vom Geben und Nehmen

Ich versuche heute mal, euch ein interessantes Phänomen zu beschreiben.

Diejenigen, die hier brav und regelmässig lesen, wissen, dass ich auf dem IPad „die Simpsons“ spiele. Dort bin ich auch über ein Gamecenter oder so etwas (bin da eher ein Dummy) mit anderen Spielern verbunden, kann mir deren Städte anschauen und dort Freundschaftspunkte u.ä. holen. Immer wieder mal gibt es so spezielle Aufgaben zu Ostern, Weihnachten, Thanksgiving oder Halloween.

So, das nur kurz vorweg als Erklärung.

In der diesjährigen Weihnachtsaufgabe muss man sich gegenseitig Geschenke machen. Alle 24 Stunden kann man 5 Päckchen verteilen.

Es gibt 2 Möglichkeiten zu schenken: gut oder böse.

Daraus ergeben sich 3 mögliche Kombinationen, die unterschiedlich belohnt werden:

gut-gut        beide bekommen 15 „Punkte“
böse-böse    beide bekommen 5 „Punkte“
gut-böse      gut bekommt 1 „Punkt“ – böse bekommt 25 „Punkte“

Und nun zu dem Phänomen:

Zuerst dachte ich: „hey, wenn ich immer böse bin, dann werde ich wohl die meisten Punkte holen! Yeah!“

Dann dachte ich: „hm, wenn ich böse bin, bekommt der andere nur einen oder maximal 5 Punkte. Ich kann zwar, wenn der andere gut ist, 25 Punkte holen, aber wie oft wird das der Fall sein?“

Inzwischen weiss ich: „wenn ich gut bin und möglichst immer den selben Personen ein Geschenk mache, werde ich wohl auf die Dauer am meisten Punkte holen, nämlich immer 15.“

Meine Bilanz ist also inzwischen ziemlich gut. Es „besuchen“ mich immer dieselben Personen und es sind auch immer dieselben, die ein gutes Geschenk ablegen. So bekommen wir beide immer die 15 Punkte. Eine sogenannte Win-Win-Situation. 🙂

Es gibt allerdings auch Personen, die mir grundsätzlich böse Geschenke machen. Vielleicht haben sie gemerkt, dass ich immer gut bin und sie kassieren jedes Mal ab. Denen schenke ich aber nichts mehr zurück.

Ich finde das so interessant zu beobachten, wie unterschiedlich die Menschen sind. Auf der einen Seite die raffgierigen, die lieber das Risiko eingehen, nur 5 Punkte zu holen, aber auf die 25 hoffen und sie vielleicht auch immer mal wieder bekommen.

Dann gibt es die Gutmenschen, so wie mich, die mal grundsätzlich gut sind und auf die ebenfalls vorhandene Güte der anderen bauen und somit dann wenigstens regelmässig 15 Punkte kassieren.

Es gibt auch solche, die immer wieder wechseln zwischen gut und böse. Die kann man gar nicht einschätzen. Aber wer mir einmal ein böses Päckchen geschickt hat, der bekommt von mir nichts mehr.

Wahrscheinlich habe ich mit meiner Taktik am Ende mehr. Aber sicher bin ich natürlich nicht. Denn dass die bösen Päckchen die meisten Punkte bringen passt ja zu den Simpsons. Bart würde es nicht anders machen….

Naja. Für „Nichtspieler“ ist das jetzt vielleicht total bescheuert?? Ich finde es auf jeden Fall sehr spannend zu beobachten. (die Serie im Fernsehen oder im Internet sehe ich übrigens nicht. Früher mal, hach, als ich noch jung war 😉 da habe ich ab und zu eine Folge gesehen, aber jetzt nicht mehr.

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