der Tag beginnt allein

sicher? Bin ich allein? Schnurrt da nicht was in mein Ohr? Und wie spät ist es eigentlich? 4:00 Uhr schon wieder erst?

Also die Katze fühlt sich offenbar wohl, der Tag beginnt also eher flauschig als allein.

Ich werde aber ganz sicher noch nicht aufstehen, ich werde mich auch noch nicht um das blutige Massaker kümmern, dass irgendwann vorher im Wohnzimmer stattgefunden haben muss. Ich hörte Geräusche… Das muss warten…

Heute könnte ich ausschlafen bis wer weiss wann, ich muss erst um 10:30 arbeiten, aber so gegen 7:00 geht’s wirklich nicht mehr.

Zuerst ein kurzes Frühstück, dann erst die Reste des Massakers beseitigen, dann die inzwischen gewohnten 400 kcal auf dem Crosstrainer wegstrampeln,  dann duschen.

Während ich so ganz alleine zuhause bin, fange ich an, entweder mit der Katze oder aber auch mit mir selbst zu sprechen. Laut…. aber irgendwie find ich’s auch wieder lustig. Ich spreche auch vor dem Computer im Büro manchmal laut mit mir selbst. Allerdings habe ich das auch schon bei anderen beobachtet, ich bin also nicht allein mit dieser Macke und schon ist es nur noch halb so schlimm. 🙂

Ich mache mir Gedanken über den Hausschlüssel. Den einzigen, den ich bei mir trage. Was ist, wenn ich den irgendwo verliere oder liegen lasse. Niemand ist in der Nähe, der mir das Haus aufschliessen könnte. Davor hatte ich schon beim letzten Mal „sturmfrei“ Angst, war aber unschlüssig und habe dann einfach auf meine Nichtvergesslichkeit gepokert.

Heute sitzt zufällig die Nachbarin im Garten gegenüber und einer spontanen Idee folgend, frage ich sie, ob sie nicht während der Zeit, wo ich hier alleine hause, einen Schlüssel von uns nehmen würde. So könnte sie mich notfalls reinlassen. Sie willigt natürlich ein und so kann ich entspannt zur Arbeit fahren.

Auf jeden Fall mit dem Velo, denn ich habe echt keine Lust auf Maskenpflicht in den ÖV. Zum Glück ist das Wetter aber hervorragend. Die Sonne scheint, der Himmel ist himmelblau, wie es sich gehört.

Auf dem Velo und in einer ärmellosen Flatterbluse ist es dann aber doch noch ganz schön frisch, denn effektiv sind es nur 17° Grad draussen. Das sah von drinnen doch viel wärmer aus…

Ich habe mal wieder Melone dabei, die ich in der Mittagspause im Innenhof esse. Es ist wirklich schön dort und ich geniesse während ein paar Minuten die Sonne. Diese Mittagspause findet übrigens um 15:30 statt, weil ich ja erst um 10:30 angefangen habe, aber gegessen habe ich deshalb ja trotzdem nicht mittags. Ich habe ziemlichen Hunger. Naja, ich habe es überlebt. 🙂

 

Meine Kollegin kommt noch kurz vorbei und berichtet, dass unser geplanter/verschenkter Kochkurs im November stattfinden kann!! Yeah, ich bin höchsterfreut und total gespannt auf dieses Event!!! Wir werden zu viert sein, das „alte“ Dream-Team von der Rezeption (+ andere Teilnehmer natürlich noch). Das wird sooo toll werden, ich freue mich jetzt schon sehr drauf. 🙂

Am Nachmittag jongliere ich mit 12 Lehrern, die ich auf 8 Kurse verteilen muss. Holla die Waldfee, das ist echt nicht ohne!!

Am Ende sitze ich vor einer mail, in der ich alle Lehrer und ihre Einsätze aufgelistet habe, die ich an all diese Lehrer zur Bestätigung/Kontrolle schicken möchte. Nach ein paar Minuten Hemmungen und noch 3x Kontrolle, ob ich auch nichts vertauscht oder übersehen habe, klicke auf SENDEN.

Puuuuhhh. Es fehlt mir letztendlich immer noch ein Lehrer für 4 Lektionen an einem Vormittag, aber das bekomme ich schon irgendwie hin. Morgen habe ich hoffentlich von allen die Bestätigung und noch viel mehr hoffe ich, dass morgen nicht der Chef mit noch einer kleinen Änderung/Überraschung hinter dem Busch hervorkommt.

Normal sind so 5-6 Kurse gleichzeitig in dieser Kursart, im Sommer sind es manchmal sogar nur so 3-4, weil alle Sommerferien haben. Aber Corona sei Dank (?) ist es diesmal komplett anders mit 8 (!!!) Kursen.

Ich bin ein bisschen erschöpft und ganz dankbar, dass meine tatkräftige Kollegin, den ganzen alltäglichen Kram nebenher gemacht hat und wir beide gemütlich um 19:15 Feierabend machen können.

 

Ich geniesse die Fahrt nach Hause und vor allem das letzte Stück über die Felder und Wiesen sehr, da habe ich dann das echte Feierabend-Gefühl.

Weil ich bisher noch gar nicht einkaufen war, gibt der Kühlschrank nun langsam wirklich nicht mehr viel her. Es hat noch eine Schale Jasminreis vom Sonntag, in die ich einen Pfirsich schneide und die ich anschliessend in der Mikrowelle aufwärme. Drüber kommt reichlich (!) Zucker und Zimt.

Das ist ja mal megalecker und hätte ruhig etwas mehr sein können. 🙂

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Dann warten ja noch die Böden auf mich. Ich raffe mich tatsächlich nochmal auf und sauge und wische das Erdgeschoss durch. Die AppleWatch denkt vermutlich ich laufe einen Marathon, weil mein Arm immer hin und her saugt und feudelt. 🙂

Sie attestiert mir ein hervorragendes Bewegungsprofil für heute! 🙂

Mit dem letzen Schluck Wein aus der Flasche vom Samstag oder Sonntag setze ich mich noch kurz auf die Terrasse, bis die Böden getrocknet sind (und auch noch etwas länger)

Es riecht so schön nach Sommer, ich sitze nur da und atme tief diese frische Luft ein. Schön ist das.

Morgen muss ich dann mal wieder früh raus, darum werde ich es heute nicht allzu spät werden lassen.

Geniesst eure Abende und schlaft gut. 🙂

mal wieder so dies und das

Ja, wenn ich so lange nichts blogge, dann ist einfach auch nichts weltbewegendes oder nichts blogtaugliches passiert.

Irgendwann bekomme ich dann eine Email oder einen Anruf aus der Familie oder dem Freundeskreis, ob denn alles in Ordnung sei, weil man habe schon so lange nichts mehr von mir gelesen…

Tja und dann suche ich ein paar Fotos raus, die ich in den letzten Tagen so gemacht habe und schreibe einfach mal wieder so über dies und das.

Ist dann aber nichts Grosses und möglicherweise ein bisschen langweilig.

In den letzten Tagen hatte der Raps angefangen zu blühen. Inzwischen ist es fast schon wieder vorbei, aber ich habe noch 2 Fotos für euch gefunden.

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Wenn ich mit dem Velo zur Arbeit oder zurück fahre, dann fahre ich sozusagen mittendurch. Rechts und links von der Strasse liegen die Rapsfelder so weit das Auge reicht.

Ob es am Raps liegt oder an den vielen möglichen anderen Blüten (der Frühling hatte irgendwie so gar keine Zeit, der war so hektisch dieses Jahr. Hui – 1 Woche fast täglich 30° und alles spriesste und die Knospen platzten regelrecht auf und wusch war alles grün und weiss und rot und gelb und und und) weiss ich nicht, aber auf jeden Fall bekam ich sehr lästigen Husten und eine verstopfte Nase.

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Der Husten hält sich eisern bis heute, aber die Nase ist besser geworden. Es sind allerdings auch keine 30° mehr. Es hat schon geregnet und vielleicht sind die Pollen jetzt auch erstmal weggespült. Wer weiss das schon?

Bis letzten Freitag hatten wir hier einen amerikanischen Gast. Sohn 1 war im September in Boston gewesen und nun kam für 2 Wochen der Amerikaner zu uns.

Ich räumte mein Zimmer und er zog hier ein. Ich hatte sehr viel bloggenswertes von diesen zwei Wochen erhofft, aber irgendwie bekamen wir den jungen Mann so gut wie gar nicht zu sehen. Morgens schlief er bis vielleicht 15 min. bevor er los musste. Einmal konnte ich ihn mit dem Auto mitnehmen, da plauderten wir ein bisschen über Autos und die Unterschiede der Führerscheinprüfungen hier und in den U.S.A. aber da die Strecke auch nur ca. 10 min. dauerte, war das kein langes Gespräch.

Abends und an den Wochenenden war er immer mit Sohn 1 und den anderen unterwegs und sie assen auch unterwegs.

Tja, was soll ich sagen, es war ganz interessant, wenn er mal hier im Hause war, aber um ihn wirklich so richtig kennenzulernen, war die Zeit zu kurz und er viel zu wenig da. Von der Schweiz, dem grenznahen Frankreich und Deutschland hat er aber immerhin so einiges gesehen.

Nun habe ich mein Zimmer wieder und bin ausgeschlafen und ausgeglichen.

Darum habe ich heute (ist ja Feiertag) einen Erdbeer-Rhabarber-Crumble gebacken. Wie ich mir bereits vorher gedacht hatte, waren der Herr des Hauses und ich die grössten Esser. Immerhin hat Sohn 3 mal probiert und fand’s sogar lecker. Ich fand’s also sensationell lecker und es ist jetzt auch schon nichts mehr übrig… (ich werde heute auf’s Abendessen verzichten 🙂 )

 

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Morgen startet dann wieder der Alltag, allerdings wird es ja nur eine ganz kurze Woche.

Am Wochenende ist dann der 5.5. und ich muss darf schon wieder was bloggen. Samstags ist aber auch wieder eher weniger los. Na, wir werden sehen.

Bis dahin also wünsche ich euch noch einen schönen Abend 🙂

im Schnee

Inzwischen ist ja schon alles wieder weg, aber ich wollte diese schönen Bilder vom Schnee trotzdem noch zeigen. Und erst heute habe ich mal wieder Lust Zeit zu bloggen.

Es war vorletzten Sonntag, die Jungs konnte ich nicht überzeugen und der Herr des Hauses war anderweitig beschäftigt.

Also machte ich mich mutterseelenallein auf den Weg in die Landschaft. Es hat ja schon viele Vorteile, wenn man so mehr oder weniger direkt auf dem Land lebt. Man muss einfach nur vor die Tür gehen und schon ist es so schön. 🙂

 

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Ich war sowohl im Wald als auch auf den Feldern unterwegs. Im Wald ist es total mucksmäuschenstill. Das ist faszinierend. Man hört nur den eigenen Atem und seine Schritte. Ich mag das. Da es aber wirklich ein wunderschöner Tag war, war ich letztendlich doch nicht so allein. Immer nur kurz währte die Ruhe im Wald, dann kamen schon wieder Spaziergänger vorbei und knirschten mit ihren Schuhen im Schnee.

Und ich hätte die Kamera auch auf schwarz/weiss stellen können, es hätte gar keinen Unterschied gemacht. Es gab keine Farben auf der Welt an diesem Tag.

 

Schön war’s.

Und jetzt ist es auch wieder schön, weil die Sonne rauskommt, der Garten aufwacht, die Kübel auf Bepflanzung warten und, und, und.

Eine schöne Woche wünsche ich euch.

Eierläset

Ja, Ostern ist eigentlich schon vorbei, aber das Eierläset findet trotzdem erst an diesem Sonntag statt. Am letzten Sonntag hätten die Leute vermutlich keine Zeit gehabt und der religiöse Aspekt fehlt hier glaube ich auch völlig.

Keine Ahnung, ob das andere Länder auch machen und ob das in der ganzen Schweiz bekannt ist, oder nur in vereinzelten Gemeinden.

In der Nachbargemeinde findet es jedenfalls traditionell heute nun schon zum über hundertsten mal statt und nachdem Sohn 1 und auch Sohn 2 schon mitmachen mussten durften, war dieses Jahr nun mal Sohn 3 an der Reihe.

Meistens sind es Fussballclubs, die Pfadfinder, Schwinger (Wikipedia hilft da weiter) oder sonstige Sportvereine, die da teilnehmen.

Am Tag vorher werden Eier „gesammelt“, das heisst man wird vor dem Supermarkt angesprochen, ob man nicht eine Packung Eier oder ein bisschen Geld für das Eierläset spenden möchte.

Dann werden die Eier (roh natürlich) schön säuberlich in kleine Nester aus Sägemehl gelegt, jeweils in drei Reihen.

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Die farbigen Eier sind so Begrenzungseier und in den Körbchen ist Nachschub oder Ersatz, falls ein Ei kaputt geht.

Wie lang die Strecke ist, kann ich nur schätzen und da bin ich nicht so gut, aber 50m sind es mindestens. Am Ende der Strecke gibt es eine Linie auf dem Boden, die man nicht übertreten darf. Und von dort aus muss das rohe Ei dann geworfen werden. Das sind nochmal mindestens 4-5 Meter.

Die Teilnehmer laufen also los, nehmen ein Ei, rennen damit bis zur Linie, werfen das Ei, rennen zurück, nehmen das nächste, rennen, werfen, usw. Bis eine bestimmte Anzahl Eier geworfen worden ist. Geht ein Ei kaputt, wird ein neues ins Nest gelegt und der Teilnehmer muss noch einmal laufen.

Die Kinder laufen nur ein oder zweimal, die Erwachsenen später müssen die Strecke bis zu 5 mal oder mehr (bin nicht ganz sicher) laufen.

Am Ende der Strecke kommen die Fänger ins Spiel. Der „Stadionsprecher“ nannte sie immer „Wannier“, aber französisch ausgesprochen, also Wannjee. Sie müssen versuchen, die Eier mit Hilfe dieser Körbe (Wannen??) zu fangen. In den Körben befindet sich Weizenspreu oder etwas ähnliches, damit die Eier, falls sie gefangen werden, nicht kaputt gehen.

Je schwungvoller der Wannier versucht, die Eier zu fangen, desto grösser ist das Risiko, dass die Zuschauer, die zu nahe stehen, eine Ladung Spreu abbekommen. Aber das ist immer noch besser, als ein Ei, das auf Abwege geraten ist….. und es kommen relativ viele Eier auf Abwege, denn ein Ei ist oval…..

 

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Hier ist der Korb noch ganz sauber, aber später hat er viele Spuren von nicht sauber gefangenen Eiern.

 

Das ist echt eine lustige Sache und je mehr Eier im Zuschauerraum landen, desto lustiger ist es eigentlich. Und je länger die Teilnehmer schon gelaufen sind, desto müder werden sie und desto schräger werden die Flugbahnen. 🙂

Von den nicht kaputt gegangenen Eiern und denen, die gar nicht zum Einsatz kamen, werden an einem Stand diverse Eierspeisen, wie Spiegelei oder Rührei gemacht. Die gibt’s dann umsonst. Man kann aber auch Bratwurst oder Kuchen essen. Das kostet dann aber.

Sohn 3 ist mit seinem Team zweiter geworden und wir hatten einen sonnigen, lustigen Sonntagnachmittag. 🙂

 

P.S.: ich kenne die Statistik nicht, wie viele Eier da so zerdeppert werden, einfach nur zum Spass und ja, an die armen Hühner denke ich in dem Moment auch nur am Rande. :-/

ein Winterspaziergang

Einmal pro Woche gehe ich zum Nordic Walken und freue mich nicht nur über die ausreichende Bewegung und die frische Luft sondern auch über die wunderschöne Landschaft, die bei mir direkt vor der Haustür liegt. Ich falle sozusagen aus der Tür in den Wald oder auf die Felder. Je nachdem in welche Richtung ich falle. 🙂

Da ich aber beim Walken nicht meine fette Kamera herumschleppe, musste ich heute unbedingt noch mal los, um diese schöne Stimmung am Morgen, wenn gerade die Sonne aufgeht und der Frost noch an den Pflanzen hängt, einzufangen.

Es sind ein paar schöne Fotos dabei entstanden, die ich euch hier gerne zeigen möchte. So könnt ihr immerhin virtuell diesen Spaziergang durch den Morgen miterleben. 🙂

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