Herbstferien, Tag 1

 

Wir haben Herbstferien seit zwei Wochen und darum war hier gerade so tote Hose. Aber seit Montagabend sind wir wieder zurück und nun wird es höchste Zeit für mich, von den Ferien zu berichten.

Wir waren vom 3. bis 7. Oktober in den Tessiner Alpen unterwegs und ich werde versuchen, jeden Tag über einen Tag unserer Tour zu berichten. So bleibt es spannender 🙂

Tag 1, 3. Oktober 2016

Kurz nach 8:00 Uhr brechen wir mit dem Auto auf in Richtung Süden. Da Montag ist, haben wir keinen Stau und kommen flott voran.

Unser Ziel: Andermatt im Kanton Uri.

Wir können das Auto auf einem grossen kostenlosen (dass es sowas überhaupt noch gibt…!?!) Parkplatz, direkt neben dem Bahnhof abstellen und ziehen uns die Wanderschuhe an.

Am Bahnhof warten wir auf den Zug Richtung Disentis im Kanton Graubünden.

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3 von 5 Rucksäcken, die wir demnächst ein paar Tage auf unseren Rücken schleppen werden.

Der Zug, den wir erwischen, ist ausgerechnet der Glacier-Express, was uns unerwartet einen Zuschlag von 30.- Franken pro Person kostet. Na, das geht ja gut los…..

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Der Ausblick ist natürlich toll, aber hätten wir mehr Zeit gehabt, hätten wir wohl besser einen Zug später genommen.

Von Disentis fahren wir noch kurz mit dem Bus bis nach Curaglia und sind dann schon auf 1332 m.ü.M.

Von dort aus wandern wir los. Ein Aufstieg auf 2524 m.ü.M steht uns bevor.

Anfangs war ich sehr skeptisch dieser ganzen Sache gegenüber, denn wenn das Wetter nicht mitspielt, dann kann so eine Wanderung in dieser Höhe so ziemlich in die Hose gehen. Aber wie man sieht, ist das Wetter bestens und der Herr des Hauses hatte alles super durchorganisiert, sodass wir uns ganz unbeschwert nur auf die Landschaft konzentrieren konnten und auf unsere Füsse achten mussten.

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Ich in ganz klein 🙂

auf den höheren Gipfeln liegt Schnee, aber so hoch müssen wir heute nicht hinaus.

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Da oben steht die Hütte, in der wir die erste Nacht verbringen möchten. Aber so nah, wie es hier aussieht ist es leider nicht. Und auch die Steile kommt auf Fotos nie so krass rüber, wie sie in echt ist.

Wir mussten uns also am Ende des ersten Tages nochmal ziemlich anstrengen.

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oh, es ist noch sooooo weit….

Die Jungs springen wie junge Gazellen – oder für diese Gegend besser: Steinböcke – über Stock und Stein, während der Herr des Hauses und ich eher gemütlich und gelenkschonend den Berg bezwingen. Wir haben aber auch die schwereren Rucksäcke….

Dann haben wir es alle geschafft. Es ist irgendwas zwischen 4 und 5 und ich bestelle mir einen verdienten Milchkaffee. 🙂

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Die Medelshütte

Die Aussicht von hier ist fantastisch und gegen Abend erleben wir noch einen traumhaften Sonnenuntergang.

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Berge, Berge, Berge

In der Hütte bekommen wir ein 4-Gang Menü, das aus Salat, Suppe, Fleisch mit Polenta und einem Dessert besteht. Am Tisch sitzen 8 Personen, auf der Hütte übernachten insgesamt ca. 24 Leute. Man kommt ins Gespräch. Das Wetter hat noch andere in die Berge gelockt.

Ein Pärchen aus Basel empfiehlt uns eine andere Route als wir eigentlich vorhatten und wir denken darüber nach.

Unser Nachtlager ist, wie in diesen Hütten üblich, ein Massenlager aus 10 Betten. In den oberen 5 ist eine andere Familie mit 3 Mädchen, sodass die Nacht schnarchtechnisch relativ ruhig bleibt. 😉

Geheizt wird nur der Aufenthaltsraum, denn wer möchte so viel Holz auf die Hütte tragen. Strom kommt mit Solarzellen, das Wasser wird von einem See rübengepumpt. Der Versorgungshelikopter ist teuer. Die Waschräume und Toiletten im Keller sind darum  eiskalt, aber duschen wird hier eh niemand. Man spart Wasser und Geld. Trotzdem friert mir beim Ausspülen nach den Zähneputzen fast alles ein. Brrrrrrr.

Als es dann so richtig dunkel (und auch eiskalt, so 1-2 Grad) wird, macht Sohn 1 mit seiner Kamera noch ein paar sehr geile Fotos vom Sternenhimmel, der in den Bergen ohne jegliche Lichtverschmutzung natürlich atemberaubend ist.

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Leider ist es zu kalt, um sich auf die Wiese zu legen und in den Himmel zu staunen.

 

 

Der Tag geht zu Ende und wir fallen müde, satt und mit einem ganz kleinen bisschen Muskelkater in den Oberschenkeln in unsere Betten.

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