ist schon Herbst?

So, wie es heute Morgen in der Strasse aussah, ist wohl tatsächlich schon Herbst.

Herbstbäume

Irgendwie so grau und feucht und eben herbstlich…..

Wenn man genau hinschaut, sind es allerdings hauptsächlich Kastanien, die da ihre Blätter verlieren.

Velo-Herbst

Hm, das Handy hat den Lenker scharf gestellt und nicht die Blätter, aber es sind trotzdem Kastanienblätter. 🙂

Die Kastanien haben fast alle irgendsoeine Milbe, die die Blätter bereits Ende Juli hat braun werden lassen. Der Blick auf den Wald bei uns gegenüber zeigt aber: alles noch grün. Also alles noch Sommer. 🙂

Damit mir der Sommer auch sonst noch ein bisschen länger erhalten bleibt, habe ich meinen Korb ein bisschen dekoriert.

Velokorb2

Sieht ganz lustig aus und der Rost fällt dann auch nicht mehr so auf…..

Und wenn es dann doch irgendwann wirklich Herbst werden sollte, habe ich noch eine schöne Buchempfehlung für euch:

ein dickes Buch

Es ist, wie man sieht, ein sehr, sehr dickes Buch. Ich hoffe, das schreckt niemanden ab, denn es ist wirklich ein sehr gutes Buch!

Distelfink

Der Distelfink. Von Donna Tarrt.

Es geht in diesem Buch um die Geschichte eines jungen Mannes, Theo, der mit ungefähr 13 Jahren seine Mutter verliert und dann auf Abwege gerät, Drogen, Alkohol und später noch schlimmere Dinge. Durch Zufall kommt er in den Besitz des Gemäldes „der Distelfink“ (das gibt es übrigens wirklich. Es wurde 1654 von Carel Fabritius gemalt) und das zieht sich durch das ganze Buch. Ist sozusagen der rote Faden, an dem entlang die Geschichte von Theo erzählt wird. Das Gemälde wird international gesucht, denn Theo hat es nicht rechtmässig erworben…..

Es ist eine Ich-Erzählung, aber von einer Frau geschrieben. Vielleicht hat es mir darum so gefallen? 🙂

Hin und wieder gibt es Wendungen, die ich so überhaupt nicht erwartet hatte und die dann die ganze Geschichte wieder in eine komplett andere Richtung schicken. Das erzeugt Spannung.

Naja, letztendlich müsst ihr es selbst lesen. Auch wenn es so dick ist, kauft es euch oder leiht es in der Bibliothek aus, denn für so graue Herbsttage, mit einer Decke und einer Tasse Kaffee oder Tee, ist das genau das Richtige.

🙂

 

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40 Päckchen Butter

Na, das ist doch einen Beitrag (noch vor dem nächsten fünften) wert. Ein Gewicht von 40 Päckchen Butter schleppte ich vor ca. 4 Monaten noch mit mir rum. Die sind jetzt weg !!! Yippeeee 🙂

10 Kilo. Und es fühlt sich gut an. Mein Bauchumfang hat sich um 13cm verringert. Keine Hose passt mehr. Nur über den BMI muss ich mal ein bisschen motzen!!! Angefangen mit so um die 30. Das war klar zu viel. Nach Definition ist man ab einem BMI von 30 allerdings schon fettleibig. So fühlte ich mich nicht. Vielleicht ein bisschen pummelig, Schwabbel um den Bauch, aber doch nicht fettleibig….. Jetzt bin ich bei 26. Laut Definition ist man erst unter einem BMI von 25 nicht mehr übergewichtig. Das kann doch wohl nicht sein!! Logisch steht in quasi jeder Zeitung, dass die Menschen immer dicker werden und oh je oh je. Aber wer den Masstab auch so tief unten ansetzt, …..

Naja, davon lasse ich mich nicht beirren. Wenn es so, wie es jetzt ist, bleibt, oder maximal um 2 Kilo hoch oder runter schwankt, dann kann ich sehr gut damit leben, auch wenn die Statistik noch von einem übergewichtigen BMI spricht. 🙂

Und? Wie ist das gelungen? Ich würde sagen, es gibt 2 wichtige Punkte, die mir geholfen haben.

  1. Bewegung, Bewegung, Bewegung. Durch den neuen Job in der Stadt, bin ich sehr, sehr viel Fahrrad gefahren. Auf dem Heimweg sicher 3 km steil bergauf. Ich kam also ins Schwitzen. Dazu einmal in der Woche 90 min. Nordic Walking. Die anstrengende Variante 😉 Zwischendurch so nach Lust und Laune 30-45 min. auf den Crosstrainer und dann seit ein paar Wochen auch hin und wieder „Bauch-Beine-Po“ mit einer DVD.
  2. zumindest am Anfang immer alles aufschreiben. Jede kleine Erdbeere, die man isst, jedes Stückchen Käse, den Reis abwiegen, den Brotaufstrich schätzen (ein Teelöffel Nutella oder doch eher zwei?), usw. Diese somit automatisch eintretende Kontrolle ist super, denn dann isst man nicht einfach mal schnell zwischendurch noch ein paar Kekse oder schaufelt sich mittags noch die Reste auf den Teller, damit man nichts wegschmeissen muss. Wenn dann am Abend die Kalorienbilanz nicht stimmte (das Programm rechnet selber aus, man muss es nur einmal eingeben und speichern), dann bin ich eben noch mal schnell auf den Crosstrainer. Und schon war alles wieder im grünen Bereich.

Daher habe ich diese 10 Kilo so gut wie ohne Verzicht erreicht. Ich habe trotzdem mein Nutellabrötchen gegessen am Wochenende und manchmal sogar ein Buttercroissant. Aber eben nur eins. 🙂 Man fängt an, zu spüren, wo es nur noch „Gluscht“ (also Gelüste) ist, und wo man tatsächlich noch Hunger hat.

Ein Vorteil war vielleicht, dass ich sowieso schon wenig bis keine Kalorienbomben gegessen oder getrunken  habe vorher.

Also keine Süssgetränke (Cola, Eistee, usw.), kein Fastfood (Burger, Pommes, usw.) und keine Butter. Auf Butter verzichte ich schon seit sicher 10 Jahren und ich vermisse nichts. Ich habe die Butter auch durch nichts ersetzt. Es geht. Aber ich verstehe, wenn das nicht für jeden eine Option ist. Aber man sollte sich bewusst sein, dass Butter sehr viel Fett bedeutet.

Naja, lange Rede, kurzer Sinn 🙂

Ich kann alle, die gerne ein bisschen weniger auf die Waage bringen möchten, nur ermuntern, dieses Programm einmal auszuprobieren. Für mich stimmt es 100%. 🙂 (es gibt auch die deutsche Variante .de, aber ich weiss nicht, ob es dasselbe Programm ist. Man sollte schon das aus dem eigenen Land nehmen, weil dann die Lebensmittel übereinstimmen, die man notieren möchte.)

 

Also dann, viel Erfolg bei allem, was ihr tut und einen schönen Start in die Woche. 🙂

Was machst du eigentlich die ganze Zeit?

Jaja, ich werde von mehreren Seiten bereits angesprochen, dass hier schon wieder so tote Hose ist…..

Okay, aber wenn nichts schreibenswertes passiert, was soll ich denn dann schreiben?

 

Am Wochenende, genauer gesagt, am Sonntag Morgen, stellte ich dann auch noch fest, dass ich den 5., also das Tagebuchbloggen, verpasst hatte.

Also werde ich das einfach abändern in „was machst du eigentlich das ganze Wochenende?“ und erzähle euch kurz, vom 5. und 6. September.

Am 5. September wache ich so gegen 7:00 Uhr auf und befinde mich in meinem alten Kinderzimmer (oder besser Jugendzimmer) in Berlin Charlottenburg. Ach, wie schön 🙂 .

Ich bin nämlich mit Sohn1 am Freitag Abend noch nach Berlin geflogen. Das könnte in Zukunft Anfang September öfter vorkommen, denn wir machen da immer Klassentreffen. Aus der Grundschule….. 🙂

Sehr lustig. Aber der Reihe nach.

Wir frühstücken eine Kleinigkeit und dann gehe ich mit Sohn 1 in die Blissestrasse in den Hockey-Laden, den wir immer leerkaufen, wenn wir in Berlin sind 🙂 . Sohn 1 braucht einen neuen Schläger und neue Schuhe. Puh, auch wenn Berlin für unsere Verhältnisse extrem billig ist, ruiniere ich uns fast mit den Ausgaben für das Equipment…..

Nachdem alles zu Mutter in die Wohnung gebracht ist, begleitet sie uns in die Wilmersdorferstrasse (da bin ich als Kind/Teenie auch schon immer einkaufen gegangen….), denn Sohn 1 ist mit seinen Einkäufen noch nicht fertig. Er braucht Schulmaterial, Hefter, Schreibblocks, usw. und ein weisses Hemd. Man weiss ja nie, plötzlich gibt es mal einen Anlass und dann hat er kein Hemd. Wow! Ich sage nur „Kleider machen Leute“ !! Sohn 1 schlurft mit Jeans, T-Shirt und so einer Sweatshirtjacke in die Umkleidekabine und kommt mit Jeans und einem weissen Hemd wieder heraus. Umwerfend!! Doch, er ist auch selber beeindruckt glaube ich 🙂 .

Und weil’s so gut aussieht, kaufen wir auch gleich noch eins in lila und 2 weisse T-Shirts für drunter. Meine Mutter zahlt. So schnell konnte ich gar nicht nach meinem Portemonnaie suchen. Wenigstens die Joggingschuhe „darf“ ich dann aber zahlen.

Wir essen eine Kleinigkeit im Kaufhaus (hab ich als Kind/Teenie auch schon immer mit der Mutter so gemacht…) und schleppen dann alles wieder in die Wohnung.

Nun nähert sich auch schon mein Klassentreffen. Wir sind 8 oder 9 Leute. Von früher 25 oder so. Aber immerhin. Wir arbeiten daran und es können ja auch nicht immer alle. Treffpunkt ist die Giraffe. Wir haben es grösstenteils sehr lustig, es gibt dann so ein bis zwei, die doch mehr erzählen, als wir vermutlich gerne wissen wollten (too much information….), aber was soll’s. Wir werden uns erst wieder in einem Jahr sehen und daher ist es vielleicht auch wieder wurscht.

Es wird fast Mitternacht bis ich nach Hause komme.

Am nächsten Morgen habe ich mich mit C. zum Frühstück im schwarzen Café verabredet. Es regnet. Ich bestelle ein französisches Frühstück (Milchkaffee, Croissant, Marmelade, Honig) und noch ein Extra Brötchen und Nutella. Später einen zweiten Milchkaffee. Wir quatschen wieder so, als hätten wir uns grad letzte Woche erst gesehen. Das ist schön!

Beim Bezahlen kann ich fast nicht glauben, dass das alles nur 8 Euro irgendwas kosten soll. „ich hatte aber zwei Milchkaffee….“ „Ja, und?“    In der Schweiz hätten die beiden Milchkaffees alleine schon über 10 Franken gekostet …..

(schon am Samstag Abend, mit 2 Apfelsaftschorlen und einer Riesenportion Ofenkartoffel mit Quark und Lachs und Salat, musste ich keine 15 Euro bezahlen!! Wahnsinn!)

Ja, so als Schweizer kann man es sich in Berlin schon sehr gut gehen lassen. 😉

Sohn 1 hat derweil mit meiner Mutter gefrühstückt und ich will ihm nun doch noch ein bisschen Kultur nahebringen und schleppe ihn ins DDR Museum. Hmmm naja. Für mich waren es zu viele Leute und dann stresst es mich, wenn ich nicht in Ruhe alles angucken kann. Sohn1 war auch nur so halbwegs interessiert. Ausserdem bahnte sich rasant eine Erkältung an, er schniefte herum und bekam dann auch noch Nasenbluten. Na super….

So machte es dann nicht mehr richtig Spass und wir zogen weiter. Als wir am SeaLife vorbeikamen, war da kein Mensch, kein Tourist, niemand und wir entschieden spontan, dass wir hier auch noch mal schnell reingucken. Auch hier wieder Nasenbluten. Was ist das bloss?????

Kurzer Snack im „Subway“ und dann ging’s auch schon wieder nach Hause. Es war zehn nach drei und wir liefen an einem Bäcker vorbei. Geöffnet bis 15:00 Uhr. Mist. Ich stöberte die Wohnung nach irgendetwas Leckerem, Essbarem durch, aber wurde leider nicht fündig. Also musste das Internet helfen und innerhalb kürzester Zeit fand ich in ca. 100m Entfernung einen Kuchenladen. Hmmmm, der Kuchenladen ist echt der Hammer! Ein Paradies für Kuchen- und Tortenfreunde.

Ich kaufte zwei Stück und war insgesamt nach 10 Minuten wieder in der Wohnung. Es gab für mich noch einen Kaffee dazu und wir waren glücklich.

Nun war es etwas blöd, weil wir einerseits noch etwas Zeit hatten, andererseits Sohn1 immer schlimmer herumschniefte und es sich aber auch nicht mehr wirklich lohnte, noch etwas anzufangen.

Also räumten wir gemütlich unsere Sachen zusammen, trödelten, lasen noch ein bisschen oder chatteten und machten uns dann auf den Weg zum Flughafen.

Der Flieger kam pünktlich, startete auch pünktlich und flog dann sogar noch 30 Minuten schneller als geplant, so dass wir schon gegen 22:45 wieder in Basel angekommen waren.

 

Fotos habe ich keine. Die gute Kamera hatte der Herr des Hauses zum Hockeyturnier von Sohn 3 dabei und ich war inzwischen schon so oft in Berlin, und ich bin ja auch kein Tourist, dass ich gar keine Fotos mehr mache. Vielleicht im nächsten Jahr. Mal sehen.

So, das war mein nachgeholtes Tagebuchbloggen 🙂

Am 5. Oktober werde ich dann mal schauen, dass ich schreiben kann, da sind dann ja schon Herbstferien. Sollte also machbar sein. Einfach dran denken muss ich.

Vielen Dank für’s Lesen und bis demnächst 🙂