heute ein Regentag, juhu!!

Kurz vor sechs weckt mich lautes Gepladder auf das sperrangelweit geöffnete Dachfenster. Mit einem beherzten Sprung bin ich am Fenster und ziehe es zu. Und somit ist meine Nachtruhe beendet, denn erstens bin ich wach, zweitens kann ich auch nicht wieder einschlafen und drittens denkt die Katze, dass ich jetzt dann wohl endlich mal aufstehe und ihr etwas zu fressen gebe.

Also füge ich mich in mein Schicksal, gehe nach unten, füttere die Katze, öffne die Terrassentür und lasse kühle, feuchte, nach frischer Erde und nassem Gras duftende Morgenluft ins Wohnzimmer.

Es tröpfelt so vor sich hin, windet ein bisschen und riecht wirklich ganz wunderbar nach Sommerregen.

Der Garten saugt nach fast drei Wochen Hitze (bis auf wenige Ausnahmen haben alle Kantone wegen Waldbrandgefahr Feuerverbot im Wald und in dessen Nähe ausgesprochen) gierig die Feuchtigkeit auf.

Und dann kommt auch noch frisch fröhlich geduscht die zweite Katze nach Hause, die sich seit unserer Rückkehr aus den Ferien am Donnerstag noch nicht hatte blicken lassen. Jetzt sind wir wieder komplett. Alles ist gut und der Regen wird im Laufe des Tages auch wieder nachlassen, sodass wir heute nochmal ein paar Würste auf den Grill schmeissen können.

So gefällt mir der Sommer! 🙂

Sommerregen

Advertisements

home sweet home

Ach, während so Zeltferien freue ich mich meist schon ein paar Tage vor der Heimreise auf die Abfahrt.

Bei allem Komfort, den wir uns inzwischen leisten (Campingstühle, Tisch, Kopfkissen, …), sind das eigene Bett und die heimische Dusche immer noch am besten!

Was ich auch vermisse, ist die Möglichkeit auf verschiedenen Sitzgelegenheiten Platz zu nehmen. Klingt vielleicht merkwürdig, aber auf dem Campingplatz kann ich entweder auf dem Boden oder auf dem Campingstuhl sitzen.

Zu Hause kann ich auf dem Sofa, auf dem Gartenstuhl, dem Liegestuhl, auf dem Bett, auf dem Esszimmerstuhl oder notfalls sogar auf der Treppe sitzen. Das ist Luxus !! 🙂

Nun sind wir also wieder zu Hause, haben alle eine ganz wunderbare, bequeme, ruhige, relativ kühle Nacht hinter uns und sind geduscht und somit wieder komplett wiederhergestellt. 🙂

Die Wäsche ist grösstenteils gewaschen und bereits vom Solartrockner auf der Terrasse getrocknet, die Koffer sind wieder an ihrem Platz, ich habe das Auto gewaschen (also waschen lassen) und eingekauft.

Nun ist es Zeit für einen Rückblick auf die Ferien und daran dürft ihr gerne teilnehmen. Voilà :

 

Zuerst haben wir die höchste Gewichtsstaumauer der Welt besichtigt. Die Grande Dixence. Von aussen und später auch noch von innen. Da gehen ca. 32km Stollen durch die Mauer, von denen man bei einer Führung einen Teil besichtigen kann. Sehr interessant das ganze. Und vor allem sehr eindrücklich diese Massen an Beton, die das Wasser auf der anderen Seite stauen.

Grande Dixance

Auf dieser Tafel stehen die wichtigsten Informationen. Ich hoffe, man kann es lesen, wenn man das Bild ein bisschen grösser macht. Das Teil ist fast so hoch wie der Eiffelturm…….

Dixance Info

 

Und wenn man dann so unten drunter steht, kann es einem schon ein bisschen mulmig werden, oder?

Was aber sehr, sehr !!! angenehm an diesem Ausflug war: es herrschten Temperaturen von ca. 23-25 Grad. In der Staumauer drinnen waren es dann zwar nur noch 6-8 Grad, das war dann etwas zu kühl. Wir sind mit einer kleinen Gondel nach oben gefahren und später zu Fuss wieder zum Auto heruntergestiegen. Bei diesen Temperaturen gar kein Problem.

Staumauer

 

An einem anderen Tag sind wir dann ebenfalls wieder in die Höhe, um den heissen Temperaturen auszuweichen, die im Rhonetal beim Campingplatz alle zum Schwitzen brachten.

Unser Ziel: eine Wanderroute entlang der berühmten Walliser Wasserleitungssysteme, die vor vielen Jahren in den Fels gehauen wurden, um das Wasser in geordneten Bahnen fliessen zu lassen, damit alle etwas davon haben.

So wie die Leitungen, geht auch der Weg ziemlich nah am Abgrund entlang……

Ist aber immer alles bestens gesichert.

 

 

Wasserleitungsweg

 

Und so sieht die Wasserleitung aus. Bei weniger heissem Wetter ist dann da auch mehr Wasser drin.

Wasserleitung

 

Ähm, hatte ich gut gesichert geschrieben? Man sollte schwindelfrei sein, wenn man diese Wanderung machen möchte!!

abenteuerlich

 

Das Gestein dort ist so bröckeliger Schieferstein….. Das macht alles grad noch ein bisschen vertrauenswürdiger, nicht?

Gestein

 

Ich vertraue da allerdings irgendwie in die Schweiz, dass ein Weg, der für die Allgemeinheit geöffnet ist, dann auch sicher ist. Sagen wir mal in Süd- oder Osteuropa hätte ich so eine Wanderung glaube ich nicht gemacht.

 

Zum Schluss sind wir dann noch nach Zermatt gefahren, weil wenn wir schon mal so nah dran sind und das Wetter gut ist, dann wollen wir doch auch das Matterhorn sehen. Das Wahrzeichen der Schweiz.

Unser Ziel war ein Berg neben dem Matterhorn, der Gornergrat, auf den praktischerweise eine Bahn hochfährt, die gefüllt ist mit Touristen und die sogar Durchsagen auf Japanisch macht. 🙂

Von dort aus hat man eine sehr gute Sicht auf das Matterhorn und auch sonst noch viele andere Berge rundherum. Unter anderem auch auf den höchsten Berg der Schweiz, die Dufourspitze. Ich war allerdings etwas enttäuscht von dem unscheinbaren Berggipfelchen, dessen Namen alle Kinder in der Schule lernen müssen, damit sie wissen, welches der höchste Berg ist.

Ziemlich in der Mitte des Bildes, aber nicht die schneebedeckte Spitze sondern rechts davon das graue Spitzchen. Also recht unspektakulär.


Dufourspitze

 

Was man auch gut sieht, ist der Gletscher, der sich ins Tal schlängelt. Auf diesem Bild erkennt man gut die Gletscherschmelze unten, wo das Wasser wie verrückt unter dem Gletscher hervorschiesst.

Gletscherschmelze

 

Vom Gornergrat sind wir dann mit ohne Wanderschuhen ein paar Bahnstationen nach unten gewandert. Ein bisschen kam ich mir wie so ein dämlicher amerikanischer oder japanischer Tourist vor, der mit Turnschuhen auf eine Bergtour geht, denn der Gornergrat ist immerhin über 3000 m hoch.  Ich hatte ja richtige Wanderschuhe, ich hatte sie sogar im Auto dabei!! Aber naja, es ging auch mit diesen Schuhen.

 

falsches Schuhwerk?

 

So, und nun bekommt ihr zum Abschluss noch das oberkitschige, aber so richtig schöne Bild vom Matterhorn. Alles echt, nix retuschiert oder sonstwie verändert. Original Matterhorn:


Postkarten Matterhorn

 

Also, das waren unsere Schweiz-Ferien, so wie wir es eigentlich schon länger jeden Sommer machen. Camping irgendwo in der Nähe. Mal in Frankreich, mal in der Schweiz. Immer mit Nachbars, die Kinder im gleichen Alter wie unsere haben und immer mit Zelt. Wasser muss in der Nähe sein, ein See oder ein Fluss und dann ist alles gut.

Nächstes mal dann vielleicht mit neuem Zelt, weil das alte immer mehr Risse bekommt und wer weiss, mit welchem weiteren Komfort, aber vielleicht auch ganz anders. Wir werden sehen. 🙂

Chill mal

Chillen – das kann ich 🙂

Dank der zahlreichen aber nicht zu vielen Bäume findet man immer ein gemütliches Schatten- oder Sonnenplätzchen.

Jetzt grad: Schatten, bitte.

   
 
Dazu eine Wasserflasche mit Mojito-Sirup und ein spannendes Buch (ZERO Sie wissen, was du tust! Von Marc Elsberg).

Am Nachmittag werden wir einen grossen Staudamm besichtigen.

Aber bis dahin ….. Chill mal 🙂
Update:

Und dann kommt auch noch Besuch vom See grad nebenan:

  
Zwei Teenager-Enten. Die Mutter immer so mit 2-3 Metern Abstand hinterher. Ach, irgendwie sind Enten doch auch nur Menschen 😉

Campingidylle

CampingJa, wir haben einen Tisch 🙂

Wir werden halt alle nicht jünger…..

Die Zeiten als wir noch im Kreis auf der Erde sitzen uns essen konnten und wollten, sind definitiv vorbei. Sogar Kopfkissen nehmen wir mit. Dachbox sei Dank. Isomatte geht grad noch. Aber die zum Aufblasen.

Janu – Wetter ist super, Kinder sind happy, sanitäre Anlagen sind sauber – was will man mehr?

ach so, das ist der Trick…..

irgendwie wusste ich’s doch…..

Kaum habe ich hier gejammert, dass die Katze weg ist, taucht sie tatsächlich wieder auf. 🙂

Einfach so, als ob nichts gewesen wäre, schnurrt, freut sich – ein bisschen – frisst was, trinkt was und will dann aber bitte gleich wieder raus.

Keine Erschöpfungserscheinungen, nicht abgemagert und halb verhungert, nicht völlig verdreckt, ganz normal. Es muss ihr offenbar sehr gut gegangen sein, dort, wo sie war.

Oder….. und das wäre ja das Dollste….. sie war vielleicht gar nie weg, sondern kam bei der Hitze einfach tagsüber nicht mehr ins Haus, wo wir sie hätten sehen können. Vielleicht kam sie immer nur kurz mitten in der Nacht, um zu fressen und ist dann grad wieder abgehauen…..

Ist ja immer das selbe, die Katzen können leider nicht erzählen, wo sie waren und was sie machen und was sie so erleben und warum sie das alles machen……

Naja, auf jeden Fall sind wir natürlich seeeeehr froh, dass sie wieder da ist und hoffen, dass sie uns auch unsere Ferienabwesenheit demnächst nicht übel nehmen wird. Dann sind wir eben mal weg. 🙂

ach, und heute ist ja auch wieder der fünfte.

Heute könnte ich tatsächlich etwas anderes schreiben als nur „ich lag den ganzen Tag wie eine tote Fliege im Haus und wartete darauf, dass es Abend und kühler wurde.“

Der Plan ist, an den Bieler See zu fahren. Allerdings erst so gegen 12:00. Schön in der Mittagshitze im Zug sitzen, das ist sicher lustig und wir werden ausserdem kaum die einzigen sein, die diesen Plan haben…..

Jetzt gerade ist es aber erst kurz vor 7 und ich geniesse die morgendliche Frische, die ich durch überall geöffnete Fenster und Terrassentüren ins Haus lasse.

Also dann, erstmal bis hier und später geht’s weiter 🙂

******************************

Kurzes Update um 20 vor 11:

nach einem leckeren Frühstück mit Butterzopf und Kaffee, habe ich die Waschmaschine ausgeräumt, die ich um 7:00 Uhr angemacht hatte und habe anschliessend geduscht.

Dann habe ich die Sonntagszeitung aus dem Briefkasten geholt, mich mit einem zweiten Kaffee auf die noch relativ kühle Terrasse gesetzt und mich über die neuesten Ereignisse der Welt und überhaupt informiert.

Nun werde ich langsam mal ein paar Sachen für den Ausflug an den Bielersee zusammensuchen, habe noch eine Meldung an eine ehem. Kollegin geschickt, die dort ganz in der Nähe wohnt und bald fahren wir ab Richtung Bahnhof.

Bis heute Abend, dann kommt der Rest des Tages. Mit hoffentlich auch ein paar Fotos. 🙂

****************************

so, wir sitzen noch am See, es ist fast halb neun, endlich kommt ein kühler Wind auf. Sehr angenehm 🙂

 

image

 

*******************************

 

Und nun, so um fast Mitternacht sind wir wieder zu Hause angekommen. Es windet auch hier, es blitzt über dem Elsass, aber es regnet noch nicht.

Ich habe zwar nicht im See gebadet, weil Seebaden nicht so meins ist, aber ich habe am Ufer gesessen, habe einen Spaziergang am Ufer entlang gemacht und eine ehemalige (seit 2 Wochen ehemalige) Kollegin getroffen. Ich habe „Fischknusperli“ (so frittierter Fisch, Zander glaube ich) mit Remouladensauce gegessen und wir alle haben seeeeeehr viel getrunken. Hauptsächlich Wasser.

Wir haben auf dem Hinweg so gut wie alle Züge verpasst.

Zuerst mussten wir bereits 2 km nach unserer Abfahrt zu Hause wieder umkehren, weil der Herr des Hauses sein Portemonnaie und seine Sonnenbrille vergessen hatte. Damit war uns um wenige Sekunden der Zug in Basel abgefahren. Wir warteten ca. 35 Minuten.

Dann mussten wir in Biel noch in eine kleine Regionalbahn umsteigen, die bereits im Bahnhof stand, uns dann aber ebenfalls abfuhr, weil wir noch Fahrkarten kaufen mussten. Auch hier warteten wir wieder 30 Minuten…..

Für mehr Fotos reicht im Moment meine Motivation nicht aus. Ich bin todmüde, warte aber noch darauf, dass die Dusche frei wird. Es kann sich nur noch um Stunden handeln……

Ich wünsche euch allen eine kühle, angenehme Sommernacht.

Bis demnächst.

 

Warum ich so lange nicht geschrieben habe?

ich bin nicht ganz sicher, ob das der Grund für meine Pause ist, aber folgendes ist mir aufgefallen:

in den letzten Wochen haben sehr merkwürdige Menschen angefangen meinem Blog zu folgen. Sie kommentieren nicht, sie „liken“ auch nicht, sie folgen einfach nur, erscheinen dadurch aber in der Comunity. Einer der Follower ist irgendein Typ, der auf einem regionalen Privat-TV-Sender ein kleines Format hat und nun wohl neu auch einen blog schreibt.

Auf meine Mail, warum er denn ausgerechnet gerade meinem blog folgen würde, kam bisher keine Antwort. Dann folgte mir eine Person, deren blog seeeeehr rechtsradikale Inhalte und vor allem Kommentare hatte. Da habe ich von Anfang an verzichtet, herauszufinden, warum mir der folgt.

Ziemlich sicher, lesen diese Leute meinen blog nicht, denn es verbindet uns so gut wie weniger als Null. Ich frage mich, was die Absicht dahinter ist….

Meine Vermutung ist, dass sie hoffen, dass man sie in der Comunity entdeckt und dann auf ihre homepage kommt und vielleicht dort hängen bleibt. Dass mein blog gerade mal 50 Follower und pro Tag vielleicht maximal 25 Besucher hat, ist wohl nebensächlich. Naja. Wie auch immer. Ich habe aus meinem blog jetzt einfach die Sichtbarkeit der Comunity herausgenommen und hoffe, dass niemand von meinen wenigen, aber treuen und ehrlichen Lesern und Leserinnen aus Versehen auf so eine dämliche homepage klickt. Ich distanziere mich hiermit absolut und für immer und ewig von diesen Followern!! 🙂

Leider kann man sich seine „Fans“ nicht aussuchen und auch nicht löschen. Nur wenn sie unangenehm kommentieren würden, dann könnte ich sie blockieren, aber das machen sie ja gar nicht.

Auf jeden Fall hat mir diese ganze Geschichte ein bisschen den Spass am bloggen versaut. Aber jetzt versuche ich es nochmal.

So, and now to something completely different!

 

26.5 Grad haben wir hier im Wohnzimmer bei geschlossenen Fenstern und Türen. Nachts reissen wir alles auf, es kühlt so auf 23 Grad vielleicht ab, damit es dann spätestens um 10:00 Uhr wieder 26.5 Grad sind.

Raus gehen wir nur, wenn es unbedingt sein muss oder am Abend ab 21:00 Uhr.

Heute morgen bin ich um 7:30 einkaufen gefahren. Das war noch ganz passabel.

Es ist bereits seit gut einer Woche so heiss und leider hat sich die eine der beiden Katzen – diesmal die, die sonst nie Probleme macht – aus dem Staub gemacht. Sie ist jetzt seit 3 Nächten nicht mehr nach Hause gekommen. Meine Hoffnung ist, dass sie irgendwo Schutz gegen die Hitze sucht. Aber so richtig glaube ich nicht daran…..

Sie war sonst immer sehr zuverlässig zu Hause. Vielleicht hilft es, dass ich hier gejammert habe, denn danach ist die andere zumindest immer wieder aufgetaucht…..

Die andere Katze ist aber auch tagsüber immer weg, kommt dann gegen Abend kurz nach Hause, frisst und trinkt, legt sich kurz auf den kühlen Holzboden und haut dann auch schon wieder ab.

Da muss es irgendwo ein schönes Plätzchen geben, dass sie bevorzugt.

 

Ansonsten sind hier jetzt die Sommerferien ausgebrochen und wir planen, ein paar Tage zu campen. Später gibt es noch Mutterbesuch, dann Cousinenbesuch und gegen Ende der Ferien gehen noch Sohn 1 und 3 ins Hockey-Trainingslager.

Meine Balance-Bilanz war nach 4 Wochen ganz gut: 4 Wochen, 4 Kilo. Dann kurz mal einen Einbruch, wegen viel Grillen, Abschiedsfest und so weiter. Jetzt während der Hitze lässt der Hunger aber deutlich nach, mehr Lust nach Trinken macht sich breit. Neu entdeckt: Mojito alkoholfrei in der Dose. Dazu Limonenstückchen, Minzeblätter und Eiswürfel. Sehr fein. 🙂

Auch ein Grund, warum ich so schreibfaul war, ist die Tatsache, dass gar nicht so viel Berichtenswertes passiert im Hause und drumherum. Aber das wird schon wieder. Nur Geduld. 🙂