Herbstferien, Tag 6

Tag 6, 8. Oktober 2016

Wir bekommen ein leckeres Frühstück mit 3 verschiedenen Marmeladen und Honig. Wieder haben wir das Lunchpaket vergessen. Da es aber unser Abstiegs-Tag ist, werden wir es hoffentlich auch ohne Lunch schaffen.

Die Jungs essen Unmengen Brot zum Frühstück und werden dann sowieso weniger Hunger haben.

Ein letztes Mal packen wir die Rucksäcke, ärgern uns ein bisschen über das Gewicht und nehmen uns wiederholt vor, beim nächsten Mal viiiiiieeeeel weniger einzupacken.

Der Plan ist: wir wandern zur Seilbahn, dann nehmen wir den Bus nach Biasca und von dort fahren wir getrennt weiter. Die Männer Richtung Tenero auf einen Campingplatz und ich nach Andermatt, um das Auto zu holen. Dann sind wir in Tenero unabhängiger.

Der heutige Tag ist sehr neblig, feucht und kalt. Da fällt uns der Abschied aus den Bergen sehr leicht.

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wie im verwunschenen Märchenwald

Die Pfade durch den Wald führen uns Richtung Tal. Und wieder begegnen wir Jägern, die uns fragen „Haben Sie gesehen Ziege?“

Nein, haben wir nicht. Wirklich nicht.

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Huhu, da kommt ein Waldgeist aus dem Dickicht….

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Gemütlich ist diese Wanderung nicht. Es ist kalt, sobald man stehen bleibt, der Boden ist feucht und rutschig, der Nebel ist dicht.

Irgendwann kommen wir endlich bei der Seilbahn und wieder in der Zivilisation an. Wir sehen Samstags-Ausflügler, die um die Mittagszeit bei der Seilbahn essen wollen.

Der Kontrast zwischen uns (ungeduscht, dreckig, vollbepackt, müde und ein bisschen durchgefroren) und den Ausflüglern (geduscht, sauber, mit Handtäschchen, fit und warm) ist nicht zu übersehen.

Nach der Seilbahn erwischen wir den Bus und die Bahn für die Männer steht am Bahnhof schon bereit. Sie müssen sogar ein bisschen sprinten, damit sie ihnen nicht abfährt.

Mein Zug kommt erst in 20 min. und ich kaufe mir noch ein Sandwich am Kiosk.

Ich fahre durch den Gotthard-Tunnel und bin nach Umsteigen in Göschenen bald in Andermatt. Dort kaufe ich noch ein bisschen ein für den nächsten Morgen (1kg Butterzopf, 2 L Milch, Butter, Nutella!!, Marmelade, ein bisschen Obst, Apfelsaft und Mineralwasser) und bin dann froh, dass unser Auto noch dort steht, wo wir es geparkt haben. Und der Parkplatz war wirklich kostenlos. Ich kann es immer noch nicht glauben.

Der Herr des Hauses gibt mir die Koordinaten von Tenero durch, ich programmiere das Navi und fahre los.

In Andermatt bin ich ja schon fast auf halbem Weg über den Gotthard-Pass, aber da meine Orientierung nicht gerade meine Kernkompetenz darstellt, lasse ich mich vom Navi wieder runter und dann durch den Tunnel führen. Ich habe aber nichts gegen den Tunnel. Hoffe nur, dass niemand einschläft und mit lauter Musik (von Rhodes) bin ich bald wohlbehalten auf der anderen Seite des gewaltigen Berges.

Auf dem Campingplatz haben wir so einen Wohnwagen mit Vorzelt gemietet, der aber so klein ist, dass der Herr des Hauses mehr oder weniger draussen im Vorzelt schlafen muss.

Kalt ist es auch, aber das sind wir ja schon gewöhnt… 🙂

 

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Abends fahren wir noch nach Locarno in eine Pizzeria und fressen uns den Bauch voll.

 

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3 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Inch
    Okt 19, 2016 @ 10:08:09

    Nebel inden Bergen finde ich eigentlich schön, wenns nicht jeden Ferientag nebelt

    Antwort

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