Ja, wie jetzt????

Da mache ich so ganz normal meinen ersten Einkauf nach dem Urlaub im Supermarkt meines Vertrauens und was sehen meine noch sonnenverwöhnten Augen???

XMas 2015

 

Weihnachtsschmuck, Kerzen, Engel und all der Krempel. In Basel hat noch nichtmal die Herbstmesse (so was wie Rummel oder Volksfest) angefangen, Halloween war auch noch nicht und die kommen hier schon mit Weihnachten. Ich fass es nicht!!

 

Dabei bin ich doch gerade noch dabei, mich an die Kälte hier zu gewöhnen. Da wir vor unserem Urlaub die Heizung noch nicht anmachen mussten, haben wir sie natürlich auch nicht während des Urlaubs für ein leeres Haus angeschaltet, also hatten wir ca. 19 Grad im Haus, als wir am Samstag Nachmittag ankamen…. 😦

Die Bodenheizung reagiert trotz „Speed-Aufheizung“ relativ träge, sodass wir am Sonntag immer noch nur 20.5 Grad hatten. Das ganze Haus scheint ausgekühlt zu sein, denn in der Nacht herrschte während unserer Abwesenheit bereits Frostgefahr. Ich habe den Herrn des Hauses darum gebeten, mal so richtig aufzudrehen, damit sich auch die Wände und alles aufheizen können. Im Moment sitze ich hier mit Socken und Latschen und zwei Pullis übereinander und so richtig gemütlich warm finde ich es immer noch nicht.

Vielleicht helfen ein paar Erinnerungen an wärmere Tage, auf Malta und Gozo hatten wir nämlich sogar in der Nacht noch um die 20 Grad.

Und wie versprochen gibt’s hier noch ein bisschen Urlaubsstimmung in Bildern:

Wenn man ins Haus reinkommt, ist links eine Treppe nach oben ins Schlafgemach. Unten links geht es ins Wohnzimmer. Und hinten geht es weiter in die Küche, zum Bad, und raus auf die Terrasse. Überall an den Wänden hängt irgendwelches altes Zeug. Das Haus war früher (vor so 400 Jahren oder so) eine Mühle.

wenn man rein kommt

Wenn man diese Holztreppe nach oben geht, dann kommt man in dieses Gemach. Achtung! Kopf! 🙂

Alles ist echt liebevoll mit vielen Details eingerichtet. Die Decke hält vermutlich nur durch die über die Bögen gelegten Sandsteinplatten. Kein Beton oder Holz oder sonst anderes Material. Die meisten Häuser auf Gozo, die sogenannten „Farmhouses“ sehen so aus. Es gibt auch ein sehr uriges Restaurant in diesem Stil.

Schlafgemach

 

Unten ist dann das Wohnzimmer. Es ist zugegebenermassen ein bisschen dunkel und auch ein bisschen muffig, weil die Durchlüftung nicht so optimal ist mit so kleinen Fenstern. Aber dort unten muss man sich ja auch nur aufhalten um weitere Sachen an den Wänden zu entdecken oder wenn man wifi-süchtig ist. In einer Ecke liegt noch ein alter Mühlstein.

das Wohnzimmer

 

Und wenn man da so sitzt und zockt blogt, dann hat man diese Aussicht. Rechts die Holztreppe nach oben, links eine Art Kommode mit riesigem Spiegel drauf. Überall sind so kleine Ecken und Nischen mit Stühlen oder Sesseln oder man kann auch einfach nur auf einem Stück Treppe sitzen.

 

im Wohnzimmer

Hier sieht man auch nochmal gut, was so alles an den Wänden hängt. Ich bin sicher, dass wir nur ungefähr 60% von all den Sachen wahrgenommen haben. Jedes mal, wenn ich durch diesen Gang gelaufen bin, habe ich wieder etwas Neues entdeckt. 🙂

Kinkernillies

 

So, und jetzt wieder ein bisschen nach draussen, an die Sonne. Die Strassen heissen auf maltesisch „Triq“. Und die Schilder sehen sehr schön und auch aufwändig gestaltet aus.

IMG_1760

 

Fast an jedem Haus hängen so Schilder mit religiösem Hintergrund. Mal geht es um Maria und manchmal um Jesus und auch sonstige Heilige. Die Häuser haben fast alle einen Namen. Sehr, sehr religiös das alles.

IMG_1764

 

Auf Malta und Gozo wird noch heute Meersalz gewonnen. In so Becken, die in den Stein gemeisselt wurden. Das Wasser verdunstet und übrig bleibt das Salz.

 

IMG_0887

 

Überall findet man an den Küsten diese „Felder“. Mal grösser, mal kleiner. Es gibt ja so gut wie keinen Sandstrand dort. Ich möchte nicht wissen, wie sich die Menschen im Sommer, wenn die Malteser selbst auch noch Schulferien haben, an den teilweise nur 100m langen, raren Sandstränden gegenseitig auf die Füsse treten.

IMG_0881

 

Einer dieser Ministrände sah zum Beispiel so aus. Der Sand ist dunkelorange. Und da, wo ich stehe, um zu fotografieren, ist das eine Ende des Strandes und hinten das andere. Mit dem Auto muss man oben im Dorf parken und dann einen extrem steilen Weg hinunter laufen.

Unten am Strand ist ein kleines Restaurant, dessen Betreiber einen „up the hill“ Service mit ihren 4Rad angetriebenen Jeeps anbieten. Wir sind aber gelaufen, um wenigstens ein bisschen was für die Fitness zu tun.

 

Ministrand

Apropos Auto. Auf Malta und Gozo ist ja Linksverkehr. Ich gebe zu, ich bin ein absoluter Schisshase und war eigentlich gegen ein Auto. Ich wurde dann überstimmt, habe mich aber geweigert, vorne zu sitzen. Das war auch besser für den Herrn des Hauses, der souverän auf Gozo herumkurvte, denn ich hätte die ganze Zeit nervös herumgezetert, auf was er alles achten soll und dass er zu weit links fährt und, und, und.

Komischerweise ging hin und wieder einfach der Scheibenwischer an, wenn wir abbiegen wollten……. 😉

Der Blinker ist auf der anderen Seite des Lenkrads, der Scheibenwischer auch. Die Gangschaltung ist in der Mitte, aber man muss mit der linken Hand schalten und zwar nicht gespiegelt, sondern genau gleich wie in unseren Autos hier. Also erster Gang ist vorne links.

Auto links

 

Sohn 1 macht in der Schule einen Fotokurs und durfte immer wieder mal mit der Kamera herumexperimentieren. Unter anderem kam dabei dieses schöne Bild zustande.

IMG_1257

 

Und wir haben ungefähr 500 Fotos von Wellen, weil man immer wieder denkt, die nächste Welle ist noch besser, die muss ich auch noch fotografieren. Im Vordergrund wieder Salzfelder. Diesmal total überspült, aber vielleicht funktioniert das sowieso besser im Hochsommer, wenn die Sonne heisser brennt.

Welle

 

Und was auch nicht fehlen darf, das sind die Steinbrücken, die wir immer wieder gerne bauen. Diese hier baute ich zusammen mit Sohn 2.

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Und Sohn 3 musste uns dann natürlich noch übertreffen. Der will ja mal Architekt werden. 😉

Die hält echt von ganz allein.

IMG_1037

 

So, und zum Abschluss noch was Warmes für die Augen. Sehr intensive Farben, wenn die Sonne richtig steht.

gelber Felsen

 

Also, vielen Dank für’s Anschauen, wer es bis hier durchgehalten hat, ich wünsche euch allen eine schöne, warme Woche und vielleicht auch schon mal eine schöne Adventszeit. 😉

 

P.S.: ach, und trotz Pizza, Nudeln, viel Brot, Burgern, Keksen und keinem Sport (ausser im Pool herumplanschen und dem steilen Strandweg), habe nicht zugenommen. Yeah!!

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5 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Frau Landgeflüster
    Okt 20, 2015 @ 15:59:06

    Tolle Fotos! 🙂

    Antwort

  2. bigmama
    Okt 22, 2015 @ 22:09:41

    Wahnsinn … Muss ein absoluter Traumurlaub gewesen sein … Die Fotos der Hammer … In natura meist noch eindrucksvoller … Toll ! Mit dem Linksverkehr echt heftig … na dann mal „welcome back “ 😉

    Antwort

  3. tibor42
    Nov 02, 2015 @ 22:22:36

    Hach, Deine Fotos sind sooo schön! Da bekomme ich richtig Sehnsucht. Ich war schon oft auf Gozo (die kleine Bucht ist doch San Blas, richtig?), hatte aber in den letzten Jahren bedauerlicherweise nicht die Gelegenheit… Liebe Grüße aus dem Harz von Christina

    Antwort

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