home sweet home

Ach, während so Zeltferien freue ich mich meist schon ein paar Tage vor der Heimreise auf die Abfahrt.

Bei allem Komfort, den wir uns inzwischen leisten (Campingstühle, Tisch, Kopfkissen, …), sind das eigene Bett und die heimische Dusche immer noch am besten!

Was ich auch vermisse, ist die Möglichkeit auf verschiedenen Sitzgelegenheiten Platz zu nehmen. Klingt vielleicht merkwürdig, aber auf dem Campingplatz kann ich entweder auf dem Boden oder auf dem Campingstuhl sitzen.

Zu Hause kann ich auf dem Sofa, auf dem Gartenstuhl, dem Liegestuhl, auf dem Bett, auf dem Esszimmerstuhl oder notfalls sogar auf der Treppe sitzen. Das ist Luxus !! 🙂

Nun sind wir also wieder zu Hause, haben alle eine ganz wunderbare, bequeme, ruhige, relativ kühle Nacht hinter uns und sind geduscht und somit wieder komplett wiederhergestellt. 🙂

Die Wäsche ist grösstenteils gewaschen und bereits vom Solartrockner auf der Terrasse getrocknet, die Koffer sind wieder an ihrem Platz, ich habe das Auto gewaschen (also waschen lassen) und eingekauft.

Nun ist es Zeit für einen Rückblick auf die Ferien und daran dürft ihr gerne teilnehmen. Voilà :

 

Zuerst haben wir die höchste Gewichtsstaumauer der Welt besichtigt. Die Grande Dixence. Von aussen und später auch noch von innen. Da gehen ca. 32km Stollen durch die Mauer, von denen man bei einer Führung einen Teil besichtigen kann. Sehr interessant das ganze. Und vor allem sehr eindrücklich diese Massen an Beton, die das Wasser auf der anderen Seite stauen.

Grande Dixance

Auf dieser Tafel stehen die wichtigsten Informationen. Ich hoffe, man kann es lesen, wenn man das Bild ein bisschen grösser macht. Das Teil ist fast so hoch wie der Eiffelturm…….

Dixance Info

 

Und wenn man dann so unten drunter steht, kann es einem schon ein bisschen mulmig werden, oder?

Was aber sehr, sehr !!! angenehm an diesem Ausflug war: es herrschten Temperaturen von ca. 23-25 Grad. In der Staumauer drinnen waren es dann zwar nur noch 6-8 Grad, das war dann etwas zu kühl. Wir sind mit einer kleinen Gondel nach oben gefahren und später zu Fuss wieder zum Auto heruntergestiegen. Bei diesen Temperaturen gar kein Problem.

Staumauer

 

An einem anderen Tag sind wir dann ebenfalls wieder in die Höhe, um den heissen Temperaturen auszuweichen, die im Rhonetal beim Campingplatz alle zum Schwitzen brachten.

Unser Ziel: eine Wanderroute entlang der berühmten Walliser Wasserleitungssysteme, die vor vielen Jahren in den Fels gehauen wurden, um das Wasser in geordneten Bahnen fliessen zu lassen, damit alle etwas davon haben.

So wie die Leitungen, geht auch der Weg ziemlich nah am Abgrund entlang……

Ist aber immer alles bestens gesichert.

 

 

Wasserleitungsweg

 

Und so sieht die Wasserleitung aus. Bei weniger heissem Wetter ist dann da auch mehr Wasser drin.

Wasserleitung

 

Ähm, hatte ich gut gesichert geschrieben? Man sollte schwindelfrei sein, wenn man diese Wanderung machen möchte!!

abenteuerlich

 

Das Gestein dort ist so bröckeliger Schieferstein….. Das macht alles grad noch ein bisschen vertrauenswürdiger, nicht?

Gestein

 

Ich vertraue da allerdings irgendwie in die Schweiz, dass ein Weg, der für die Allgemeinheit geöffnet ist, dann auch sicher ist. Sagen wir mal in Süd- oder Osteuropa hätte ich so eine Wanderung glaube ich nicht gemacht.

 

Zum Schluss sind wir dann noch nach Zermatt gefahren, weil wenn wir schon mal so nah dran sind und das Wetter gut ist, dann wollen wir doch auch das Matterhorn sehen. Das Wahrzeichen der Schweiz.

Unser Ziel war ein Berg neben dem Matterhorn, der Gornergrat, auf den praktischerweise eine Bahn hochfährt, die gefüllt ist mit Touristen und die sogar Durchsagen auf Japanisch macht. 🙂

Von dort aus hat man eine sehr gute Sicht auf das Matterhorn und auch sonst noch viele andere Berge rundherum. Unter anderem auch auf den höchsten Berg der Schweiz, die Dufourspitze. Ich war allerdings etwas enttäuscht von dem unscheinbaren Berggipfelchen, dessen Namen alle Kinder in der Schule lernen müssen, damit sie wissen, welches der höchste Berg ist.

Ziemlich in der Mitte des Bildes, aber nicht die schneebedeckte Spitze sondern rechts davon das graue Spitzchen. Also recht unspektakulär.


Dufourspitze

 

Was man auch gut sieht, ist der Gletscher, der sich ins Tal schlängelt. Auf diesem Bild erkennt man gut die Gletscherschmelze unten, wo das Wasser wie verrückt unter dem Gletscher hervorschiesst.

Gletscherschmelze

 

Vom Gornergrat sind wir dann mit ohne Wanderschuhen ein paar Bahnstationen nach unten gewandert. Ein bisschen kam ich mir wie so ein dämlicher amerikanischer oder japanischer Tourist vor, der mit Turnschuhen auf eine Bergtour geht, denn der Gornergrat ist immerhin über 3000 m hoch.  Ich hatte ja richtige Wanderschuhe, ich hatte sie sogar im Auto dabei!! Aber naja, es ging auch mit diesen Schuhen.

 

falsches Schuhwerk?

 

So, und nun bekommt ihr zum Abschluss noch das oberkitschige, aber so richtig schöne Bild vom Matterhorn. Alles echt, nix retuschiert oder sonstwie verändert. Original Matterhorn:


Postkarten Matterhorn

 

Also, das waren unsere Schweiz-Ferien, so wie wir es eigentlich schon länger jeden Sommer machen. Camping irgendwo in der Nähe. Mal in Frankreich, mal in der Schweiz. Immer mit Nachbars, die Kinder im gleichen Alter wie unsere haben und immer mit Zelt. Wasser muss in der Nähe sein, ein See oder ein Fluss und dann ist alles gut.

Nächstes mal dann vielleicht mit neuem Zelt, weil das alte immer mehr Risse bekommt und wer weiss, mit welchem weiteren Komfort, aber vielleicht auch ganz anders. Wir werden sehen. 🙂

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4 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. menzeline
    Jul 18, 2015 @ 09:14:09

    Hallo Astrid,
    ich fang mal mit dem unteren Bild an. Super Perspektive von dem bekannten Matterhorn. Ich bin begeistert, wie schön das mit der Spiegelung im See ausschaut.
    Die Wanderung auf diesen wagemutigen „gesicherten“ Wegen, die wäre ich niemals gegangen und schon gar nicht auf diesen Brettern ohne Gitter am rutschigen Schieferhang entlang. Also da muss ich sagen dass ihr ganz schön mutig ward.
    Die Staumauer sieht gigantisch aus, dass war sicherlich hoch interessant, die Begehung. Sowas würde ich auch mal machen.
    Nur Camping, dass ist auch nicht so das gelbe vom Ei für mich. Habe ich einmal gemacht für eine Woche, danach war ich bedient.
    Ich muss kein Luxushotel haben, eine einfache saubere Unterkunft mit einem schönen Frühstück, oder eine Ferienwohnung das ist genau das richtige für mich und meinen Schatz. Im August werden wir mal was besonderes machen und zwar für eine Nacht in einem historischen Schlafwagen übernachten, darauf freue ich mich schon.
    Wünsche dir ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße
    menzeline

    Antwort

  2. bigmama
    Jul 18, 2015 @ 15:29:42

    wahnsinnig , tolle , schöne , beeindruckende Bilder … Macht echt Lust auf mehr 😃 … Erlebnistour pur … Da hätte ich auch Lust drauf … Nur auf das Camping würde ich verzichten 😉 …

    Antwort

  3. Niggelo
    Jul 18, 2015 @ 22:48:45

    Das war ja ein toller Urlaub. Wir haben die letzten Jahre immer Camping gemacht, zwar nicht im Zelt sondern in einem kleinen Häuschen (die Häuschen, die auf dem Campingplatz stehen). Wir fahren immer nach Frankreich, weil mein Vater von dort kommt und ich unbedingt alles über die Franzosen wissen möchte. Ich liebe Frankreich. Jetzt, da die Kinder groß sind, und wir alleine fahren dürfen ;-), fahre ich nicht mehr ins Hotel, ich liebe meine Freiheit in meinem Häuschen. Hätte ich das gut gemacht, als die Kinder klein waren 😦

    Antwort

    • wahnsinn22
      Jul 19, 2015 @ 12:31:49

      Camping mit Kindern ist eigentlich das Beste, was man machen kann. Ok, der Grosse ist mit 16 jetzt manchmal eher gelangweilt von Campingferien, aber die Ausflüge findet er immer noch toll.
      Die Kinder kann man (meistens) auf dem ganzen Gelände herumtollen lassen, man schickt sie zum Brot holen oder zum Abwaschen und weil sie ja nicht alleine sind, machen sie das alles auch bereitwillig mit. Sie gehen alleine baden im See oder im Fluss und auch zum Zähneputzen müssen die Eltern nicht mehr mit. Das Alter ist gerade sehr angenehm. 🙂
      Nur wir fünf alleine würde ich allerdings nicht campen. Die Kinder sind motivierter, wenn noch andere dabei sind, die sie kennen und zu mehreren macht es ja auch viel mehr Spass. 🙂

      Antwort

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