Gehirn-Wellness

In 30 min. fährt mein Bus, der mich zum Flughafen bringt, wo ich in den Flieger nach Berlin steigen werde.

Ich ganz alleine, ohne Kinder ohne Mann ohne alles. Nur mit einem kleinen Köfferchen, der noch ins Handgepäck passt, wenigen Kleidern und einer Zahnbürste. Alles andere kann ich dort besorgen oder gibt es dort schon. 🙂

4 Tage (ohne An- und Abreise) mache ich Gehirn-Wellness. Ich muss nur an mich selber denken, an meine Termine, die ich für mich gemacht habe.

Ich muss nicht auch noch dran denken, dass Sohn 1 schwimmen hat, dass er Training hat, wer ihn abholt, dass Sohn 2 nicht vergisst, Saxophon zu üben, wer zum Mittagessen zu Hause ist und wer nicht, ob Sohn 1 schon für den Test geübt hat, wie lange Sohn 2 Training hat, wie er dort hin kommt, wer welche Hausaufgaben hat, ob der Herr des Hauses zum Essen nach Hause kommt oder nicht, und, und, und, und, und …..

Mein Gehirn kann 4 Tage einfach mal entspannen.

Hach, ich freu mich!! 🙂

 

Buchtipp

 

Gestern sass ich vier Stunden vertretenderweise in einer Bibliothek, in die bei Temperaturen um die 33° Grad gerade mal 5 Personen kamen. Also nicht gerade viel….

Hach, aber da ich ja nun schon an der Quelle sass, stöberte ich ein bisschen herum und fand dieses kleine, feine Büchlein und eben die Zeit, es in einem Rutsch zu lesen.

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Es hat nur etwas mehr als 150 Seiten und die habe ich in diesen 4 Stunden locker geschafft.

Es geht um Juli, eine junge Frau, die vor einiger Zeit mal einen Freund hatte, der aber eines Tages ohne grosse Erklärungen einfach nach Südafrika abgehauen ist.

Dieser Freund kündigt sich nun per mail an und Juli bleiben 12 Tage bis zu seiner Ankunft.

Diese 12 Tage bilden die 12 Kapitel dieses Buches, in denen jeweils eine Person aus Julis Leben beschrieben wird. Mal ihre Mutter, ihr Vater, eine Eierfrau, aber auch eine Fremde.

Alle diese 12 Leute trifft Juli in den 12 Tagen bis zur Ankunft des Freundes und sie werden alle irgendwie in diese Geschichte verwoben, helfen ihr oder auch nicht. Mal passiert das innerhalb dieser 12 Tage, mal gibt es Rückblicke, damit wir die Beziehung zu diesen Personen besser verstehen.

Als roter Faden zieht sich eine tote Taube und ein Junge, der immer bei dieser Taube auftaucht, durch die 12 Kapitel.

Das ist aber auch schon alles. Dieses Buch ist total unaufgeregt, obwohl Juli nervös ist. Man liest sich von Kapitel zu Kapitel, lernt ihre Familie und ihr Umfeld kennen, man lernt auch Juli sehr gut kennen. Aber ganz ruhig, selbst als es mit der Eierfrau doch ziemlich abgeht. Zunächst jedenfalls …. 🙂

Es ist aber auch wieder irgendwie spannend, weil man ja wissen möchte, was den nun ist mit dem Freund und wie sie sich dann wohl treffen und wie es dann weiter geht, und, und, und.

Hach, lest es!!! Es lohnt sich!

Schönes Wochenende wünsche ich euch.

 

Zeichen ….

 

Ein ganz deutliches Zeichen für eine Maus im Haus – eine lebende wohlgemerkt – ist, wenn die Tabletts mit den Futternäpfen für die Katzen nicht mehr so

 

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Normalerweise stehen die Tabletts gerade.

sondern so stehen.

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Hier wurde versucht, eine Maus zu erwischen, die sich dann unter den Schrank retten konnte….

Wenn ich also morgens die Tabletts so stehen sehe, dann muss ich eigentlich nur abwarten. Denn irgendwann setzt sich entweder eine der Katzen an einen Ort, wo sich die Maus vermutlich befindet. Dort lauert sie und wartet.

Falls die Maus aber ein bisschen intelligent ist (meistens), dann wartet sie bis keine Katze mehr im Haus ist (so wie gestern Mittag) und kommt einfach so heraus, setzt sich auf’s Sideboard und raschelt friedlich vor sich hin. Und guckt. 🙂

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Ich muss sagen, ich finde sie total süss!!!! Sie hat sich übrigens genau vor das Bild mit der Schokolade gesetzt. 🙂

 

Wenn ich Glück habe (auch meistens), kann ich die Maus in der kleinen Box fangen. Sie ist schon etwas äh schmuddlig, aber der Maus macht das nichts und sie ist immerhin safe.

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Ich setzte sie in die Wiese vor dem Haus und hoffte, dass sie sich wieder etwas von dem Stress erholt hat.

Heute Morgen kam unsere Katze wieder mit einer lebenden Maus an, die sich dann in einem Gartenschuh versteckte. Ein Crocs mit so Löchern vorne, da guckte nur die Mäusenase durch. Auch wieder sehr herzig.

Ich habe den Schuh genommen, der Maus gut und ruhig zugeredet, dass ihr nichts passieren würde, habe dann die Katze eingesperrt und auch diese Maus (oder war es womöglich die selbe??) in die Wiese gesetzt.

Das ist Natur und wir lassen die Katzen ja raus, weil wir ihnen ein möglichst artgerechtes Leben ermöglichen möchten. Dazu gehört nun mal auch, dass sie Mäuse fangen. So oft es mir aber möglich ist und ich die Maus noch rechtzeitig retten kann, versuche ich natürlich alles. Denn auch die Mäuse sind Lebewesen, die es wert sind, nur immer klappt das eben nicht.

 

 

Nachgebacken

 

Wie ich ja hier schon angekündigt hatte, wollte ich diesen Kirschkuchen irgendwann auch mal mit Äpfeln probieren. Und weil unsere Äpfel nun auch nicht ewig halten, machte ich mich heute Nachmittag ans Werk:

 

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Ungefähr zwei grosse Äpfel habe ich kleingeschnitten und mit Zitronensaft beträufelt.

 

Obwohl ich alles haargenau gleich gemacht habe, wie beim letzten mal, wurde der Teig diesmal total klebrig und matschig. Sieht man das auf dem Foto?

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Die Apfelreihen habe ich dann noch mit Zucker und Zimt bestreut. Reichlich…. 🙂

Ich sage euch, das war eine Sauerei, die Apfelstücke in den Teig zu rollen, alles irgendwie von der Platte zu kratzen und einigermassen unversehrt in die Kuchenform zu bugsieren….. überall rutschten die Apfelstücke wieder raus, der Teig riss, klebte fest, usw.

 

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aber letztendlich kam dann doch noch ein ganz ansehnliches Stückchen Kuchen aus dem Ofen, wie man hier sieht.

hmmmm, und es schmeckte ganz hervorragend!!!!! Ich muss sagen, es schmeckte mir sogar noch ein bisschen besser als mit Kirschen. Die Äpfel sind viel besser im Teig verteilt und so gibt es nicht so viele trockene Stellen.

Und siehe da, auch Sohn 2 und 3 (Sohn 1 hatte den mit Kirschen ja immerhin probiert….), waren begeistert.

 

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uuups, schon mehr als die Hälfte aufgegessen. So manch einer nahm da wohl noch ein zweites Stück……

 

Ich kann diesen Kuchen also absolut empfehlen. Geht mega-schnell, man hat eigentlich immer alle Zutaten im Haus (Rezept im Kirschkuchenbeitrag) und er schmeckt einfach!

Ein schönes Wochenende wünsche ich euch 🙂

nass bis auf die Haut

 

Mit dem Fahrrad unter die Dusche. Oder mit dem Fahrrad unter einem Wasserfall durchfahren. Das trifft es ziemlich gut, was ich heute Abend auf dem Weg nach Hause (zum Glück nicht auf dem Weg zur Arbeit!!) gemacht habe.

Schon als sich die Lektion um kurz vor acht dem Ende neigte, wurde es immer dunkler und ich fragte den Schüler noch, ob er es denn weit nach Hause habe. Er hatte nur 5 min.

Schön für ihn (der mich nebenbei bemerkt so dermassen an einen Exfreund erinnerte, dass es schon unheimlich war….), nicht so schön für mich, denn ich brauche mindestens 25 min. nach Hause.

Unten vor dem Ausgang stauten sich die Lehrer und Schüler, die mit dem Unterricht fertig waren und wir alle schauten abwechselnd nach draussen, auf unsere Wetter-Apps mit Regenradar und wieder nach draussen.

Irgendwann ist es dann aber einfach Wurscht. Ich wollte nach Hause und dort angekommen kann ich ja duschen und mich umziehen. Alles kein Problem.

Ich rannte nur ca. 20 Meter ums Haus, weil dort mein Fahrrad (unter einem Dach wohlgemerkt) stand und war schon komplett nass eigentlich. Warum rannte ich überhaupt????

Geschützt unter dem Dach, sortierte ich meine Sachen in meiner Stoff(!!)tasche. Das Handy ganz nach unten, die Brille irgendwie noch ins Sonnenbrillen-Etui dazu (zum Glück bin ich ohne nicht vollblind) und die Apple Watch auch noch irgendwie rein.

Und dann einfach los. Nass war ich ja eh schon, nasser ging’s eigentlich nicht mehr. Ich grinste mir eins. So ein Sommerregen macht irgendwie lustig, keine Ahnung warum. Als die Autos mir ihre Fontänen ans Bein schwemmten, als ich selber durch tiefe Pfützen rauschte, alles egal, egal, egal. Nasser wird’s nicht.

Nur ein bisschen frisch war es, als so nach 20 min. der Regen aufhörte. Fast schade. Ich passte auch gar nicht mehr ins Bild mit orange-hellblauem Abendhimmel, sogar ein paar Sonnenstrählchen und ich triefend auf meinem Fahrrad.

Naja, ich habe es auf jeden Fall bis nach Hause geschafft, die Schuhe schmatzten und die Kleider klebten mir unangenehm am Körper.

Die Jungs zeigten sich nur mässig interessiert auf meine Frage „Wollt ihr mal ’ne nasse Mutter sehen???“. Tja, dann eben nicht.

Nach der warmen Dusche kochte ich mir einen Tee. Ich trinke eigentlich keinen Tee, der ist mehr für Gäste oder wenn jemand krank ist. Aber diese Situation erforderte einen Tee. 🙂

Ich hoffe, ihr hattet alle einen schönen, gemütlichen und trockenen Abend.

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Marokkanischer Masir – Minze Honig. Dazu zwei Scheiben Vollkornbrot mit Honig und alles ist gut. 🙂

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