nun werde ich noch eine Weile wachliegen, aber zum Glück muss ich morgen später arbeiten und brauche keinen Wecker zu stellen.

Ich wünsche euch eine gute Nacht! 🙂

 

der Tag beginnt medizinisch

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8:45 Kontrolltermin im Unispital wegen meines Ohrs beim Professor Doktor Eilig (so heisst er natürlich nicht wirklich…)

Ich bin etwas zu früh, ausser mir sind noch zwei Herren im Wartezimmer und später kommt sogar noch ein dritter.

Um 8:35 wuselt Professor Eilig schon auf dem Gang hin und her und um 8:38, also nur 8 min. vor meinem Termin kommt er Richtung Wartezimmer. Ich bin noch erstaunt, dass er mich tatsächlich VOR der Zeit schon abholen würde, aber ich täusche mich. Es kommt erstmal der andere Herr dran.

Hmm, der hat dann aber nicht viel Sprechzeit, denke ich noch, aber lange muss ich gar nicht grübeln, denn so gegen 8:48 kommt der Professor mit dem Herrn schon wieder zurück und der bekommt alle weiteren Infos am Schalter bei den Assistentinnen.

Und da bin ich auch schon selber dran.

Folgender Dialog findet innerhalb der nächsten 7 Minuten statt:

E: „na, wie geht es Ihnen denn so?“

ich: „ja, eigentlich ist alles bestens, ich denke, eventuell hat sich das Hörvermögen ein bisschen verschlechtert in den letzten Wochen, ich muss jetzt das Headset auf das andere Ohr wechseln, weil ich manchmal die Leute am Telefon zu schlecht verstehe.“

E: „na, dann gucken wir doch mal, vielleicht müssen wir nur ein bisschen putzen…“

Er guckt kurz ins Ohr, saugt drin herum, es zischt ziemlich laut und zack – ist mir auch schon wieder schwindlig. Zum Glück nur leicht und inzwischen weiss ich ja, dass ich einen Punkt fixieren muss und dann wird es wieder besser. Und auch lieber nicht so sehr darauf konzentrieren.

E: „so, das ist alles ganz toll, sieht sauber aus, das Trommelfell ist ein wenig nach innen gewölbt, vermutlich wegen eines leichten Unterdrucks, das könnte auch die Ursache für das schlechtere Hören sein. Machen Sie so oft wie möglich einen Druckausgleich, wenn Sie können, dann sollte das besser werden. Aber wir können in einem halben Jahr auch nochmal einen Hörtest machen. Sollen wir?“

ich: „ja, das wäre sicher nicht schlecht. Und sonst haben Sie keine Auffälligkeiten erkennen können?

E: „nein, es sieht wirklich alles ganz wunderbar aus. Haben Sie Schmerzen?“

ich: „nein, überhaupt nicht.“

E: „haben Sie sonst noch Fragen?“

ich: „ähm, nein, im Moment nicht. Wenn ja alles gut ist…“

E: „genau, also dann sehen wir uns wieder in einem halben Jahr. Machen Sie doch grad vorne einen neuen Termin aus.“

ich: „ja, dann auf Wiedersehen“

E: „Wiedersehen und eine gute Zeit wünsche ich Ihnen.“

Ich gucke auf die Uhr und es ist kurz vor 9:00 Uhr.

Ja, man muss wirklich dankbar sein, dass man wenigstens ein paar Minuten von dieser kostbaren Zeit des Herrn Professors abbekommen darf. Sie mit ihm teilen darf. 🙂

 

Tja, nun bin ich natürlich extrem viel früher wieder raus aus dem Spital als erwartet. Ich überlege, was ich noch machen könnte.

Da es noch nicht angefangen hat zu regnen, fahre ich mit dem Fahrrad schon mal zur Arbeit und stelle es dort in den Veloraum. Zu Fuss gehe ich dann in den nahegelegenen Buchladen, denn ich habe noch einen Gutschein, den ich einlösen könnte. Ich suche lange herum, lese sowohl die Buchrückseite als auch die ersten paar Sätze. Irgendwann werde ich fündig und kaufe „Heimkehr“ von Thomas Hürlimann. Der Autor ist ein Schweizer, der auf das Gymnasium in Einsiedeln gegangen ist. (Was für ein Zufall, liebe M. 🙂 )

Grad gegenüber kaufe ich noch ein paar neue Kaffeekapseln und bekomme sogar eine ganze Packung geschenkt. So geht Kundenbindung. 🙂

Mit meiner Beute setze ich mich ebenfalls wieder ganz in der Nähe in ein Café, denn inzwischen hat es angefangen zu regnen.

 

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Ganz klassisch sitze ich mit einem Cappuccino, einem Buttercroissant und einem Buch am Fenster und mache vieles, nur nicht lesen.  Ich esse, ich trinke den Kaffee, ich beobachte Leute an den Nachbartischen, ich chatte, …. 🙂

 

Bald muss ich zahlen und – wo sonst? – grad gegenüber zur Arbeit gehen. Also Basel ist schon wirklich klein. Alles ist ganz in der Nähe und grad gegenüber. Ich finde das sehr praktisch. 🙂

Im Buchladen habe ich mir auch noch diese schöne Karte gekauft. Es ist ein Gemälde von Edward Hopper, von dem es gerade eine Ausstellung im Beyeler Museum gibt. Da wollten wir VOR Corona mal hin und konnten dann nicht, weil alles zumachte. Zum Glück wurde die Ausstellung verlängert. Vielleicht klappt es ja doch noch.

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Sieht ja fast aus, wie ich 🙂 🙂 🙂

 

Der Nachmittag zieht sich wieder ein bisschen in die Länge. Ich habe immer grad so viel zu tun, dass ich nicht komplett tatenlos bin, aber ich mache lieber etwas langsamer, damit es am Ende schön aufgeht.

Auf dem Nachhauseweg nervt mich mein quietschendes Velo so sehr, dass ich am liebsten abgestiegen wäre. Darum ist es wahrscheinlich auch so anstrengend, den Hügel hinauf zu kommen.

Ich stelle es auf der Terrasse ab und bitte den Herrn des Hauses darum, etwas Öl zu verteilen, dort wo es quietscht. Ich hoffe, er kann herausfinden, wo das ist.

Heute habe ich noch einen letzten Termin als „Dummy“ bei der Akkupresseuse und fahre frisch geduscht – ich – und frisch geölt – das Velo – ein paar Häuser weiter. Das Velo macht kein einziges Geräusch!!! Es ist ein Traum 🙂

Am Abend gibt es dann Falaffel im Teigfladen mit diversen Zutaten wie Salat, Tomaten, verschiedenen Saussen, und, und, und.

Ich verpasse den Moment, nein zu sagen, als es darum geht, wer ein zweites möchte. Oh man, bin ich vollgefressen danach. Die Uhr sagt: „achte auf die Ringe, mach noch ein Training“ aber ich bin zu voll, ich kann mich kaum mehr bewegen….

Es fehlen mir noch 25 min. Training und jetzt ist es schon nach 22:00, aber ich bin abhängig von der Uhr und mache fast immer, was sie sagt…

Vielleicht raffe ich mich gleich noch auf. Für nur 25 min. Morgen ist Samstag, alles nicht so dramatisch, ich könnte ausschlafen. Mal sehen…..

 

P.S.: angeblich ist die Katze heute wieder aufgetaucht. Aber nur ganz kurz und der Herr des Hauses meinte, sie sei sehr müde gewesen, wollte nichts fressen und als er nur kurz in der Küche etwas holen wollte, war sie schon wieder weg. Ich hoffe, sie ist morgen früh auch wieder da…

Grotto Baldoria

 

Am Wochenende waren der Herr des Hauses und ich in Ascona, im Tessin. Und das kam so:

Seit ein paar Jahren sind wir als ganze Familie jeweils über das verlängerte Auffahrt/Himmelfahrt-Wochenende mit 2-4 anderen Familien zusammen unterwegs. Wir mieten eine grössere Hütte und wandern, kochen gemeinsam oder grillen im Wald, die Kinder haben viel Spass miteinander.

Seit ca. 2 Jahren fährt Sohn 1 nicht mehr mit und geniesst es, das Haus für sich zu haben. Also sturmfrei…..

In diesem Jahr nun sollte es zum ersten mal keine Familienausflüge mehr geben, weil inzwischen auch Sohn 2 und die anderen Kinder der anderen Familien nicht mehr mitfahren wollten. Also endet hiermit die Tradition dieser Familien-Kurzferien.

Allerdings hatte sich nicht nur Sohn 1 bereits an die sturmfreie Bude gewöhnt sondern auch seine Freunde, die mit ihm in den letzten beiden Jahren hier immer ein Grillfest (und was nicht sonst noch so….) veranstaltet hatten.

Er fragte uns also vorsichtig, ob wir nicht trotzdem irgendwo hin fahren wollten, er habe schon Anfragen bekommen, ob denn bei ihm wieder sturmfrei wäre….

Tja, wir wurden sozusagen rausgeschmissen. 🙂

Sohn 3 quartierten wir bei einem Freund ein, wo er übernachten konnte. Sohn 2 wurde von Sohn 1 als gleichberechtigt anerkannt und „durfte“ bleiben. 🙂

So machten wir uns also am Samstag Morgen in aller Frühe (alle drei Jungs schliefen noch) auf den Weg zum Bahnhof und fuhren fast 4 Stunden runter ins Tessin.

Wir hatten ein Zimmer in einem kleinen Hotel gebucht, direkt am See, aber so minimalistisch, dass es preislich für uns noch im Rahmen war. Wir wollten dort ja nur schlafen, also waren unsere Ansprüche nicht so hoch. Es war aber tiptop in Ordnung, das Personal sehr freundlich, auch das Frühstück völlig ausreichend. Wir hatten es echt gut.

Wir latschten relativ viel durch den Ort, fuhren noch mit einem Bähnli auf einen Berg Hügel hoch und besichtigten ein altes Kloster.

Für den Abend suchten wir ein kleines Restaurant und der Herr des Hauses fand eine Empfehlung im Internet.

Völlig ahnungslos gingen wir hin. In die Grotto Baldoria.

Schon von Weitem hören wir das Geklapper von Besteck und Geschirr. Wir hoffen, dass es nicht so voll ist und wir noch ein Plätzchen bekommen, immerhin sind wir ja nur zu zweit.

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Ja, tatsächlich, es ist schon sehr voll, dabei ist es erst so Viertel nach sieben oder so. Wir sitzen zu zweit an einem Tisch, an dem auch sechs Leute Platz hätten, aber mal abwarten.

Kaum sitzen wir, kommt schon eine Kellnerin und fragt, was wir trinken möchten. Wir sagen „Wasser und einen Weisswein. Einen halben Liter.“ Sie fragt noch, ob das Wasser mit oder ohne Kohlensäure, dann ist sie schon wieder weg.

Sie kommt mit den Getränken zurück und diesem riesigen Brett mit Salami und einem sehr, sehr scharfen Messer. Dazu gibt es einen Korb mit Brot.

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Das Messer ist fantastisch und ich schneide hauchdünne Scheibchen von der Salami ab. Mega lecker!!!

Während wir noch an der Salami knabbern kommt die Kellnerin schon mit einem neuen Teller. Und wenn man sich so umschaut, sieht man, dass an allen Tischen dasselbe passiert. Alle haben ein Brett mit Salami und diesen Salat auf den Tischen.

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Aha, das ist also das Konzept. Es gibt keine Karte, es wird gegessen, was auf den Tisch kommt und alle bekommen dasselbe Essen.

Inzwischen werden zuerst ein Pärchen und ein paar Minuten später noch zwei junge Frauen zu uns an den Tisch platziert. Man stellt sich vor, prostet sich mit dem Wein zu und auch die anderen Vier bekommen ihre Salami, den Salat und Brot.

Nach der Salami und dem Salat kommt noch eine Platte mit hauchdünn geschnittener Zunge. Wenn man es nicht weiss, kann man es durchaus essen. Schmeckt gar nicht so schlecht. 🙂

Nun sind wir sechs am Tisch synchron, obwohl wir gar nicht zur gleichen Zeit gekommen sind, aber das haben sie phänomenal im Griff. Irgendwie scheint das gesamte Restaurant synchron zu sein. Es öffnet um 19:00 Uhr und dann fangen sie mit Salami und Salat an und wer zuerst da war, wartet jetzt ein bisschen auf die anderen und am Ende sind alle auf dem selben Stand.

Bereit für die Nudeln. Die kommen einfach wie bei Mama in einer grossen Schüssel an den Tisch geliefert und man hält seinen Teller hin (den selben von Anfang an) und bekommt eine Portion geschöpft.

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Hinter dem Kellner läuft eine weitere Kellnerin mit einer Tüte Parmesan-Käse, den sie auf Wunsch auch direkt auf den Teller streut. Alle bekommen den Käse aus der Tüte direkt auf den Teller. Sehr effizient das Ganze.

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Soweit ich es erkennen kann, gibt es keinen Nachschlag, denn der mit der Schüssel kommt kein zweites mal herum. Dafür kommt jetzt wieder eine Kellnerin, nimmt in jede Hand einen Teller, läuft damit in die Küche und kommt mit dem selben Teller wieder zurück. Darauf eine kleine Portion Polenta mit etwas Fleisch und Sauce. (das sah nicht so fotogen aus, daher hier ohne Bild) Kein Gemüse, keine Beilagen, nur Polenta mit Fleisch und Sauce. Aber sehr lecker!!

Danach geht, ähnlich der Salami-Platte, eine Käseplatte herum. Diesmal mit frischen Brettchen statt Tellern. Man schneidet sich vom Käse ab, soviel man mag, reicht das Brett weiter, gern auch an den Nachbartisch.

Inzwischen ist man auch mit den anderen ein bisschen ins Gespräch gekommen, vielleicht auch weil wir alle nochmal Wein nachbestellt haben.

Der Käse wird abgeräumt, ein grosses Blech mit Kuchen wird nun herumgereicht, der schon in keine Vierecke geschnitten ist, sodass man sich einfach ein oder zwei Stück nehmen kann.

Dazu gibt es, wer möchte, noch einen Espresso. Dieser wird zusammen mit ein paar Schnapsgläsern gebracht, denn der darf natürlich auch nicht fehlen.

 

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Auch hier bleiben sie ihrem Konzept der Einfachheit treu und stellen einfach 3 Flaschen Schnaps auf den Tisch. Einen Grappa, einen Limoncello und einen Nuss-Schnaps.

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Und nun kann man einfach einschenken. Mal alles durchprobieren oder bei einem bleiben oder was auch immer. Zu viel sollte man nicht trinken, sonst weiss man am Ende bei der Abrechnung nicht mehr, wieviele Schnäpse man denn nun hatte…. (ging unseren jungen Gästen am Tisch so…)

Ich habe den sehr leckeren Limoncello und einen Grappa probiert. Bin ja sonst nicht so der Schnapstrinker, aber hier passte es als Abschluss eines schönen Abends schon irgendwie rein.

Dann kommt die Kellnerin wieder an den Tisch, man stellt alle Flaschen (Wein und Wasser), die man bestellt hatte zusammen und sie rechnet mit einem kleinen Taschenrechner mit Papierrolle zusammen, was das dann alles so kostet. In der Hand ein dickes Bündel mit Geldscheinen, die sie schon einkassiert hat. So hat sie das Wechselgeld grad parat.

„und wieviele Schnäpse hattet ihr?“

Uns hat der Abend erstaunlicherweise nur 70.- Franken gekostet, was man sonst in einem Restaurant locker für eine Person alleine ausgeben kann. Das Essen hat geschmeckt, es war genug, um satt zu werden und die Stimmung und die Atmosphäre waren sehr schön.

Falls also mal jemand in Ascona sein sollte, kann ich dieses Erlebnis nur empfehlen!!

Den Abend liessen wir am See ausklingen und fielen dann müde in die Hotelbetten.

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Am Sonntag besuchten wir noch einen Markt im nahen Italien und machten uns dann schon wieder auf den Heimweg.

Die Jungs haben wunderbar ohne uns überlebt (grosse Kinder sind echt cool!!), das Haus steht noch, die Katzen sind nicht verhungert, alles bestens! 🙂

 

Schokolade fasten ist cool

 

Es war mir gar nicht bewusst, mit wieviel Schokolade man in den Wochen vor Ostern so konfrontiert wird.

Nicht nur im Supermarkt sondern eher bei der Arbeit, finde ich. Ich denke, viele der Kollegen kaufen sich aus spontanem Gluscht (deutsch: Gelüst?) einen Sack Schokoeier und merken dann zuhause, dass sie das alles lieber nicht alleine essen sollten. Also nehmen sie es mit zur Arbeit.

Und so steht seit ca. 1-2 Wochen jeden Tag irgendwas Österliches, Schokoladiges herum und wird mir sogar teilweise direkt angeboten.

„na, auch ein Schoko-Ei?“ (vermutlich auch hier, damit man nicht alleine essen muss. 🙂 )

Und ich? Ich antworte einfach nur: „ich faste Schokolade, vielen Dank für das Angebot.“ 🙂

Das ist echt cool. Jetzt habe ich erstmal eine Woche frei, da entgehe ich weiteren Versuchungen ganz gut.

Natürlich esse ich weiterhin sonstige Süssigkeiten, wie Gummibärchen oder Kekse, es geht also wie gesagt nicht um’s Abnehmen (das ist eine andere Baustelle…😩).

Wo es mir wirklich schwer fällt, ist beim Wochenend-Frühstück. Ich wechsle wirklich gerne ab. Esse einen Toast mit Marmelade, dann einen mit Nutella, dann Honig, wieder Marmelade, vielleicht noch ein Stück Butterzopf mit Esszett-Schnitten.

Und nun? Marmelade – Honig – Marmelade – Honig ….. Das ist fast ein bisschen fad. Ja, ich habe sicher 4 verschiedene Sorten Marmelade, aber trotzdem. Hier fehlt mir die Schokolade definitiv! Und da freue ich mich am Ende der Fastenzeit auch am meisten drauf. Auf mein geliebtes Nutella-Brot. 🙂

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag. 🙂

so ein fauler fünfter

 

Liebes Tagebuch….

 

Es ist schon verrückt. Wenn ich nicht arbeite, hätte ich soooo viel Zeit. Ich könnte mich ja mal um den Haushalt kümmern, mal die Badezimmer durchputzen, Wäsche waschen, saugen, Böden wischen, das Wohnzimmer aufräumen, damit die Weihnachtsdeko überhaupt zur Geltung kommt, und, und, und.

Aber wenn ein Tag so faul ist, dann ist er faul und da kann ich dann echt nur das Nötigste machen.

Dienstag ist immer Nordic Walking Tag.

Das Wetter war prächtig.

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Ich hatte extra mein Phone (ein 5s übrigens) mitgenommen (zu 78% geladen), weil ich ein paar schöne, Herbst-Morgen-Fotos machen wollte.

Dieses erste Foto konnte ich noch machen, aber schon beim zweiten, wunderschönen Motiv, machte es „Plopp“ und das Phone war aus.

Bei kühleren Temperaturen, es müssen nicht mal Minusgrade sein, stürzt es komplett ab, schaltet sich aus, behauptet, der Akku sei leer. Heute Morgen waren vielleicht 1-2° Grad. Plus! Es hat ca. 5 Minuten in der Kälte ausgehalten, dann war es vorbei.

Das ärgert mich massiv!

Nach dem Walken, lag zufällig noch ein Sandwich, dass einer von den Jungs oder der Herr des Hauses vergessen hatte, auf dem Tisch, sodass ich schnell was essen konnte, dann unter die Dusche und ab in den Supermarkt.

Wocheneinkauf.

Zuhause dann schnell eine Pizza gezaubert, Sohn 3 kommt in dem Moment nach Hause, als ich die Pizza in den Ofen schiebe.

Wir essen gemeinsam.

Meine Pläne für danach waren ursprünglich (also gestern oder so):

  • Wäsche machen (zusammenlegen und eine neue Maschine anwerfen)
  • ein paar Plätzchen backen
  • saugen
  • die Küche aufräumen, Boden wischen

Gemacht habe ich davon gar nichts. Ich habe statt dessen einen Kaffee getrunken, oder auch zwei, habe ein bisschen auf dem Sofa gechillt, mit dem Herrn des Hauses telefoniert (jemand hat meine email gehäckt!!), Katzen gefüttert, meinen Kurs von heute Abend vorbereitet.

Naja, wenigstens nicht gar nichts gemacht. 🙂

Sohn 1 und 2 sind inzwischen zuhause, Sohn 3 macht heute Abend ein Schnuppertraining im Badmintonclub vom Nachbardorf und ich gehe noch für einen Kurs in die Sprachschule. Sohn 2 geht noch ins Training.

Wenn ich wieder nach Hause komme, werde ich vielleicht nur einen Joghurt essen (ich sage nur „Toffifee“…..) und mir dann die heutige, aufgenommene Folge von „Wilder“ anschauen, die ich in Echtzeit immer um ca. 30 min. verpasse, weil ich erst gegen 20:30 nach Hause komme. Darum muss ich sie aufzeichnen.

Danach lesen und dann schlafen. Ende.

Morgen ist dann wieder mehr Action, weil mehr Arbeit.

Euch allen eine schöne Woche und eine schöne Adventszeit.

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