das Experiment – Tag 1

So, jetzt muss ich mich ja schon beeilen mit dem Bericht, denn heute ist ja bereits Tag 2 und da kann ich dann ja wieder nicht schreiben.

Also. Letzten Montag.

Ich muss um 17:45 zur Arbeit losgehen und fange also gegen 17:30 an, bei den Jungs die Geräte einzusammeln. Klappt eigentlich ganz gut, nur Sohn 1 mäkelt ein bisschen herum, dass ich doch 17:45 gesagt hätte und ich würde mich nicht an die Abmachungen halten. Als ob es auf die 15 min. ankäme….

Als ich dann die iPhones, und iPods und iPads im Haus zusammensuche, sagt Sohn 1, der Herr des Hauses hätte gesagt, die Phones dürften sie behalten, weil sie ja mal eine WhatsApp schreiben müssten oder so.

?????? Hä?? Habe ich da was nicht mitbekommen? Ich war doch am Sonntag Abend dabei, als wir alles besprochen hatten. Hmmm. Ja, da war irgendwas mit WhatsApp, aber doch nicht so?? Leider kann ich mich nicht mehr so genau erinnern. Mist. Sohn 1 sagt, dort seien jetzt alle dran, Infos über den kommenden Geschichtstest zu verbreiten. Was soll ich da sagen?

Schon früher einmal wollte ich Sohn 1 sein iPhone wegnehmen, da gab’s mal eine Situation, in der ich das für angebracht hielt. Er hätte mich (mit seinen Blicken) fast getötet. Dieses Phone ist sein Herz. Sein Leben. Sein Elixier. Das darf ich ihm nicht nehmen.

Also, ich hatte am Montag Abend um inzwischen 17: 43 keine Zeit und keinen Nerv, mit Sohn 1 über das Phone zu diskutieren und appellierte noch einmal an sein Vertrauen und liess ihm das Phone. (am nächsten Morgen konnte ich sehen, dass er um 17:58 oder so das letzte mal online war. ok, geht also.)

Dann war ich weg.

Als ich noch im Auto sass, klingelte das Handy und Sohn 1 fragt, wie das jetzt genau mit der Waschmaschine funktioniert. (ich hatte ihnen angeboten – sie nicht gezwungen!! – ihre Sportsachen doch selber zu waschen, weil ich keine Zeit mehr hatte) Ich hatte zwar extra eine Anleitung mit Fotos ausgedruckt und Pfeilen zu den richtigen Knöpfen und Schaltern, aber gut, es brauchte noch mal einen ausführlichen Telefonsupport aus dem Auto heraus. (Bluetooth-Freisprech sei Dank!)

So gegen 22:0 Uhr komme ich wieder nach Hause.

Sohn 3: schläft schon.

Sohn 2: irgendwie auch, es ist dunkel im Zimmer. Er sagt mir aber noch „Gute Nacht“ als ich kurz reingucke.

Sohn 1: liegt auf seinem Bett. Er blickt etwas stoisch gegen die Decke. Sein Radio (!) läuft. Der Boden ist tiptop aufgeräumt, der Schreibtisch auch, der Staubsauger steht noch vor der Tür. Es wirkt ein bisschen demonstrativ gelangweilt…. aber friedlich.

Der Herr des Hauses, der so kurz nach 19:00 Uhr nach Hause gekommen war, berichtet, sie hätten zusammen gegessen, dann gemeinsam „Dominion“ gespielt, allerdings nur mit Sohn 2 und 3, weil Sohn 1 mit Aufräumen beschäftigt war. (vielleicht hätte er sich lieber noch etwas für heute aufheben sollen….)

Später berichtete Sohn 3 allerdings noch, dass er sich die Zeit, bis der Herr des Hauses kam, damit vertrieben hätte, sich mit Sohn 2 zu kloppen (also spielerisch…..). Naja, wenn’s der Sache dient, sollen sie sich von mir aus auch kloppen. Jungs halt.

Die Sportwäsche war gewaschen, aber nicht ausgeräumt und dementsprechend auch nicht aufgehängt. Das musste ich dann noch machen.

Aber im Grossen und Ganzen bin ich mal zufrieden mit dem ersten Tag.

Ich werde sehen, was der heutige Abend bringt, wenn Sohn 1 all seine „haushälterischen“ Aufgaben bereits erledigt hat. Er kann ja nicht zwei mal pro Woche sein Zimmer aufräumen. So ein Chaot ist er nun auch wieder nicht, dass das nötig wäre.

Morgen dann mehr über Tag 2 des Experiments. Oder auch übermorgen erst oder am Sonntag. 🙂 Ach, am Samstag ist ja schon wieder der fünfte….. viel zu tun, wenn man so einen blog hat …. 🙂

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3 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Zoé
    Mrz 03, 2016 @ 08:35:45

    Wenn das so weiter geht mit deinen Jungs, schmeißen sie dir an den Internetfreien Tagen deinen Haushalt 😉

    Antwort

  2. Trackback: das Experiment – die nächsten Tage | Der ganz normale Wahnsinn

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