und jetzt habe ich einen Ohrwurm….

Haha, Wortwitz, aber es hat tatsächlich gar nichts mit meinem Ohr zu tun. 🙂

Ich habe einen echten musikalischen Ohrwurm. (mehr zu meinem Ohr gibt’s vielleicht ab Mittwoch. Mal sehen. )

Tequila

Tja, dieses hochanspruchsvolle Lied wird hier wirklich ganz aussergewöhnlich performed.

Und wenn ihr jetzt auch einen Ohrwurm habt: gern geschehen 🙂

Ich wünsche euch noch einen guten Start in die Woche. Die Herbstferien sind vorbei, der Alltag hat uns wieder.

Von Käfern, Schokolade, Tiefkühlern und Rauchmeldern

 

Zuerst mal der Käfer. Heute Morgen gegen 6:30 entdeckte ich an der Decke des Wohnzimmers einen sagen wir mal tennisballgrossen Schatten, der sich kreisförmig bewegte.

Relativ schnell war mir klar, dass die Lampe wohl die Lichtquelle sein musste. Und tatsächlich, da krabbelte ein Käfer munter auf der Lampe herum und warf diesen Schatten.

Da ich aber gerade beim Frühstücken war, machte ich erstmal gar nichts und vergass dann den Käfer.

So gegen 10:30 sass ich auf dem Sofa mit Blick direkt auf diese Lampe, die inzwischen aber aus war. Trotzdem bewegte sich da aber etwas und bei genauerem Hinsehen, stellte sich das Etwas als eben der Käfer vom Morgen heraus.

Oh je, der Arme, der war jetzt schon 4 Stunden immer im Kreis gelaufen und hat nicht gecheckt, dass er sich auf einer Lampe befindet.

Ich erlöste ihn von seinem endlosen Lauf und setzte ihn in den Garten.

 

IMG_2123

die Lampe wird demnächst mal entsorgt, von innen sieht sie noch übler aus….

Doch, das war noch gar nicht das Ende der Geschichte.

So um 12:30 heute Mittag kommt Sohn 1 ins Wohnzimmer und erzählt mir, wie er gestern Abend , bla, bla, ein Schatten an der Decke… bla bla, und so weiter….

Von wegen 4 Stunden im Kreis gelaufen. Der lief die ganze Nacht durch, der Käfer!!!!

 

Seit dieser Ohrenoperation ist mir ja der Geschmackssinn auf der linken Seite abhanden gekommen. (Am Freitag werde ich mal fragen, ob und wann der wieder zurückkommt.)

Das hat zur Folge, dass gewisse Sachen merkwürdig schmecken. Unter anderem schmeckt Apfelsaft sehr komisch, Kaffee allerdings wie immer. Reines Leitungswasser schmeckt irgendwie salzig.

Was aber eigentlich gar nicht so schlecht ist: Schokolade schmeckt überhaupt nicht mehr. Am Wochenende esse ich aus Gewohnheit noch mein Nutellabrot, aber das muss ich sehr konsequent auf der rechten Seite kauen, damit ich überhaupt den Schokoladengeschmack bemerke.

Zwischendurch gelüstet es mich durchaus nach Schokolade, aber dann denke ich an den nicht vorhandenen Geschmack und habe keine Lust mehr drauf.

Aus diätischer Sicht ein ganz toller Vorteil. Ansonsten eher so naja. 🙂

 

Vor ein paar Wochen piepte unser Tiefkühler Alarm. Wir drückten einen Knopf, den man gemäss Bedienungsanleitung in diesem Fall drücken soll und er war wieder ruhig. Dann piepte er aber nach ein paar Tagen wieder. Und so ging es immer hin und her, bis ich mal beim Hersteller anrief.

Eigentlich dachte ich, die schicken grad mal jemanden vorbei, aber nein, sie baten mich, erstmal die Temperatur zu messen in dem Moment, wenn er alarmt.

Hm, bis wir ein Thermometer aufgetrieben hatten, dass bis -20° misst, vergingen ein paar Tage, in denen der Tiefkühler immer mal wieder piepte.

Dann konnten wir das erste mal messen und siehe da: -13°. Das ist für Tiefkühler zu wenig. Oder zu viel besser gesagt. Also zu warm.

Nach Drücken des obligatorischen Knopfes, sank er aber wieder auf -19° ab.

So konnte ich also wieder beim Techniker anrufen, diese Werte durchgeben, Seriennummer und den ganzen Kram und bekam einen Termin für gestern.

Doch im Laufe des Vormittags rief der Techniker an und fragte, ob es mir etwas ausmachen würde, wenn er doch nicht komme, viel würde er gar nicht sehen können und wenn der jetzt gar nicht piept im Moment, dann sollten wir den doch vielleicht einfach mal abtauen und dann wieder schauen, ob er überhaupt noch alarmt.

Aha.

Wollen die nicht zu uns kommen? Warum nicht?

Tja, also essen wir jetzt mal den ganzen Mist aus dem Tiefkühler auf und tauen ihn dann mal ab.

Interessanterweise hat er seit wir das Thermometer drin haben, gar nicht mehr alarmt…… ist wie beim Arzt, wo dann plötzlich alle Symptome weg sind, wenn man im Wartezimmer sitzt.

 

Was auch noch fröhlich in unserem Haus herumpiepste war ein Rauchmelder. Der gab aber nur eine Warnung ab, dass seine Batterie demnächst mal leer sein würde.

Das Geräusch muss man sich so wie ein ganz kurzes, aber sehr lautes „Pick“ vorstellen.

Da das nur ganz, ganz kurz „Pick“ macht, kann man den Rauchmelder gar nicht so einfach orten. Kam das jetzt von oben oder von unten?

Wir suchten das ganze Haus ab. So viele Rauchmelder sind gar nicht mehr da, die sind nach und nach ausgefallen und warten auf Ersatz, der noch nicht da ist.

Also so schwer kann das doch nicht sein, so einen Rauchmelder zu finden!

Nach einem Tag erfolgloser Suche, hatten wir immerhin schon herausgefunden, dass er irgendwo unten sein muss.

Sohn 1 sagte, in seinem Zimmer nicht. Auf der Treppe ist kein Rauchmelder.

Das macht einen fast wahnsinnig, immer dieses „Pick“ und dann weiss man trotzdem nicht, wo er ist.

Dann stand ich in der Waschküche und es machte sehr laut und nah „Pick“!!

Hier musste er sein! Aber wo? Ich drehte und wendete mich, schaute in alle Ecken und auch auf dem Boden und an den Wänden. Nichts. Hä??

Erst nach weiteren Stunden, man muss ja auch immer auf das nächste „Pick“ warten, um wieder orten zu können, hatte ich ihn endlich, endlich gefunden. Er hing direkt in der Mitte der Waschküche, also direkt über mir an der Decke. So weit senkrecht nach oben hatte ich nicht geschaut….

So, und jetzt muss ich los. Ich muss mir noch ein bisschen die Zeit vertreiben mit einem Privatschüler und mit Einkäufen.

Noch 4 Tage (inkl. heute) bis Freitag!!!

 

Wie war dein Tag, Schatz?

Wie jeden Monat, ihr kennt es inzwischen ja schon, schreiben ein paar Leutchen, was sie den ganzen Tag so machen und verlinken dann bei Frau Brüllen. Da kann man dann viele andere Tagebücher von heute lesen.

Und wie war denn nun mein Tag?

Ich werde so gegen 4 Uhr irgendwas wach. War es möglicherweise eine Vorahnung? Denn nicht viel später – ich hatte keine Zeit wieder einzuschlafen – höre ich diese typische „moooaaarrrr“ von einer Katze mit vollem Maul…. (da kommt dann nicht so ein freies, offenes „miiiaaauuu“ sondern eben etwas anderes.

Also springe ich aus dem Bett und schaue mal nach, was sie mir so leckeres mitgebracht hat. Vor meiner Zimmertür ist aber nichts und ich habe keine Lust nach unten zu gehen. (Wenn die Maus tot ist, läuft sie ja eh nicht weg, wenn sie noch gelebt haben sollte, wird sie kaum mehr dort sein, wo die Katze sie abgelegt hat. Aber warum sollte sie die lebende Maus ablegen?)

Ich lege mich wieder hin, die Katze springt mir auf den Bauch und erst jetzt merke ich, dass sie klatschnass ist. Es regnet wohl. Tja. Ausserdem trampelt sie mir auf dem Bauch herum, piekt mir ihre Krallen in die Brust und schnurrt vor Begeisterung.

An Schlaf ist nicht wirklich zu denken.

Irgendwann findet sie das Getrampel langweilig und legt sich erstmal halb auf meinen Hals, später zum Glück dann ans Fussende.

Ich schlafe tatsächlich nochmal ein und werde um 7:00 gnadenlos vom Wecker aus dem Tiefschlaf geholt. Fit bin ich nicht gerade. Ausgeschlafen irgendwie auch nicht.

Eine kleine, nasse, zum Glück tote Maus liegt im Wohnzimmer.

Die Katzen bekommen Futter, ich mache mir einen ersten Kaffee, ein kurzer Schwatz mit dem Herrn des Hauses, dann gehe ich duschen und er geht arbeiten.

Um 8:00 wecke ich Sohn 3, damit wir zusammen frühstücken können. Sohn 1 und 2 sind gestern nach Berlin geflogen. (sie sind ganz allein geflogen und – Zitat: „so gut wie problemlos“ bei meiner Mutter angekommen)

Um 9:00 muss ich los, für 2 Stunden arbeiten. Eine blöde Schicht an der Rezeption. Die Zeit geht viel zu schnell und ich komme meistens zu nichts.

Als wir um 11:00 plötzlich schon zu dritt sind, weil die ablösende Kollegin etwas früher gekommen war, beende ich einfach 30min. früher den heutigen Bürotag.

Ich fahre direkt noch einkaufen, esse dann zu Hause mit Sohn 3 lieber ein zweites Frühstück (es waren noch Brötchen übrig) als ein Mittagessen und räume dann erst die Einkäufe (die nicht in den Kühlschrank müssen) weg.

Wir gammeln ein bisschen auf dem Sofa herum und Sohn 3 sagt, dass er gern sein Zimmer streichen würde. Dafür müsste man es aber erstmal aufräumen und vielleicht auch noch etwas umstellen, wenn wir gerade schon dabei wären.

Also machen wir uns auf, die Teenager-Höhle zu entstauben, zu entmüllen und zu entrümpeln. In einen grossen Müllsack kommt alles, was nicht mehr gebraucht wird. Die Möbel werden verschoben, Sohn 3 saugt und wischt den Boden, wir schieben Schrank, Bett und Schreibtisch hin und her und am Ende sieht das Zimmer tatsächlich schön aufgeräumt aus.

Um 16:00 machen wir eine kleine Z’Vieri-Pause, danach räumen wir noch einen kleinen Rest auf, nehmen Poster von den Wänden, wechseln die Bettwäsche, nehmen noch 2 Bretter (sowas wie ein Rausfallschutz) vom Bett weg und wischen noch ein letztes mal über die Flächen.

Fertig!!

Und in den nächsten Tagen dann, irgendwann, kann er streichen, wenn er noch will. Mal sehen.

Jetzt ist es schon 18:00, ich habe ein schönes Foto von den Jungs aus Berlin bekommen (alle Enkelkinder, also auch meine Neffen, mit ihrer Grossmutter auf dem Tempelhofer Feld. Nur Sohn 3 ist leider nicht dabei. Aber nächstes mal werden wir ihn auch mit nach Berlin schicken.) und wir sind ein bisschen erschöpft von der Räumerei.

Für den heutigen Tag war es genug Arbeit, wir werden nachher noch was leckeres kochen, falls der Herr des Hauses rechtzeitig nach Hause kommt, zusammen, aber nur zu dritt (schon merkwürdig so mit einem Einzelkind) essen und dann bin ich vielleicht bald schon sehr müde, weil mein Tag so unerwartet früh begonnen hatte.

So, dann bedanke ich mich herzlich für’s Lesen und wünsche euch allen einen schönen Abend.

🙂

das erste Mal

… und hoffentlich auch das letzte!!

Das war nicht schön, gestern.

 

 

 

 

 

 

Es ist ein sonniger, warmer Tag, ich habe nach einem Kurs ca. 2 Stunden Zeit bis ich wieder arbeiten muss.

Also kaufe ich mir einen Kaffee und setze mich an einen schönen Ort, um ein bisschen zu chillen, zu lesen, Leute zu beobachten. Einfach eine kleine Pause zu machen.

Der Platz auf dem ich sitze, ist eine kleine Terrasse, relativ hoch über dem Rhein, Bäume bieten Schatten, es stehen Bänke auf dem Platz, aber man kann auch auf der Steinmauer sitzen, die den Platz auf drei Seiten umschliesst.

Ich sitze also da, trinke meinen Kaffee, lese ein bisschen und immer wieder kommen Touristengruppen, geniessen die Aussicht, verweilen, hören ihrem Guide zu und gehen dann wieder weiter.

Ein Mann kommt, schaut über die Brüstung nach unten, geht ein Stück zur Seite, schaut noch einmal nach unten und fällt mir dann aber nicht mehr weiter auf. Sehr viele Leute kommen hierher und schauen. Auch immer wieder über die Brüstung, denn da unten ist der Rhein und man kann Schiffe beobachten oder auch Ruderer oder Kanuten.

Der Platz leert sich wieder, ein Moment der Stille, keine Touristengruppen, nur etwa noch 2-3 andere Personen ausser mir auf dem ganzen Platz.

Da kommt der Mann von vorhin wieder. Er läuft schnell und zielstrebig zur Brüstung, setzt sich drauf, die Beine baumeln nach unten.

Und er stösst sich ab!

 

 

Das kann doch nicht wahr sein!! Ist der jetzt da runter gesprungen? Es geht 18m runter auf eine (zum Glück sehr selten benutzte) Uferpromenade. Der ist nicht gesprungen, oder? Vielleicht ist da noch ein kleines Bord, auf dem er gelandet ist?

Es vergehen ca. 10 Sekunden, die ich brauche, um zu realisieren, dass das kein Film ist und der da wirklich gesprungen ist.

Ich gehe zur Brüstung und schaue nach unten. Kein Bord. Ich sehe ihn ganz unten liegen. Sehe nur die Beine, der Rest des Körpers ist unter einem Gebüsch verborgen.

Ach du Scheisse!!!!!!!!!!

Ich rufe den Notarzt an und schildere die Situation. Sie schicken jemanden, ich soll warten. Mir zittern die Hände, die Knie, meinen Kaffee mag ich nicht mehr trinken, ich weiss immer noch nicht so richtig, ob das jetzt wirklich alles passiert ist. Ich traue mich weder ein zweites mal nach unten zu schauen, noch nach unten zu ihm zu laufen.

Niemand sonst scheint etwas bemerkt zu haben, das ging so wahnsinnig schnell, er hat nicht eine einzige Sekunde gezögert. Es ist so irreal!

Es kommen wieder Touristen, sie stehen genau dort, wo er gesprungen ist, an der Brüstung und bewundern die schöne Aussicht. Sie schauen zum Glück nicht direkt nach unten. Es ist so absurd!

Dann höre ich die Sirenen, der Notarzt kommt, Polizei, noch ein Krankenwagen, noch mehr Polizei, sie sperren ab, sie rennen nach unten, grosse Hektik auf dem Platz.

Mein Telefon klingelt. Die Polizei. Sie hatten meine Nummer gespeichert. Ich soll nicht weggehen, sie brauchen mich noch.

Später kommt ein Polizist, nimmt meine Personalien auf, ich schildere ihm, was ich gesehen habe, er macht sich Notizen. (sie haben übrigens genau so ein kleines Notizbüchlein, wie in den TV-Krimis. Auf was man in so einer Situation nicht alles achtet….)

Ich begreife, dass ich offensichtlich die einzige Zeugin gewesen sein muss. Und nur durch meine Aussage können sie Fremdeinwirkung ausschliessen. Nur ich habe gesehen, was passiert ist. Dass er ganz alleine war, dass niemand sonst da war.

Ich weiss noch nichtmal, ob der Mann noch lebt oder gestorben ist, das darf mir der Polizist auch nicht sagen. Sagt er.

Sie lassen mich nicht gehen, bis nicht eindeutig alles geklärt ist. Eine Stunde vergeht. Ein zweiter Polizist, nicht mehr in Uniform, wahrscheinlich Kriminalpolizei, befragt mich auch noch. Er ist sehr freundlich. Er sagt mir später auch – vielleicht ein Versehen? – dass ich bleiben muss, bis die Staatsanwaltschaft den Leichnam freigegeben hätte. Also hat er das nicht überlebt…..

Irgendwann kommen die Männer mit den Spurensicherungskoffern wieder nach oben, alle packen ihre Sachen, die Autos fahren davon. Der Kriminalpolizist gibt mir meinen Ausweis zurück. (den hat er behalten, damit ich nicht weglaufe…..)

Nach 2 Stunden kann ich gehen.

Ich gehe sogar noch arbeiten, das lenkt mich alles ein bisschen ab.

Aber ich weiss, diese Bilder, dieser Moment, wo er sich abstösst, das werde ich vermutlich sehr lange nicht vergessen können.

Schon auf dem Heimweg, den ich ca. 25 min. auf dem Fahrrad zurücklege, kann ich an nichts anderes denken.

Wir sprechen zuhause darüber, klar, ich hätte nichts tun können und er WOLLTE ja sterben. Für ihn gab es keine andere Lösung. Trotzdem denke ich, darüber nach, ob es nicht irgendwie hätte verhindert werden können. Hätte ich nach unten rennen sollen? Vielleicht hat er noch ein paar Minuten gelebt? Aber welche Bilder hätte ich dann im Kopf jetzt? Ich habe mich automatisch selbst geschützt.

Ich schlafe nicht viel in der Nacht. Um 6:00 Uhr bin ich wieder wach, nachdem ich bis ca. 1:30 nicht einschlafen konnte.

Vielleicht hilft es mir, dass ich es jetzt nochmal aufgeschrieben habe. Ich hoffe, dass die Bilder in ein paar Tagen (Wochen?) wenigstens verblassen werden.

Ich wünsche niemandem auf der Erde, dass er oder sie in eine Situation kommt, in der der Selbstmord der einzig mögliche Ausweg zu sein scheint!

…..

 

zum ersten mal in 2018…

 

  • haben wir gestern angegrillt
  • habe ich heute Morgen Wäsche im Garten aufgehängt
  • habe ich keine Socken angezogen
  • habe ich meine Fussnägel lackiert
  • habe ich kurze (also halbkurze) Hosen angezogen

 

IMG_1707

 

Grillen ohne Kartoffelsalat ist wie Sommer ohne Sonne. 🙂

Wir haben diesmal sehr speziell mit 2 Grills gegrillt. Einen für uns und einen für „die Komplizierten“. Vegan und Vegetarisch incl. Lab (das musste ich erstmal googeln….) zusammen. Nur 2 Gäste. Sie haben ihre eigenen Sachen mitgebracht, wir mussten eine separate Grillzange organisieren, auf keinen Fall durfte es Kontakt zu unsrem Fleisch-Zeug geben. Eigentlich standen die beiden Grills noch etwas zu nah nebeneinander, aber da waren wir dann alle nicht so kleinlich. Zum Glück.

Das war schon irgendwie speziell, aber letztendlich doch unkomplizierter als ich erwartete hatte.

Mein Kartoffelsalat war auch ok, nichts tierisches dran, und natürlich lecker wie immer. Sogar unser Apfelsaft und die Kartoffel-Chips waren vegan. 🙂 (zufälligerweise)

Heute Morgen machte ich dann eine erste Ladung Wäsche, die ich draussen in der Sonne aufhängen konnte. Es geht noch nicht so schnell wie im Hochsommer, aber im Laufe des Tages werden die Sachen schon trocken werden.

Und weil es wirklich so schön frühlingshaft ist, die Vögel zwitschern, die Insekten summen, die Pflanzen nahezu explodieren (meine Nase juckt und kitzelt), habe ich meinen Füssen einen neuen Anstrich verpasst. Das mache ich nicht so oft, aber heute hat es einfach gepasst. 🙂

 

IMG_1708

Nachher (im Moment ist der Garten mit dem Herrn des Hauses und Sohn 3 belegt, die Bretter anmalen) werde ich dann noch ein paar Sachen aussäen, Töpfe neu bepflanzen, vielleicht ein bisschen das Moos aus dem Rasen harken. Der Nachbar (der mit dem schönen Rasen) hat gestern schon das erste mal gemäht. Davon sind wir noch Trillionen von Mooskissen entfernt.

 

Einen schönen Sonntag wünsche ich euch allen. Morgen geht hier der Alltag / die Schule wieder los.

selbst ist die Frau

Ich hatte es ja schon angekündigt:  ich will streichen.

Da passte es perfekt, dass die Männer alle zusammen am letzten Samstag Richtung Porto aufbrachen (warum auch immer Porto, fragt mich nicht.) und Männerferien machten.

Für mich war also das Haus leer und ich konnte schalten und walten, wie ich wollte. Juhuu !

Schon eine Woche vorher hatte ich Farbe und lauter so Kram, den man eben zum Streichen braucht, besorgt und musste eigentlich nur noch anfangen.

Zuerst mal alles von der Wand wegschieben, damit ich genug Platz habe.

Dann abkleben. Wie man sieht, wollte ich nicht die ganze Wand komplett färben sondern lieber einen weissen Rahmen stehen lassen.

IMG_1568

es ist sogar beim ersten Versuch ziemlich gerade geworden.

 

Für die Kante zwischen weiss und Farbe hatte ich mir Videos von Profis angeschaut und da gibt es also folgenden Trick:

Damit die Farbe nicht unter dem Abklebeband durchsuppt und es dann keine scharfe Kante gibt, muss man zuerst mit weiss die Kante übermalen (oder auch fast schon zukleistern 🙂 )

Das sieht dann so aus:

IMG_1569

 

Das muss natürlich gut trocknen, also liess ich mein Zimmer einfach sein, machte es mir im Wohnzimmer gemütlich und schlief letztendlich im Zimmer von Sohn 3. Ich hatte ja 4 Betten zur Auswahl. 🙂

Am nächsten Morgen, Sonntag, ging es dann mit der Farbrolle über die Wand. Nach dem ersten Anstrich noch ein bisschen streifig, aber es ist ja auch noch nicht fertig.

 

IMG_1570

grün, grün, grün…..

 

Ich liess es trocknen bis am Abend und ging dann noch ein zweites mal drüber. Schon viel besser.

Eigentlich wollte ich sogar noch einen dritten Anstrich machen, aber dann verliess mich die Motivation. Es sah doch schon gut aus, warum nochmal drüber gehen?

Also knübelte ich das Klebeband ab und – taddaaaa – so sieht’s jetzt aus:

IMG_1576

ich liebe diese Farbe!!

 

Vorne rechts sieht man noch das blaue Bett, dass ursprünglich mal Sohn 1 angemalt hatte. Er wollte es dann aber nicht mit runter in den Hobbyraum nehmen (denn da steht eine etwa doppelt so breite Schlafcouch) und so überliess er es mir.

Das blau fand ich aber nicht so schön zu dieser grünen Wand, also baute ich das Bett auseinander und tauschte es mit dem Bett von Sohn 2, das ich ebenfalls auseinanderbaute. Zusätzlich musste ich noch ca. 1 Million klitzekleiner Aufkleber vom Sohn2-Bett abkratzen, die sich so im Laufe seines Lebens dort angesammelt hatten.

Natürlich hatte ich ihn vorher gefragt, ob wir tauschen wollen und er war einverstanden.

Nun hat Sohn 2 ein cooles, blaues Bett und ich habe ein naturfarbiges.

Ich freue mich jeden Tag über dieses Zimmer und schon das war die Arbeit wert!

Museumsnacht und so dies und das

Gestern war die Museumsnacht in Basel und irgendwie hatten wir Lust, da mal wieder hinzugehen.

IMG_1542

 

Das erste Museum war das Naturhistorische. Es waren „Live Präparationen“ angekündigt. Gerade als wir dort waren, präparierte eine Kuratorin einen peruanischen Bockkäfer. Jooooaaa, ich sag mal, das war so mittelspannend. Wir fragten uns auch, warum man extra in Peru Käfer einsammeln muss, sie mit Gas tötet, in die Schweiz transportiert, dort wieder aufweicht (die vertrocknen nämlich und sind dann sehr zerbrechlich) und dann „schön“ auf einer Nadel in einen Ausstellungskasten pinnt. Hmm.

Der Herr des Hauses sagt, das Mammut sei schon da gewesen, als er mit der Grundschule in dem Museum war. Ein bisschen sieht es auch so aus…

IMG_1534

Und dann gab es offensichtlich mal ein Tier, das die Stosszähne im Unterkiefer hatte. Hä? Merkwüdig, oder? Sieht auch irgendwie so falsch aus, finde ich.

IMG_1535

Hier stimmt doch was nicht…..

 

In einem anderen Raum gab es dann aber doch noch eine recht interessante Konstruktion für die „Blattschneider-Ameisen“. Durch die Rohre konnte man sie sehr gut beobachten, wie sie Blätter-Teile und kleine Äste transportierten. Zwischendrin waren hin und wieder sehr grosse Ameisen dabei.

IMG_1536

Schön gemacht, dieses Röhrensystem.

 

Wir waren auch noch in einem kleinen Museum über Pharmazie mit all diesen alten Töpfchen und Tiegeln und Waagen und Pillendöschen und, und, und.

Dann liefen wir zum Barfüsserplatz und tauchten in die Unterwasserwelt vom Rhein, um uns all den Krempel anzuschauen, den man so aus dem Rhein gefischt hat.

IMG_1538

 

Inzwischen war es schon nach Mitternacht und wir machten uns wieder auf den Heimweg. Die Kinder, die grossen Kinder, waren alle drei noch wach. Das ist schon ganz praktisch mit den grossen Kindern. Man kann sie problemlos alleine lassen und unbesorgt auch länger wegbleiben.

 

Und sonst so?

Sohn 1 kam aus dem Skilager zurück und musste erstmal Altglas entsorgen….

Das geht ja nicht, wenn die Lehrer noch zugucken, also schleppte er es im Rucksack bis nach Hause. Ja, hier sehne ich mich doch eher wieder nach den kleineren Kindern, die „sowas“ nicht machen. Ich gehe aber mal davon aus (immer positiv denken!!!), dass diese Flasche die ganze Woche reichen musste und sie sich den Inhalt gemixt vielleicht zu zehnt geteilt haben…. oder zu fünft wenigstens…..

IMG_1543

kleine Kinder – kleine Sorgen, grosse Kinder – ……

 

Und was ist das?

Das ist kein Mitbringsel aus dem Skilager, das habe ich mir selber gekauft. Sehr praktisch, das Teil.

IMG_1544

Fülle es mit Essig und stülpe es von unten über den Wasserhahn. Taddaa. 🙂

 

Und zu guter Letzt werde ich heute noch diese Pflanze umtopfen. Die habe ich vor ca. 20 Jahren mal von einer Arbeitskollegin geschenkt bekommen mit den Worten „das ist ein sogenannter Geldbaum. Solange er wächst und gedeiht, wirst du immer genug Geld haben.“ Als sie ihn mir gab, war es ein kleiner Ast mit ein paar Blättern dran.

IMG_1545

Im Sommer steht er immer draussen vor der Tür, aber im Winter muss ich ihn reinholen. Merkwürdigerweise haben die Katzen ein Problem mit diesem Bäumchen. Sie hangeln nach den Blättern, versuchen an den Ästen zu kratzen und die eine sprang kürzlich sogar einmal direkt von oben mittenrein. Oh, ich kann hier nicht wiederholen, wie ich geflucht habe. So viele Äste waren abgebrochen. (das viele Geld !!!!! )

Er ist so empfindlich und ich weiss nicht, ob es daran liegt, dass er vielleicht nicht mehr ganz so frische Erde und einen etwas kleinen Topf für seine Grösse hat. Darum werde ich ihn umtopfen. Dabei geht wieder viel Geld (also Blätter und Äste) verloren, aber ich hoffe, dass er anschliessend wieder mit neuer Frische wachsen und somit unsere Konten füllen kann. 🙂

 

Das soll es mal wieder gewesen sein für’s Wochenende. Immer mehr Leute haben jetzt angefangen, täglich zu bloggen. (ein Neujahrsvorsatz?) Niemals würde ich das schaffen.(ich schaffe es nichtmal, jeden Tag einen klitzekleinen Eintrag in meinen 5-Jahreskalender zu machen), aber so am Wochenende oder wenigstens jedes zweite Wochenende, das kann ich wohl machen. 🙂

Bis zum nächsten mal also.

Vorherige ältere Einträge