Liebe Autoren, oder Lektoren

 

ich habe mir gestern 2 neue Bücher gekauft, weil ich nach einigen Kindle-Editionen auf dem iPad mal wieder ein richtiges Papierbuch in den Händen halten wollte.

Das eine ist „Neujahr“ von Juli Zeh und das andere „Königskinder“ von Alex Capus.

Mit Juli Zeh habe ich gestern Abend angefangen, es liest sich sehr gut und als ich es jetzt gerade weiterlese, kommt auf Seite 61 (bereits?!?) die obligatorische Stelle, die irgendwann immer kommt – kommen muss: „Henning umklammert die Lenkstange, die Knöchel treten weiss hervor.“

In den letzten Jahren habe ich, glaube ich, kein einziges Buch gelesen, in dem sich nicht irgendwann ein Protagonist irgendwo so sehr festhalten, oder etwas umklammern muss, dass seine Knöchel weiss hervortreten. Kein einziges Buch ohne dieses Bild. Meistens ist es das Lenkrad im Auto, ein Türgriff aber eben auch die Lenkstange des Fahrrads ist offensichtlich ein mögliches Objekt, um die Knöchel erweissen zu lassen.

Ja, liebe Autoren oder Lektoren, das ist tatsächlich so, wenn man etwas sehr fest greift, dann kann es passieren, dass der Blutfluss etwas abgeklemmt wird und die Haut um die Knöchel die Farbe wechselt.

Aber muss man das denn JEDESMAL genau so beschreiben? Gibt es keine andere Möglichkeit? Man könnte doch zum Beispiel schreiben: „Henning umklammert die Lenkstange, er spürt beinah das kühle Metall unter dem Gummi der Griffe.“ oder „Henning umklammert die Lenkstange, sein Griff ist so fest, als ob sein Leben daran hinge.“ Was weiss denn ich, ich bin ja nicht der Autor, aber irgendetwas wird es doch wohl geben, um diesen abgelutschten Satz zu ersetzen!

Meine Mutter ist, soweit ich weiss, auch schon viele Jahre von diesem Satz genervt. Ich habe ihn noch eine Weile ignoriert, aber inzwischen warte ich ja schon auf diesen Satz und wäre fast enttäuscht, wenn er nicht irgendwann auftauchen würde.

Möglicherweise ist dieser Satz also schon sehr, sehr lange in Gebrauch. Vielleicht hat auch schon bei Göthe oder bei Shakespear jemand weisse Knöchel bekommen. Das könnte ja mal jemand recherchieren. 😉

So, das wollte ich einfach mal loswerden. Und jetzt werde ich natürlich trotzdem weiterlesen. Die Knöchel-Stelle ist ja vorbei, jetzt kann ich mich wieder entspannen. 🙂

Ein schönes Wochenende wünsche ich euch.

 

Advertisements

Ohren-Update

Es gibt mal wieder Ohren-News. Gestern hatte ich einen weiteren Kontrolltermin beim Herrn Professor, der inzwischen aus dem Urlaub wieder zurück ist.

Der letzte Termin bei ihm war ja nicht so berauschend gewesen (ich habe hier darüber geschrieben), dazwischen hatte ich den Termin beim Lieblingsarzt, bei dem mir übrigens auch wieder schwindlig wurde, der die Tamponade endgültig entfernte und gestern nun also wieder Kontrolle beim Professor.

Schon sein Gang war diesmal viel ruhiger. Statt eiligen Schrittes heranzurauschen schlenderte er nahezu durch den Spitalgang ins Wartezimmer, um mich mit in sein Behandlungszimmer zu nehmen.

„So, dann wollen wir mal gucken.“ „Wie geht es Ihnen?“ und so weiter, ich berichtete ein bisschen über das Befinden, das Ohr, die Geräusche, die ich ab und zu im Ohr habe, das Rauschen, den immer noch fehlenden Geschmack und dass es mir aber im Grossen und Ganzen wirklich sehr sehr gut geht.

Er sass zurückgelehnt auf seinem Stuhl, beantwortete ausführlichst meine Fragen, lächelte, wartete wieder auf eine neue Frage und liess mir alle Zeit der Welt. Also kurz gesagt: er war sowas von tiefenentspannt, es war unglaublich!

Ins Ohr guckte er nur ganz kurz rein, fand es super, alles bestens verheilt, keine „falsche“ Vernarbung oder sowas, alles sitzt gut und fest da wo es sein soll. Bei mir: kein Schwindel!! Yeah!!

Alles andere wird sich im Laufe der Zeit normalisieren. Rauschen, Schmecken und so.

Am Ende fragte er noch ein letztes Mal, ob ich wirklich keine weiteren Fragen mehr hätte und mir fiel tatsächlich nichts mehr ein, was ich noch hätte fragen können. 🙂

Wow, das waren zwei komplett verschiedene Menschen. Der von gestern und der von vor 4 Wochen.

Ich sagte ihm noch, dass das ein sehr angenehmer Termin gewesen sei und er entschuldigte sich nochmal für den Stress, den er beim letzten mal hatte. Also sind wir wieder im Reinen, alles ist gut. 🙂

Jetzt habe ich Pause bis Januar, wo es einen Hörtest geben wird. Da bin ich dann so richtig gespannt. Solange diese Tamponade im Ohr war, habe ich natürlich so gut wie gar nichts gehört auf der linken Seite. Dann habe ich bis gestern jeden Tag Ohrentropfen ins Ohr geträufelt und erst ab jetzt kann ich mir vorstellen, dass ich immer besser und besser werde hören können mit dem Ohr.

Es wird nicht mehr so gut hören können wie das rechte, aber es sollte trotzdem besser hören als vorher. Das Wichtigste ist jedoch: diese Entzündung ist weg. Und bleibt es hoffentlich auch. Das wird dann regelmässig kontrolliert, mit MR-irgendwas (MRT oder MRI?) in ca. 2-3 Jahren.

Also Ende gut – Alles gut. 🙂

 

Hallo Tagebuch

 

Wie es aussieht, schreibe ich fast nur noch am 5. eines jeden Monats. Tja nun. Vielleicht kommen auch wieder spannendere Zeiten und ich habe wieder öfter und mehr zu berichten. 🙂

Frau Brüllen will’s wie immer wissen und ab 18:00 Uhr kann man bei ihr die zahlreichen Tagebücher von den anderen Bloggern lesen.

Heute also:

ich schlafe bis ca. 6:00 Uhr. Das ist nicht schlecht, denn bisher war ich meistens gegen 4:00 oder 4:30 Uhr wach. Ich weigerte mich konsequent die umgestellte Zeit zu akzeptieren.

Als erstes starte ich eine Waschmaschine mit Sportsachen. Danach räume ich die Spülmaschine aus und erst dann koche ich mir den obligatorischen Kaffee und esse mein Müsli.

IMG_2166

Nach dem Essen räume ich die Waschmaschine wieder aus und hänge alles wegen Platzmangel in der Waschküche im Wohnzimmer auf.

Da der Herr des Hauses heute nach Zürich muss, ist er schon gegen 7:00 Uhr aus dem Haus. Sohn 3 nimmt um 7:12 den Bus und Sohn 1 ist sehr dankbar über die gewaschenen und aufgehängten Sportsachen, merkt dann aber, dass die noch feucht sind. Also föhnt er sich die eine Hose, die er heute dringend braucht, noch schnell trocken. (wir haben eben keinen Trockner)

Ich mache mir noch ein Käsesandwich für heute Mittag und während ich meine Trinkflasche mit Wasser fülle, denke ich so, dass heute spontan viel Zeit für eine Sport-Einheit wäre. (mein Einzelschüler hat nämlich für heute abgesagt und ich fange erst um 10:15 Uhr an zu arbeiten)

Also schnell umgezogen, die Wasserflasche mit nach oben genommen und das Video gestartet. Seit Jahren immer das selbe. 🙂

Bauch, Beine, Po.

IMG_2168

ja, ich schlafe in einem Flexa-Kinderbett. Das hat sich nun mal so ergeben…. 🙂

Dann ab in die Dusche, halb anziehen, noch schnell eine Bluse bügeln, die ich heute tragen möchte, und nun schreibe ich diesen Beitrag.

In 20 min. kommt mein Bus, ich werde mir noch die Haare föhnen und dann könnt ihr leider erst am Abend weiterlesen, denn ich arbeite bis 19:00 und werde erst gegen 20:00 Uhr zuhause sein. (mein Bus fährt abends nämlich nur noch alle 30 min. und braucht auch ca. 30 min. bis nach Hause und ich verpasse ihn immer grad.)

Also dann, bis später 🙂

 

20:40 Uhr: so, der Tag ist mehr oder weniger zu Ende.

Ich war von 10:15 bis 19:30 in der Schule. Dort habe ich mich um die Ferienvertretungen gekümmert, die seit Tagen niemand machen will, konnte leider nur teilweise die Kurse abdecken, habe Blumen für die krankgeschriebene Kollegin bestellt, dann habe ich eine kurze Mittagspause gemacht, bestellte Kursbücher vom Buchladen abgeholt, mails beantwortet, viele Telefonate geführt, einen Kurs von heute Abend abgesagt (die Ehefrau des Kursleiters rief ca. 90 min. vor Kursbeginn an, um mitzuteilen, dass er krank sei, so Magen-Darm-Kram), alles für morgen vorbereitet und dann die Türen abgeschlossen und die Schule verlassen.

Mit dem Bus kam ich um 20:00 Uhr zuhause an, wo zum Glück schon die Pizza wartete, die Sohn 2 gemacht hatte.

Alle waren zuhause. Wir konnten alle 5 zusammen essen, was ja nicht immer selbstverständlich ist.

Nun haben sich alle schon wieder verzogen, ich werde noch die Kerzen und die Holzzahlen hervorkramen, denn morgen wird Sohn 1 seinen 20. Geburtstag feiern. Krass, zwanzig !!!!! Er ist also kein Teenager mehr. 🙂

Heute war es wirklich nicht so dolle, was ich erzählen konnte. Auch keine Bilder mehr. Aber ich habe immerhin den guten Vorsatz, wieder öfter mal zu schreiben. Das wird schon. 🙂

Merci für’s Lesen auf jeden Fall !

 

 

 

und jetzt habe ich einen Ohrwurm….

Haha, Wortwitz, aber es hat tatsächlich gar nichts mit meinem Ohr zu tun. 🙂

Ich habe einen echten musikalischen Ohrwurm. (mehr zu meinem Ohr gibt’s vielleicht ab Mittwoch. Mal sehen. )

Tequila

Tja, dieses hochanspruchsvolle Lied wird hier wirklich ganz aussergewöhnlich performed.

Und wenn ihr jetzt auch einen Ohrwurm habt: gern geschehen 🙂

Ich wünsche euch noch einen guten Start in die Woche. Die Herbstferien sind vorbei, der Alltag hat uns wieder.

Seinen Ruf wieder hergestellt

Das ganze Wochenende beschäftigte mich dieser merkwürdige und unglaublich hastige Termin beim Herrn Professor vom Freitag.

Zunächst war ich nur verwundert, dass tatsächlich schon alles wieder vorüber gewesen sein soll und ich da nach nicht mehr als 7 Minuten bereits wieder draussen war.

Dann wechselte das Gefühl zu Empörung, was dem Arzt denn überhaupt einfällt, mich so zu behandeln, mich da einfach so liegen zu lassen mit meinem Schwindel, während er sich irgendwo hinter mir, ausserhalb meines Blickfeldes, mit seinem Computer beschäftigt. Fehlte bloss noch, dass er mit den Fingern trommelt, damit ich mal vorwärts mache.

Irgendwie wurde ich immer wütender.

Nach Gesprächen mit dem Herrn des Hauses und einem Telefonat mit meiner Mutter, entschied ich, ihm eine mail zu schicken, denn es waren noch Fragen offen, die ich bei seiner Ungeduld gar nicht mehr gewagt hatte zu stellen.

Ich schrieb die mail am Sonntag Nachmittag. Höflich aber deutlich schrieb ich ihm, dass das am Freitag ja doch ziemlich hastig gewesen sei und ich gar keine Gelegenheit gehabt hätte, meine Fragen zu stellen. Er sei ja bereits mit der Hand an der Türe gewesen, während ich noch nicht einmal wieder richtig vom Behandlungsstuhl aufgestanden gewesen sei. (Hoch lebe der Konjunktiv!!! Fehler könnt ihr gerne behalten 🙂 )

Ich bat ihn, mir meine Fragen per mail zu beantworten, in der Hoffnung, dass er in den nächsten Tagen (ich wollte ihn ja nicht hetzen) ein paar Minuten Zeit finden würde.

Dann listete ich meine Fragen auf und am Ende schrieb ich noch, dass ich eigentlich am Freitag noch gern gesagt hätte, wie zufrieden ich bisher mit allem wäre. Die Narbe ist gut verheilt, ich habe keine Schmerzen, usw.

Am Ende wünschte ich ihm eine hoffentlich stressfreiere Woche als es die letzte möglicherweise gewesen sei.

So, abgeschickt.

Heute Morgen um 7:00 !! (hoppla, im Spital geht es früh los!!) bekomme ich eine Antwort.

Er entschuldigt sich für die Eile, es wäre wirklich sehr viel los gewesen und ab morgen sei er dann auch noch im Urlaub. Gerne würde er aber meine Fragen beantworten. Und das macht er dann auch sehr ausführlich und verständlich und ich weiss jetzt Bescheid und bin sofort wieder milde gestimmt.

Ein paar Minuten warte ich noch, dann schicke ich ihm eine Antwort, danke für die ausführlichen Antworten und ich nehme die Entschuldigung an. Er soll sich mal gut erholen in seinen Ferien.

Und wieder ein paar Minuten später bekomme ich sogar noch ein „vielen Dank“ wieder zurück.

Na also. Geht doch! Da hat er ja gerade noch die Kurve gekriegt. Ich bin wieder im Gleichgewicht und bin ganz entspannt bis zum nächsten Termin mit Dr. Lieblingsarzt.

Was allerdings nicht ganz so befriedigend war, ist die Antwort auf die Frage nach meinem Geschmacksnerv, die ich ihm gestellt hatte.

Ich wollte wissen, ob der Nerv womöglich bei der OP durchtrennt wurde oder hoffentlich nur gereizt und wie lange das so dauert, bis er sich wieder erholt hat.

Die Antwort war, dass bei dieser Art OP ein Nerv sogar durchtrennt werden MUSS, damit sicher die ganze Entzündung, die dort im Ohr war, entfernt werden konnte.

Wie er sagt, würden allerdings andere Nerven die Übertragung des Geschmacks übernehmen. Das kann aber mehrere Wochen bis Monate dauern ….

Sehr, sehr faszinierend das alles. Der Körper ist echt ein Wunder!! Hier kann man etwas wegnehmen und es funktioniert trotzdem (Hören ohne Hammer und Amboss), dort kann man etwas durchtrennen und einfach ein anderer Nerv übernimmt die Arbeit und wieder woanders wächst das, was entfernt wurde einfach nach.

Kinder, immer schön fasziniert bleiben, es lohnt sich!!

Ich glaube, wenn meine Noten nicht so schlecht gewesen wären damals, ich hätte vielleicht Ärztin werden sollen. 🙂 (Scherz!)

 

Liebes Tagebuch…

Heute ist nun mein grosser Tag bei Professor, Dr. B.! Aber immer schön der Reihe nach.

Frau Brüllen, die übrigens gerade auf Malta herumschwirrt, will wieder wissen, was wir alle so den ganzen Tag machen. Ab 18:00 Uhr kann man hier alle Tagebücher lesen. 🙂

Ich wache schon so gegen 5:00 Uhr auf. Gegen 5:30 Uhr gebe ich den Versuch, wieder einzuschlafen auf und checke mal meine mails. Oh, ich bin ziemlich heftig für die Aufsicht und mündliche telc-Prüfung-Abnahme Ende Oktober eingeteilt, die an unserer Sprachschule stattfindet. Hui, das wird anstrengend.

So gegen 6:00 stehe ich auf und kümmere mich erstmal um die Tiere.

IMG_2127

die einen liebe und füttere ich ….

die anderen liebe ich eher weniger ….

IMG_2128

es ist dieses Jahr echt ein Plage!

 

Dann räume ich die Spülmaschine aus und mache den Ofen an. Es sind Ferien und da gibt es nicht das 0815 Müsli-Frühstück sondern Aufbackbrötchen.

Auch wenn es im Moment wegen fehlendem Geschmack links nicht soooo berauschend schmeckt, gönne ich mir die Schokolade. Es sind die Gewohnheiten…..

 

IMG_2129

Die Mandarinen Konfitüre schmeckt aber sehr gut. Ich esse sie rechts. 🙂

 

Ausser mir ist bisher nur der Herr des Hauses noch aufgestanden. Es sind ja Ferien, also muss ich mit den Jungs nicht vor 10:00, eher sogar nicht vor 12:00 rechnen.

Der Herr des Hauses muss los und tröpfelt mir noch schnell die obligatorische Medizin ins Ohr. Ich hoffe sehr, dass das dann ab heute vorbei ist, aber sicher bin ich nicht.

IMG_2131

Dann gammel ich noch ein bisschen auf dem Sofa herum, geniesse diese Ruhe am Morgen und freue mich über die Sonne, die so langsam ins Wohnzimmer kriecht.

Um kurz nach 9:00 Uhr gehe ich mal duschen. Vorher separat Haare waschen. Das ist momentan auch nicht so lustig, denn das Ohr darf nicht nass werden….

Vom Spital gab es diesen Tipp:

IMG_2132

Ähm ja. Wenn es grad passte, konnte mir der Herr des Hauses Hilfe leisten, aber manchmal, wie z.B. heute Vormittag, muss ich mir selber helfen. Ich hocke vor der Duschwanne und es ist nicht bequem. Aber letztendlich sind die Haare gewaschen und auch wieder ausgespült und ich kann mit dem Handtuch-Turban unter die Dusche. So ist das Ohr auch wieder geschützt.

Puh.

Darauf gönne ich mir erstmal ein zweites Frühstück. 🙂

Mein Termin ist um 11:30 Uhr, wer weiss, wann ich das nächste mal wieder etwas zu essen bekomme?

IMG_2134

Katze immer dabei. Mit coolem Blick…..

 

Um 10:00 Uhr – oh Wunder – steht Sohn 3 auf. Er hätte sich einen Wecker gestellt sagt er. Hm, warum? In den Ferien? Ich bekomme darauf keine Antwort. Er frühstückt und ich schreibe diesen Text hier.

In einer halben Stunde fährt mein Bus. Leider fährt der nur alle 30 min., daher werde ich viel zu früh dort sein, aber einen Bus später wäre ich zu spät. Blöd.

Jetzt also mal die Haare trocknen, alles Wichtige einpacken und dann los.

**************************

Wie gesagt, fährt der Bus nur alle halbe Stunde. Da sind wir hier schon ziemlich am A… der Welt. Aber immerhin kommt er, wenn morgens die Leute zur Arbeit/Schule und mittags und abends wieder nach Hause fahren, alle 15 min.

IMG_2135

 

Ich steige eine Station früher aus und kann so die Zeit, die ich zu früh bin, ein bisschen ausgleichen. Beim Spazieren entdecke ich diese Beeren und sie erzeugen sofort einen Flash-Back in meine Kindheit, wo ich mit den Grosseltern jeweils diese Beeren gesammelt habe, wenn wir unterwegs waren.

Sie warfen mir die Beeren dann sozusagen vor die Füsse (wie Perlen vor die Säue… 🙂 ) und ich trat drauf. Das gab dann (fast) jedes mal einen kleinen Knall. Darum hiessen die auch immer Knallbeeren. 🙂

IMG_2136

die habe ich wirklich schon ewig nicht mehr gesehen!!

 

So, mit nur 6 min. Wartezeit werde ich dann also vom Herrn Professor aufgerufen und er soll mir die Tamponade aus dem Ohr holen, checken, ob alles gut ist und dann entscheiden, wie es weitergeht.

„Na, wie geht es Ihnen?“

Ich muss ein wenig zögern mit meiner Antwort, denn ich bin doch ziemlich nervös, ob ich diesmal ohne Ohnmacht hier rauskomme oder nicht. Er weiss aber Bescheid, lächelt und versucht mich zu beruhigen.

„Das kann mal passieren, aber heute machen wir nur schnell das Teil raus, da passiert gar nichts, alles wird gut.“ oder so ähnlich.

Tatsächlich macht er recht kurzen Prozess, zieht kräftig an dem Teil, es macht „schlupp“ und das Ding ist draussen.

„Also, das sieht ja schon sehr gut aus, aber es braucht doch noch ein bisschen mehr Zeit für die Heilung. Aber es sieht wirklich sehr gut aus. Wir machen trotzdem noch einmal für 2 Wochen eine neue Tamponade rein.“

Eine kurze Hörprobe mit der Stimmgabel, etwas putzen, absaugen und dann soll ich den Kopf wieder sehr schräg legen, er tropft etwas ins Ohr, steckt einen neuen Stöpsel rein und …..

…. mir wird’s schon wieder schwindlig.

Sehr ähnlich wie beim letzten mal, aber nicht ganz so heftig. Der Arzt hingegen bleibt ganz cool.

„Soll ich den Stuhl ein bisschen nach hinten kippen? Das geht gleich vorbei.“

Ich denke nur, dass das die andere ja auch gesagt hatte und dann war es aber überhaupt nicht gleich vorbei.

Ich liege nun so halb und alles dreht sich. Fühle mich ein bisschen wie auf einem Karussell… Aber: mir wird nicht schlecht, ich bleibe anwesend, es geht wirklich langsam vorbei. Ich fixiere irgendsoein Gerät, das von der Decke hängt und der Schwindel wird langsam immer weniger und weniger. Der Arzt hatte Recht!!!

Er scheint mir allerdings fast schon ein bisschen ungeduldig, als wolle er sagen, „wollen Sie jetzt nicht mal langsam wieder aufstehen?“

Er sagt es natürlich nicht, er bleibt sehr höflich, ist aber bereits an der Tür, als ich mich dann endgültig wieder erhoben habe.

Hm, was soll ich nun davon halten? Der Herr Professor hat einfach keine Zeit für so Kinkerlitzchen? Er ist ein absoluter Profi bei der Operation, aber menschlich…. hmm.

In zwei Wochen soll ich einen neuen Termin machen, leider sei er selber dann aber gerade im Urlaub, ob es mir etwas ausmache, wenn es bei jemand anderem wäre.

„Ach, öhm, nein, überhaupt nicht, das ist gar kein Problem.“ Ich darf mich jetzt nur nicht zu deutlich freuen…. „Könnte das nicht Dr. ‚Lieblingsarzt‘ machen?“

Tja, und so habe ich wider Erwarten doch noch einen Termin bei meinem Lieblingsarzt gewonnen. Juhu! (der denkt jetzt hoffentlich nicht, ich stalke ihn….)

Letztendlich habe ich keine einzige meiner Fragen gestellt. (die bekommt dann der Lieblingsarzt ab…) Aber naja, ich hatte gehofft, dass es keinen neuen Ohrstöpsel gibt und dann wären die Fragen tatsächlich wichtig gewesen. So bleibt ja nun im Grunde alles wie gehabt.

Wieder zuhause (es ist ca. 13:00 Uhr und weder Sohn 2 noch Sohn 1 sind aufgestanden….) esse ich eine Banane und einen Joghurt. Es ging ja viel schneller als befürchtet und so habe ich noch gar keinen Hunger.

So völlig satt versuche ich, einen Essensplan für’s Wochenende zu kreieren. Das ist nicht so einfach….

Am Samstag vielleicht das hier:

IMG_2139

 

Am Sonntag dann dieses:

IMG_2140

Für heute Abend könnten wir Lasagne machen.

Die Söhne stehen nun langsam auf. Sie frühstücken um 13:30 miteinander.

Sohn 1 muss dann noch eine Salbe aus der Apotheke holen und fährt mit dem Fahrrad los.

Ich schreibe ein bisschen am blog weiter.

Nach wenigen Minuten bekomme ich eine Nachricht, dass Sohn 1 das Rezept liegen gelassen habe. Genius!!

Obwohl ich hier noch gar nicht fertig bin, packe ich also meine Einkaufstaschen und fahre zu Sohn 1, der zum Glück in der Apotheke im Einkaufszentrum auf mich wartet.

Gerade noch rechtzeitig denke ich daran, selber das Rezept mitzunehmen….!! 🙂

Wir treffen uns vor dem Lift und gehen dann jeder unserer Wege.

Wieder zurück lade ich die Taschen aus, lade 2 Säcke mit Altkleidern ins Auto und bringe die noch schnell zur Sammelstelle.

Allerdings sind beide Container so voll, dass mir beim Öffnen der Klappe fast ein paar alte Schuhe und ein Kleidersack entgegenfallen. (ich werde eine mail an die Gemeindsverwaltung schreiben)

So und nun ist es schon nach 16:00 Uhr, ich bin wieder zuhause, habe wenigstens schon mal die Sachen für den Kühlschrank ausgeräumt und gönne mir jetzt erstmal ein Z’Vieri.

**********************

So, und nun noch der Schluss des heutigen Tages.

Von 16:00 bis 18:00 Uhr mache ich eigentlich gar nichts. Ich lese ein bisschen auf dem Sofa, trinke meinen Kaffee und esse ein Snickers, das aber logischerweise wieder nur fad schmeckt. Ich muss mich mehr darauf konzentrieren, nur rechts zu kauen, dann geht es einigermassen.

Sohn 2 ist noch auf den Sportplatz gegangen und hat mit ein paar Kumpels gekickt.

Die Katze gesellt sich zu mir auf’s Sofa. Sie ist die, die lieber neben mir als auf mir drauf liegt. Aber immerhin eine Pfote zur Sicherheit ist auf meinem Bein. 🙂

IMG_2144

Die vom Frühstück ist die, die lieber komplett auf mir liegt und jegliche weitere Tätigkeit unterbindet.

So gegen 18:00 fange ich an, die Lasagne zu machen. Das geht rechts fix, ich habe nämlich eine Fertig-Béchamel-Sauce gekauft, ich faule Socke.

Ich schreibe in den Familien-Chat, dass es in 25 min. Essen gibt. (Früher hatten wir dieses Wind-Glocken-Spiel, also das haben wir immer noch, aber wenn die Jungs mit Kopfhörern in ihren Zimmern sitzen, hören sie den gar nicht.)

Wir essen zu viert, weil es dem Herrn des Hauses leider zeitlich nicht reicht, pünktlich zum Essen hier zu sein.

Anschliessend räume ich die Küche ein bisschen auf, wasche die grossen Sachen ab und räume den Rest in die Spülmaschine.

Jetzt lasse ich den Tag noch ein bisschen ausklingen, lese vielleicht schon mal das eine oder andere Tagebuch der anderen und spät werde ich, falls ich dann noch wach bin, die NDR Talkshow angucken. Moritz Bleibtreu wurde für heute Abend angekündigt. Den würde ich gern sehen.

Und zum Schluss noch: Suche die Katze:

Nach fast 6 Jahren hat sie sich plötzlich dieses Plätzchen ausgesucht. Ist schon komplett flachgelegen alles dort im Gebüsch….

Also, dann wünsche ich euch allen ein schönes, nochmal sonniges Wochenende und bedanke mich ganz herzlich für’s Lesen. 🙂

 

Von Käfern, Schokolade, Tiefkühlern und Rauchmeldern

 

Zuerst mal der Käfer. Heute Morgen gegen 6:30 entdeckte ich an der Decke des Wohnzimmers einen sagen wir mal tennisballgrossen Schatten, der sich kreisförmig bewegte.

Relativ schnell war mir klar, dass die Lampe wohl die Lichtquelle sein musste. Und tatsächlich, da krabbelte ein Käfer munter auf der Lampe herum und warf diesen Schatten.

Da ich aber gerade beim Frühstücken war, machte ich erstmal gar nichts und vergass dann den Käfer.

So gegen 10:30 sass ich auf dem Sofa mit Blick direkt auf diese Lampe, die inzwischen aber aus war. Trotzdem bewegte sich da aber etwas und bei genauerem Hinsehen, stellte sich das Etwas als eben der Käfer vom Morgen heraus.

Oh je, der Arme, der war jetzt schon 4 Stunden immer im Kreis gelaufen und hat nicht gecheckt, dass er sich auf einer Lampe befindet.

Ich erlöste ihn von seinem endlosen Lauf und setzte ihn in den Garten.

 

IMG_2123

die Lampe wird demnächst mal entsorgt, von innen sieht sie noch übler aus….

Doch, das war noch gar nicht das Ende der Geschichte.

So um 12:30 heute Mittag kommt Sohn 1 ins Wohnzimmer und erzählt mir, wie er gestern Abend , bla, bla, ein Schatten an der Decke… bla bla, und so weiter….

Von wegen 4 Stunden im Kreis gelaufen. Der lief die ganze Nacht durch, der Käfer!!!!

 

Seit dieser Ohrenoperation ist mir ja der Geschmackssinn auf der linken Seite abhanden gekommen. (Am Freitag werde ich mal fragen, ob und wann der wieder zurückkommt.)

Das hat zur Folge, dass gewisse Sachen merkwürdig schmecken. Unter anderem schmeckt Apfelsaft sehr komisch, Kaffee allerdings wie immer. Reines Leitungswasser schmeckt irgendwie salzig.

Was aber eigentlich gar nicht so schlecht ist: Schokolade schmeckt überhaupt nicht mehr. Am Wochenende esse ich aus Gewohnheit noch mein Nutellabrot, aber das muss ich sehr konsequent auf der rechten Seite kauen, damit ich überhaupt den Schokoladengeschmack bemerke.

Zwischendurch gelüstet es mich durchaus nach Schokolade, aber dann denke ich an den nicht vorhandenen Geschmack und habe keine Lust mehr drauf.

Aus diätischer Sicht ein ganz toller Vorteil. Ansonsten eher so naja. 🙂

 

Vor ein paar Wochen piepte unser Tiefkühler Alarm. Wir drückten einen Knopf, den man gemäss Bedienungsanleitung in diesem Fall drücken soll und er war wieder ruhig. Dann piepte er aber nach ein paar Tagen wieder. Und so ging es immer hin und her, bis ich mal beim Hersteller anrief.

Eigentlich dachte ich, die schicken grad mal jemanden vorbei, aber nein, sie baten mich, erstmal die Temperatur zu messen in dem Moment, wenn er alarmt.

Hm, bis wir ein Thermometer aufgetrieben hatten, dass bis -20° misst, vergingen ein paar Tage, in denen der Tiefkühler immer mal wieder piepte.

Dann konnten wir das erste mal messen und siehe da: -13°. Das ist für Tiefkühler zu wenig. Oder zu viel besser gesagt. Also zu warm.

Nach Drücken des obligatorischen Knopfes, sank er aber wieder auf -19° ab.

So konnte ich also wieder beim Techniker anrufen, diese Werte durchgeben, Seriennummer und den ganzen Kram und bekam einen Termin für gestern.

Doch im Laufe des Vormittags rief der Techniker an und fragte, ob es mir etwas ausmachen würde, wenn er doch nicht komme, viel würde er gar nicht sehen können und wenn der jetzt gar nicht piept im Moment, dann sollten wir den doch vielleicht einfach mal abtauen und dann wieder schauen, ob er überhaupt noch alarmt.

Aha.

Wollen die nicht zu uns kommen? Warum nicht?

Tja, also essen wir jetzt mal den ganzen Mist aus dem Tiefkühler auf und tauen ihn dann mal ab.

Interessanterweise hat er seit wir das Thermometer drin haben, gar nicht mehr alarmt…… ist wie beim Arzt, wo dann plötzlich alle Symptome weg sind, wenn man im Wartezimmer sitzt.

 

Was auch noch fröhlich in unserem Haus herumpiepste war ein Rauchmelder. Der gab aber nur eine Warnung ab, dass seine Batterie demnächst mal leer sein würde.

Das Geräusch muss man sich so wie ein ganz kurzes, aber sehr lautes „Pick“ vorstellen.

Da das nur ganz, ganz kurz „Pick“ macht, kann man den Rauchmelder gar nicht so einfach orten. Kam das jetzt von oben oder von unten?

Wir suchten das ganze Haus ab. So viele Rauchmelder sind gar nicht mehr da, die sind nach und nach ausgefallen und warten auf Ersatz, der noch nicht da ist.

Also so schwer kann das doch nicht sein, so einen Rauchmelder zu finden!

Nach einem Tag erfolgloser Suche, hatten wir immerhin schon herausgefunden, dass er irgendwo unten sein muss.

Sohn 1 sagte, in seinem Zimmer nicht. Auf der Treppe ist kein Rauchmelder.

Das macht einen fast wahnsinnig, immer dieses „Pick“ und dann weiss man trotzdem nicht, wo er ist.

Dann stand ich in der Waschküche und es machte sehr laut und nah „Pick“!!

Hier musste er sein! Aber wo? Ich drehte und wendete mich, schaute in alle Ecken und auch auf dem Boden und an den Wänden. Nichts. Hä??

Erst nach weiteren Stunden, man muss ja auch immer auf das nächste „Pick“ warten, um wieder orten zu können, hatte ich ihn endlich, endlich gefunden. Er hing direkt in der Mitte der Waschküche, also direkt über mir an der Decke. So weit senkrecht nach oben hatte ich nicht geschaut….

So, und jetzt muss ich los. Ich muss mir noch ein bisschen die Zeit vertreiben mit einem Privatschüler und mit Einkäufen.

Noch 4 Tage (inkl. heute) bis Freitag!!!

 

Vorherige ältere Einträge