Samstagskram

Ich hatte letzten Dienstag wegen Vertretungen, die ich machen musste, keine Zeit für meine Nordic Walking Runde, also habe ich mich der Samstags-Gruppe angeschlossen.

Dienstags sind wir nur zu dritt, drei Frauen, die beiden anderen mindestens 10 Jahre älter als ich, wenn nicht sogar 15 (ich bin ja ganz schlecht im Schätzen….). Am Samstag aber laufen da erstens mehr Leute und dann auch noch meistens 2-3 Männer, die eher in meinem Alter sind. Das Tempo ist recht zackig…..

9:00 Uhr geht’s los und ich schaue vorsichtshalber mal auf’s Thermometer, ob ich genug angezogen habe….

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uups, ganz schön kühl.

Ich frühstücke noch ganz in Ruhe eine Kleinigkeit, trinke meinen Kaffe und los geht’s.

Die Sonne geht auf, die Männer im Hause schlafen alle noch und ich mache mich auf den Weg durch den Wald und über Felder und Wiesen.

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Es wurde dann immer wärmer und schöner

 

Nach ca. 90 min. bin ich zurück, Sohn 3 ist auf der Basler Herbstmesse (wo ihm so richtig schlecht wurde, weil die eine Bahn einfach nicht mehr aufhörte zu drehen und zu drehen und zu drehen…..), Sohn 1 und 2 stehen gerade auf und können mit mir nochmal frühstücken.

Nach einer angenehmen Dusche mache ich mich an ein superleckeres Keks-Rezept, das ich schon mal vor einer Woche ausprobiert hatte. Die Kekse hatte ich mit in die Schule genommen, wo sie innerhalb kürzester Zeit, begleitet von schwärmerischen „hmmmm“s und „oooohhhhh“s  in den Mägen der Kollegen verschwunden waren.

Das Rezept ist aus der Landliebe und geht so:

150g Walnüsse, 150g dunkle Schokolade (mind. 72% Kakao) grob hacken.

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Dann 200g groben Rohrzucker mit 150g kalter Butter so gut es geht schaumig rühren. (Funktioniert bei mir mit kalter Butter nur so mittel)

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2 Eier dazu, 1 gestrichenen T-Löffel Salz, einen mit Backpulver, 220g Mehl und dann die Nüsse und die Schokolade.

Alles zu einem Teig mischen, der eher sehr klebrig ist. Eigentlich soll man ihn in Frischhaltefolie in den Kühlschrank legen, aber ich lasse ihn direkt in der Rührschüssel, weil eben alles so klebt.

Nach einer Stunde rausholen und kleine Kügelchen formen, mit Abstand auf’s Blech legen und bei 180° und Ober-und Unterhitze während 10-12 min. backen.

 

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ist wirklich eine sehr klebrige Angelegenheit, aber es lohnt sich!

Nach dem Backen auf einem Rost abkühlen lassen. Noch warm sind sie relativ weich, aber schon nach 20-30 min. haben sie eine sehr gute Konsistenz.

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Wodurch genau, weiss ich nicht, aber sie sind überhaupt nicht süss. Vermutlich ist es die dunkle Schokolade, meine hatte ja sogar 85% Kakao, die ist also absolut unsüss! 🙂

 

Dazu läuft im Hintergrund die Waschmaschine, der Herr des Hauses hat ein paar Büsche im Garten zurückgeschnitten, Sohn 2 ist vom Fussball zurück (leider verloren 😦 ), Sohn 1 geht noch mal weg an einen Theaterabend und ich chille mit Keksen und Kaffee.

So ein gemütlicher Samstag. Ich hab’s gern.

Schönes Wochenende euch allen.

Dies oder das? Die Qual der Wahl

Gestern war ein komischer Freitag. Ich hatte am Vormittag frei. Das kommt öfter mal vor, aber komisch war es diesmal, weil der Herr des Hauses auch frei hatte und wir sowas wie ein Wochenendfrühstück mit Zopf, Brötchen, Croissants usw. vor uns hatten.

Ich dachte also gestern, seit ich gefrühstückt hatte, die ganze Zeit es wäre Samstag.

Von 12:00 bis 13:00 hatte ich einen Deutsch-Kurs in einer Pharmabude direkt im Nachbardorf. Das ist eine lustige Truppe, aber ich bezweifle, dass sie bei einmal pro Woche eine Stunde Deutsch, tatsächlich viel lernen werden. Na, wir werden sehen.

Anschliessend war ich kurz wieder zuhause und traf mich dann mit einer Freundin zum Kaffeetrinken im Literaturhaus Basel. Ein sehr gemütliches Café (und auch ein Veranstaltungsort für Lesungen und so Sachen) und wir waren jetzt schon zum zweiten mal dort. Wirklich sehr gemütlich, denn wir nehmen immer den Platz mit dem alten Sofa und den Sesseln, statt einem Platz mit Holzstühlen.

Auch hier dachte ich wieder es wäre Samstag und machte mir so gegen 17:00 langsam Sorgen, ob denn die Läden überhaupt noch offen wären, denn ich sollte für Sohn 1 noch etwas aus dem Bodyshop mitbringen.

Zum Glück war aber doch erst Freitag und als wir uns so gegen 17:30 vor dem Café verabschiedeten, hatten alle Läden selbstverständlich noch offen.

Ich schlenderte also so durch die Freie Strasse in Basel und kaufte Sohn 1 seinen Kram, schlenderte weiter und da kommt dann unweigerlich der Buchladen OrellFüssli (ehemals Thalia, ehemals noch irgendwas anderes).

Da konnte ich einfach nicht dran vorbei gehen.

Eigentlich ist mein Stapel mit noch zu lesenden Büchern mehr als voll, ich habe eine Bibliothek direkt vor der Haustür und bin auch sowieso gerade mitten drin im zweiten Knausgard, aber egal. Ich werde nur mal gucken…..

Tja, und nun habe ich doch ein Buch gekauft und auch schon auf der Heimfahrt im Bus ein bisschen reingelesen. Gleich am Anfang war ich etwas verwirrt, ob es einen Zeitsprung gab oder nicht (bin immer noch nicht ganz sicher, wie es jetzt ist), aber fand den Einstieg doch sehr vielversprechend. Ausserdem war das Buch noch eine Empfehlung von Frau Brüllen, die es kürzlich ausgelesen hatte und ja, lange Rede, kurzer Sinn, ich habe es also gekauft, angefangen und stehe nur vor der Qual der Wahl. – Endlich der Bezug zum Titel dieses Blogbeitrags…. !! 🙂

Soll ich jetzt erstmal den Knausgard fertig lesen? (bin auf S. 487 von 763) Ich muss ihn bis zum 19. Oktober wieder in die Bibliothek bringen, könnte ihn dort aber auch nochmal verlängern.

Oder soll ich Lize Spit „kurz“ (505 Seiten…) dazwischenschieben?

Oder soll ich einfach je nach Lust und Laune beide parallel lesen?

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Ach, ick weeß et ja ooch nich.

Immerhin ist jetzt tatsächlich Samstag und Wochenende und in der nächsten Woche habe ich hier sturmfrei, weil die Männer ohne mich in Urlaub fahren. Da sollte sich irgendeine Lösung schon finden lassen, oder?

Schönes Wochenende wünsche ich euch 🙂

 

fünfter Oktober

Heute ist wieder Tagebuchbloggen angesagt und inzwischen geht es wohl hoch und heiss her bei Frau Brüllen, denn sie musste die Link-Liste shuffeln. (zufällig mischen) Es gab tatsächlich einen Kampf darum, wer in der Liste möglichst die vordersten Plätze ergatterte, denn dann bekommt man selber auf seinem Blog die meisten Klicks. (so einen Stress habe ich mir nun nicht gemacht, wo ich genau auf der Liste lande, aber bemerkbar macht es sich schon, ob man unter den ersten 10 ist oder irgendwo am Ende unter „ferner liefen“.)

Aber nun erstmal zu meinem Tag.

Er beginnt wie immer, nur dass ich nicht in „meinem“ Zimmer aufwache, sondern in dem von Sohn 2. (in meinem Zimmer ist der Fernseher und auch die PS und es sind Herbstferien…..“Mama, du gehst immer viel zu früh ins Bett und dann kann ich gar nicht zocken!!“ Nunja, was tut man nicht alles für die lieben Kleinen.)

Gegen 6:30 mache ich mir ein kleines Ferienfrühstück mit Butterzopf und Süsskram drauf. (sonst gibt’s immer Müsli, aber eben. Es sind ja Ferien.)

 

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Ich fahre bei wunderbarstem Wetter, aber leider nur 7° Grad mit dem Fahrrad zur Arbeit.

Dort muss ich erstmal stundenlang warten, bis ich überhaupt anfangen kann ….

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Privat kommt mir ja nur Macintosh ins Haus….

Ich arbeite nur 2 Stunden, das ist meine Vormittagsschicht, dann kann ich schon wieder nach Hause radeln.

Immer noch wunderbarstes Herbstwetter!

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Der Bahnhof in Basel. Fahre ich dran vorbei, denn ich hab ja das Fahrrad.

 

An dieser schönen Kirche vorbei. Im Frühling blühen davor diese riesigen Magnolien.

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Zu Hause, so gegen 12:00 esse ich ein Stück Pizza, das von gestern Abend übriggeblieben ist, während Sohn 2 gerade aufgestanden ist und mit mir frühstückt.

Sohn 1 schläft noch (er hat auch noch ein bisschen Jetlag aus Boston intus.), Sohn 3 ist irgendwo in seinem Zimmer.

Ich vertreibe mir die Zeit nach dem Essen mit einem Kaffe, einem Karamell-Pudding und ein paar Minuten Simpsons.

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Es ist Halloween in Springfield

So, nun packe ich meine Tasche und mache mich wieder auf den Weg zur Nachmittagsschicht an der Rezeption und anschliessend habe ich noch einen Kurs.

Bis später.

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Die WetterApp sagt: Regen um 21:00. kann man gar nicht glauben, bei dem Himmel!

Ich nehme optimistisch wieder das Fahrrad. Um 21:00 sollte ich bereits wieder zuhause sein.

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Ganz hinten sieht man Frau Brüllens Turm 😀

Um 14:30 beginnt meine Arbeit.

Um 15:00 sind draussen 22 Grad! Ich reisse alle Fenster auf. So kann ja keiner arbeiten….

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oh, Vollmond (unten rechts)

Eine Kollegin will uns was Gutes tun …..

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Lindt Schokolade ist einfach unschlagbar!!!

Es ist 17:00 und ich habe 90min. Pause, die ich hier zum Schreiben nutze. Dazu ein kleiner Snack.

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Evian hat gerade eine coole Kampagne mit kleinen Kids in zu grossen Klamotten

Also dann, noch eine Runde bis 20:00 Uhr und dann geht’s nach Hause.

Bis später

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Im Kurs sind wir nur zu dritt (ich und zwei Deutschlernerinnen 🙂 ) und auf dem Niveau B2 plaudern wir ein bisschen über’s Telefonieren und was man da so sagt.

Meine WetterApp prophezeit plötzlich schon Regen ab 20:30 und so mache ich mich eilig auf den Heimweg.

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Der Bahnhof nochmal bei Nacht

Ui und meine sonst so helle, landschaftlich schöne Landstrasse auf dem letzten Stück nach Hause ist auch ziemlich dunkel….

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wie Sie sehen, sehen Sie nichts.

Der Himmel ist irgendwie hell, denn dahinter muss ja irgendwo der Mond sein.

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Kurz nach halb neun komme ich grad noch trocken im Fahrradkeller an, meine Uhr ist wie immer stolz auf mich, ich schliesse alles ab und gehe ins Haus.

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genug Training war’s nicht, aber ich glaube die misst da irgendwas falsch…..

 

Zuhause ist nur Sohn 3, denn der Herr des Hauses holt gerade Sohn 2 vom Training ab.

Weil nichts zum Essen im Hause ist, entscheiden die Männer, noch ins Dorfrestaurant zu gehen, was ich für mich ablehne, da ich so spät nicht mehr in einem Dorfrestaurant (Fleisch und Pommes und so Zeug) essen möchte.

Ich bin ich eh nicht so hungrig und mir reicht ein Joghurt.

Dafür werde ich verpflichtet, Sohn 1 vom Training abzuholen, der sich an der regen „werholtwenwannab“-Diskussion in unserer FamilienWA-Gruppe gar nicht beteiligt hat, weil er ja nun gerade Training hat.

Inzwischen regnet es ziemlich und er wird wohl dankbar sein, wenn ich ihn hole. Geantwortet hat er aber noch nicht.

Morgen früh habe ich frei, darum ist es okay, wenn ich so spät nochmal losfahre.

Noch viel später werde ich dann wohl schlafen gehen. 🙂

 

Und huch, plötzlich springt mir noch die Katze fast in die Tastatur. Die lieben Tierchen, so niedlich, ein bisschen feucht vom Regen, aber ganz, ganz herzig…..

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Danke für’s Lesen und mal sehen, auf welchem Rang ich jetzt noch so spät bei Frau Brüllen lande. 🙂