na geht doch….

ich brauche nur Zeit, dann kann ich auch wieder etwas schreiben. 🙂

Was ist denn so passiert in den letzten Wochen?

Zimmertausch: Sohn 1 hat also sein Zimmer gewechselt. Er ist vom ersten Stock in den Keller gezogen. Ist zwar kühler und ein bisschen dunkel, die Katzen gehen (mit oder ohne Beute) bei ihm ein und aus, aber das Zimmer ist fast doppelt so gross. Das war es ihm Wert.

Das Zimmer im ersten Stock hat immer noch sein Bett, weil Sohn 1 gerne das viel grössere Gäste-Ausklapp-Sofa im Keller behalten wollte. In sein altes Bett bin ich nun umgezogen. Tada, getrennte Schlafzimmer. Puh. Sehr lange Zeit ein gesellschaftliches Tabu, aber jetzt für mich ganz persönlich sooooo angenehm. Ich glaube, ich habe die letzten Jahre (fast) keine Nacht durchgeschlafen. Und die Gesellschaft ist mir schnurzpiepegal! 🙂

Entweder bin ich vor dem Herrn des Hauses ins Bett gegangen, dann weckte er mich meist, wenn er ins Bett kam. Nur schon weil es wackelt, jemand an der Decke zieht, irgendwo nochmal Licht angeht. Was weiss denn ich. Ich habe auf jeden Fall einen sehr leichten Schlaf. Ich konnte nicht wieder einschlafen. Oder der Herr des Hauses ist vor mir ins Bett gegangen, dann konnte ich erstmal unglaublich lange nicht einschlafen, weil ich mit „Atemgeräuschen“ neben mir einfach nicht schlafen kann. Oder der Herr des Hauses war nachts noch unterwegs und weckte mich dann irgendwann morgens um 3:00. Dass ich da dann nicht mehr einschlafen konnte, ist ja auch klar, denn da hatte ich meist schon mindestens 5 Stunden geschlafen und war gar nicht mehr müde. Also eigentlich alles Mist. 😦

Nun habe ich „mein“ Zimmer und „mein“ Bett und ich kann die Tür zu machen oder offen lassen, ganz wie ich will und der Herr des Hauses kann ins Bett gehen, wann er will und Geräusche machen so laut wie er will. Das entspannt sehr. (Uns beide, denke ich, denn nachdem ich ihm dann immer wieder Tritte verabreicht hatte, konnte er auch nicht mehr schlafen….)

Tagsüber ist es noch das „Fernseh- und Gamer-Zimmer“, aber hier guckt ja ausser mir am Sonntag Abend eh niemand fern. Sohn 2 und 3 spielten sofort die ersten paar Tage nach dem Zimmertausch sehr intensiv PS4, weil das plötzlich direkt auf ihrer Etage lag und sie dafür nicht mehr in den Keller runter mussten, aber das hat sich auch schon wieder gelegt. Und nicht, weil ich jetzt da eingezogen bin. Das hatte schon vorher stark nachgelassen.

Wenn sie wollen, können sie aber immer dort spielen, wenn ich nicht gerade schlafen will. 🙂

Wenn Gäste kommen, werde ich das Zimmer natürlich räumen, aber das ist dann ein absehbarer Zeitraum, das geht.

Schulanfang: Sohn 1 und 2 gehen immer noch in die selbe Schule und hatten keine grossen Anlaufschwierigkeiten. Sohn 3 hatte in der ersten Woche auf der neuen Schule in der Nachbargemeinde noch ein ganz kleines bisschen Probleme. Er ist nur mit einem anderen Jungen aus unserem Dorf in der gleichen Klasse und der andere fährt mit den Bus statt mit dem Fahrrad. (dabei tut es so gut, morgens mit den Fahrrad den Hügel hinab zu rasen, dabei viel Sauerstoff zu tanken und dann frisch und munter in der Schule anzukommen!) Es fahren etwa 5 Jungs mit dem Fahrrad, aber die sind eben alle in anderen Klassen. So kam es, dass er am zweiten oder dritten Tag schon mal die Garderobe von der Turnhalle nicht fand und so die erste Sportstunde verpasst hat. Oft weiss er nicht, wo was ist, was die Hausaufgaben sind, wo die jetzt alle hingehen (nach Hause zum Beispiel, er dachte, sie hätten noch eine Stunde länger… 🙂 ) und so weiter.

Er wird das alles lernen, es ist nun schon die zweite Woche und alles wiederholt sich. Jetzt weiss er, wo was ist.

Haare: ich müsste schon wieder zum Friseur. Es kommt ein gräulicher Ansatz zum Vorschein, der schon mindestens 1-2 cm gross ist…..

Was lässt mich noch zögern?

Friseur ist in der Schweiz unglaublich teuer. Meine Friseurin ist es auf jeden Fall. Es geht vielleicht noch etwas billiger, aber ich bin ja sehr zufrieden und so bleibe ich ihr treu. („nur“ waschen, Stränchen und schneiden. Unter 150.- komme ich da niemals raus.)

Grau ist ja neuerdings sehr im Trend. Wenn die 15jährige Tochter der Freundin nicht mit den Augen gerollt und zu ihrer Mutter gesagt hätte „du lässt dir jetzt aber nicht die Haare grau wachsen…“, als diese ihren Ansatz nicht mehr wegfärbte, dann hätte meine Freundin jetzt wohl graue Haare. Sie wollte ihrer Tochter dann aber diese „Peinlichkeit“ ersparen und hat doch wieder drübergefärbt.

Möglicherweise sieht man mit 47 und grauen Haaren doch schon verdammt alt aus. Will ich das? Während um mich herum die Frauen mit 60+ alle noch blondgelockt und jugendlich daher kommen?

Puh, eine schwere Entscheidung.

Arbeit: Ich habe im Mai zusätzlich zu meinem Deutschlehrer-Job in der Sprachschule auch noch angefangen zu 35% an der Rezeption zu arbeiten. Zusammen mit 3 Kolleginnen. Eine zu 100%, eine 50% und eine ebenfalls 35%. Das reicht aus, um die Öffnungszeiten (8:00 bis 20:00) gut abzudecken und alle anfallenden Arbeiten zu erledigen.

Seit Juni etwa aber ist die 50%ige krank. Und zwar ununterbrochen. Bis heute. Somit hatten wir z.B. während der Ferien von der 100%igen nur noch 2x 35%, womit wir ja nicht mal 100% abdecken konnten. Aber auch als die 100%ige wieder da war, fehlten die 50% schon irgendwie. Ich habe viele, viele Überstunden angesammelt, so dass z.B. meine Sommerferienwoche in London komplett mit den Überstunden abgedeckt werden konnte. Ich habe jetzt also eine Woche mehr Ferien, nur ist die Frage, wann soll ich die denn nehmen, denn die beiden anderen müssen dann ja auch wieder Überstunden machen, die sie später wieder aufbrauchen müssen, usw. usw.

Das ist irgendwie ein Fass ohne Boden…..

Ich glaube nicht, dass die 50%ige jemals wieder arbeiten wird. Von Woche zu Woche hangelt sie sich von einer Krankmeldung zur nächsten. Vielleicht erhöhe ich mein Pensum ein bisschen. Das wird sich in den nächsten Tagen herausstellen.

Bücher: ich habe „ein wenig Leben“ ausgelesen und puh, das ist ein starkes Buch. Wiedermal ziemlich dick, am Anfang total verwirrend, so dass ich mir aufschreiben musste, wer wer ist und was die jeweils alles machen oder gemacht haben, aber dann konnte ich es nicht mehr loslassen und gegen Ende musste ich sogar heulen. Lest es selber, ich möchte gar nicht zu viel darüber verraten. Aber es ist nichts für zarte Seelen. (Missbrauch und Selbstzerstörung sind ein grosses Thema)

Danach habe ich „mein sanfter Zwilling“ gelesen, was mich nach dem vorherigen Buch nicht mehr so sehr beeindrucken konnte. Ich habe auch nicht sehr viel in Erinnerung behalten.

Jetzt lese ich gerade noch die letzten Seiten von „das Nest“. Das ist wieder ganz gut. Ein Vater hat für seine 4 Kinder ein bisschen Geld (sie nennen dieses Erbe „das Nest“) auf die Seite gelegt, das am 40. Geburtstag der jüngsten Tochter an alle ausbezahlt werden soll. Kurz vor diesem Stichtag passiert etwas, was die Mutter der 4 Kinder veranlasst, von diesem Geld zu nehmen, um den einen Sohn „zu retten“, sodass nun die anderen drei ziemlich sauer auf den Bruder sind, denn das Geld ist weg. Sie hatten alle fest damit gerechnet und entsprechend gelebt. (ein Satz aus dem Buch beschreibt es ziemlich treffend: „verkaufe nicht das Fell, bevor du den Bären erlegt hast.“ oder so ähnlich.)

Ich bin noch nicht fertig, aber es bleibt weiterhin spannend.

Danach werde ich das erste Buch von Karl Ove Knausgard anfangen. „Sterben“. Er hat 5 oder 6 (oder noch mehr?) autobiografische Bücher geschrieben, die jeweils so um die 600 Seiten haben. Keine Ahnung, ob mir das gefallen wird. Ich bin gespannt. 🙂

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So. Ende des Textes. Sorry, ist ein bisschen lang geworden….. 🙂

Aber vielleicht bin ich jetzt wieder etwas mehr in den „Schreib-Flow“ gekommen, ich schreibe im Grunde genommen ja echt gerne, aber oft muss ich ein bisschen aufpassen, was man so in die grosse, weite Welt hinschreiben kann/will und was nicht. Manchmal eine Gratwanderung. Vielleicht öffne ich irgendwann mal so einen „Geheimblog“…..

Geniesst noch die vielleicht letzten warmen Tage dieses (hier in der Schweiz zumindest) herrlichen Sommers und vielen Dank für’s Lesen.

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Chaos

Hier geht’s grad ein bisschen drunter und drüber und darum komme ich gar nicht zum Schreiben. Oder das, was ich schreiben wollte, gehört nicht hierher. Ach, kompliziert.

Morgen habe ich aber mehr oder weniger den ganzen Tag frei. Sogar ohne Kinder, die sind alle irgendwo unterwegs. Vielleicht setze ich mich dann mal in Ruhe hin und schreibe euch wieder mal was. Nicht dass ihr mir am Ende noch alle davonlauft…..  🙂

Bis dahin – bleibt gesund und munter.

Tagebuch-Tag

Und schon ist es wieder so weit. Es ist Tagebuch-bloggen-Tag. Alle anderen Tagebuchblogger-berichte kann man ab 18:00 Uhr hier bei Frau Brüllen nachlesen.

Ewigkeiten habe ich nicht mehr geschrieben, so kommt es mir vor und ich habe extrem grossen Respekt vor Leuten, die total diszipliniert jeden einzelnen Tag bloggen. Das würde ich niemals schaffen.

Aber wenigstens einmal im Monat sollte ja schon drinliegen. 🙂

Heute ist Samstag, da läuft natürlich nicht ganz so viel, wie vielleicht an anderen Tagen. Ausserdem sind noch Sommerferien, da läuft grad nochmal weniger.

Ich stand trotzdem schon um 6:30 Uhr auf, weil ich einfach schon mal wach war und wenn ich wach bin, muss ich auch aufstehen.

Unser Internet war über Nacht in die Knie gegangen und ich konnte gar nicht mit den Simpsons spielen….. 😉

Also musste ich wohl oder übel die Spülmaschine ausräumen….

Ansonsten brauchte ich das Internet aber eigentlich gar nicht und so frühstückte ich gemütlich ein paar Scheiben Zopf mit diversen Aufstrichen, trank ein grosses Glas Himbeer/Nektarine/Banane/Orangensaft-Smoothie, das ich gestern schon gemacht hatte und dazu einen Pott Kaffee.

Gegen 9:00 Uhr fuhr ich mit dem Velo nach Basel, unterrichtete meine samstags als einzige erscheinende Schülerin des Gruppenkurses (sie hat übrigens total den Joker gezogen. Hat mit einem Gutschein der Stadt Basel 80 Gratislektionen in einem Gruppenkurs gebucht, aber ausser ihr kommt seit ca. 3 Monaten niemand mehr. Anfangs waren sicher 8 Leute angemeldet, die nach und nach samstags etwas besseres zu tun hatten. Nun geniesst sie gratis Einzelunterricht, für den andere ziemlich viel Schotter liegen lassen müssen….), liess noch Passfotos für meinen deutschen Pass machen, der in wenigen Wochen abläuft und fuhr dann wieder nach Hause.

Dort ging dann zum Glück das Internet wieder (wahrscheinlich hatten die Söhne gestürmt) aber anscheinend hat dafür das Telefon den Geist aufgegeben…. Hm, Sachen gibt’s… naja, wer braucht schon Festnetz ?

Der Herr des Hauses macht dafür die „Horizon Box“ von Cablecom (so ein TV-Teil, mit dem man dann viel mehr und besser und was weiss ich alles fernsehen kann.) verantwortlich, die möglicherweise unser WLAN stört, aber sicher sind wir nicht. Vielleicht stellen wir die Box auch einfach wieder aus. Wir brauchen sie im Grunde genommen gar nicht. Im Sommer gucke ich nicht mal mehr Tatort, weil nur Wiederholungen gezeigt werden. Irgendwie ist aber das Telefon und das Internet und das Fernsehen alles miteinander verbunden. Glaube ich jedenfalls…. (ich sehe schon den Herrn des Hauses mit den Augen rollen….)

Ich werkelte ein bisschen mit den Simpsons am iPad herum, ass ein Brot mit Käse und Tomaten, einen Joghurt und eine „Jogurette“ (ja, die gibt’s echt noch!!). Die Männer hatten irgendwie gerade erst gefrühstückt (es war schon 12:30 Uhr) und darum ass ich ganz allein.

Dann ging ich einkaufen, denn wir wollen heute Abend noch grillen.

Inzwischen ist es auch schon halb fünf, vom Einkaufen bin ich jetzt zurück, habe alles in den Schränken verräumt und mache nun erstmal eine kleine Pause.

Ich habe nämlich gerade eine etwas merkwürdige Ohrenentzündung, die macht mich – sagen wir mal – ein wenig matt.

Vor ca. 2 1/2 Wochen begann es mit leichten Ohrenschmerzen im linken Ohr und bis heute doktere ich – bzw. der Ohrenarzt – daran herum. Mit Nasenspray (Kortison!!!), Tabletten (auch Kortison!!!), Antibiotika (!!!!), Ohrentropfen, Ohr ausspülen, Pilzabstrich und nichts davon half bis jetzt. Donnerstag Abend hatte ziemliche Schmerzen und das Wochenende stand vor der Tür.

Nachdem die Antibiotika seit Freitag morgen durch sind (krasse Teile übrigens, Tabletten so gross wie das letzte Fingerglied meines kleinen Fingers und bitte schön komplett zu schlucken. Schwimmt das Teil zu lange im Mund herum, weil ich (Kopfsache!) einfach nicht schlucken kann, fängt es an, sich langsam aufzulösen und DAS bekommt man dann schon grad gar nicht mehr runter!), geht es mir schlagartig besser !?!

Heute also nur noch so ein bisschen Rauschen im Ohr, nicht 100% funktionsfähig aber keine Schmerzen mehr. Sehr merkwürdig. Trotzdem bin ich nicht immer ganz bei der Sache, sondern lausche immer wieder in mein Ohr, das zweite Ohr kompensiert das schlechte Hören und irgendwie ist das alles anstrengend. Ich fühle mich auch so schief, wenn eine Seite weniger gut hört. Kontrolltermin ist am Montag. Ich werde sehen.

Warum ich das erzähle? Nur so und damit ich an dieser Stelle den Eintrag bereits beenden kann, denn ausser dass wir abends den Grill anschmeissen, wird heute nicht mehr viel passieren. Nicht mal die Wäsche werde ich waschen glaube ich. Habe Sohn 1 statt dessen einfach ein paar Socken gekauft…. 🙂

Also macht’s gut, euch allen ein schönes Wochenende und meine Schreiblust wird schon wieder zurückkommen, spätestens wenn ich mich nicht mehr so auf mein Ohr konzentrieren muss. 🙂