Tagebuchbloggen am 5. März

Bei Frau Brüllen kann man wieder, wie jeden Monat, lesen, was „wir“ eigentlich so den ganzen Tag machen.

Mein Tag beginnt heute bereits um 1:24, soweit ich das ohne Brille in der Finsternis ….. – ach nein, ist ja Vollmond, also nicht totale Finsternis im Zimmer – erkennen kann. War es ein Geräusch, das mich geweckt hat? Oder meine Nase, die immer mehr zuschwillt und mich am Atmen und somit am Schlafen hindert? Oder eben dieser blöde, helle Mond?

Ich wälze mich hin und her, kicke dem Herrn des Hauses hin und wieder ins Bein, damit er sich auf die andere Seite dreht und für wenige Minuten aufhört zu schnarchen.

Irgendwann klingelt mein Wecker. Er weckt mich, also bin ich wohl tatsächlich wieder eingeschlafen. Aber so richtig fit fühle ich mich nicht. Wegen Nase und so.

Trotzdem gehe ich um 5:30 duschen, gehe anschliessend in die Küche und entdecke, was mich eventuell in der Nacht geweckt hat:

Auf dem Küchenboden liegt ein zerdepperter, weil heruntergefallener Futternapf, eine vom Aufprall verbogene Étagère (oh Mann, heisst das so? So ein drei-etagen-Teil für Kleinigkeiten zum Essen) und ein paar Schokoherzchen (noch aus der Weihnachtszeit….)

Beide Katzen sitzen mit Unschuldsmiene davor, gucken mir beim Aufräumen zu und wünschen sich, bitte sofort Futter zu bekommen.

Zum Glück machen Futternäpfe nicht so grosse Scherben wie beispielsweise ein Weinglas oder Ähnliches. Ich fege alles zusammen auf und schmeisse es in den Müll. Auch die Schoggi. Ist eh besser, die nicht zu essen.

Die Katzen bekommen ihr Futter (getrennt nach Normal- und Spezialfutter, weil wir versuchen, bei der „Problemkatze“ eine Allergie in den Griff zu bekommen).

Ich decke den Tisch, mache mir einen Kaffee und esse 3 Scheiben Butterzopf mit Honig und Nutella, während der Herr des Hauses duscht.
Neben dem Frühstück schaue ich nach meinen Simpsons auf dem IPad und überlege, ob ich mich für den Vormittag krank melden soll. Wegen Nase und so.

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Fortsetzung folgt 🙂

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Ja, ich melde mich krank. Für den Vormittag. Mein Job ist in zwei Teile geteilt. Jedenfalls dieser eine Job, den ich immer Donnerstags und Freitags mache. Donnerstag Nachmittag und Freitag Vormittag unterrichte ich jeweils 3 Stunden Deutsch. Und am Donnerstag Vormittag und Freitag Nachmittag wechselt das Programm zwischen kleinen E-Mail Workshops, Hilfe beim Bewerbungen schreiben oder bei der Jobsuche im Internet. Für diese Arbeiten sind meistens, aber auch nicht immer, genug Mitarbeiter zur Verfügung, so dass ich hoffe, dass jemand meinen Part von heute Vormittag übernehmen kann.

Im Deutsch hat jeder seine „Klasse“ und da ist es nicht so einfach, zu ersetzten, vor allem, weil man ja auch ein bisschen vorbereiten muss. Darum werde ich am Nachmittag arbeiten.

Vorher hole ich aber noch Sohn 3 aus dem Bett, der duschen soll. Dann kurzer Check mit dem Herrn des Hauses, der noch vor Sohn 3 im Bad fertig ist. „was läuft heute?“ „muss jemand geholt oder gebracht werden?“ „wie wird dein Tag, Schatz?“ 😉 usw.

Sohn 3 kommt aus der Dusche, Sohn 2 geht rein, Sohn 1 steht auf und frühstückt zusammen mit Sohn 3.
Das ist alles so super durchorganisiert hier 🙂 !!

Sohn 3 packt seine Schulsachen, bekommt etwas zum Z’Nüni mit und macht sich gegen 7:30 auf den Weg. Fast hätte ich vergessen, ihm den Schlüssel mitzugeben, denn er wird der erste sein, der wieder nach Hause kommt und muss aufschliessen.

Inzwischen ist Sohn 2 im Bad fertig, Sohn 1 geht duschen, Sohn 2 frühstückt.

Der Herr des Hauses geht los.

Nun sind dann auch Sohn 1 und 2 fertig und gehen zum Bus.

Kurz nach 8:00 rufe ich in der Firma an und melde mich ab.

Ich schreibe noch eine mail an die andere Firma, wo ich Montags und Mittwochs arbeite, weil es da ein Problem mit einem Schüler gibt, der nicht in die Gruppe passt (ein Mann und 5 Frauen. Er fühlt sich sichtlich unwohl…..)

Ich bin ja nun nicht soooo krank, dass ich im Bett liegen muss und heissen Tee trinken. Aber doch soooo krank, dass ich nicht morgens um 7:00 eine Stunde Auto fahren möchte, weil mein Kopf brummt, meine Nase läuft und ich mich etwas schlapp fühle.

Nicht schlapp genug allerdings, um nicht ein bisschen Ordnung zu machen. Vor allem wegen der Flöhe, die unsere Katze ja nicht los wird, muss ich dringend sauber machen.

Also das ganze Sofa abgeräumt, abgesaugt, Decken ausgeschüttelt (draussen natürlich 😉 ) und in die Waschmaschine gesteckt.
Alle Zimmer (ausser das von Sohn 1 und die beiden anderen Sohn-Höhlen auch nur so im Slalom um diverse Dinge auf dem Boden herum….) gesaugt und den Küchenboden sogar noch feucht aufgewischt.

Dann eine Verschnaufpause, einen zweiten Kaffee und ein bisschen Toast.

Zettel geschrieben für die Söhne, damit sie nachher etwas essen und trinken (das wird echt vergessen, wenn ich es ihnen nicht sage) und die Katze nicht nach Draussen lassen, denn die Flohkatze hat jetzt einen Trichter an, damit sie sich nicht mehr kratzen kann am Hals. So darf sie aber nicht mehr raus.

Die Waschmaschine ist fertig und die Spülmaschine auch grad. Beides räume ich aus.

Dann ist endgültig Schluss mit aufräumen und putzen. (ok, heute Abend dann vielleicht nochmal, sonst wird man die Viecher echt nicht los. Da muss man konsequent sein.)

In ca. einer Stunde mache ich mich auf den Weg. Es geht mir auch schon besser. Kopf brummt nur noch leicht, Nase läuft viel langsamer. 😉
Das wird schon. Ich bin ja eigentlich nie krank. Also wird es auch diesmal nur so ein kleines Intermezzo werden.

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Fortsetzung folgt

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Um 11:00 bin ich auf der Autobahn, gegen 12:00 bin ich in der Firma, sage kurz Hallo und verziehe mich in ein Zimmer, weil ich ja kein Mittag essen muss (siehe zweites Frühstück…).

Ich bereite noch ein paar Seiten für die Kollegen vor, die am Montag meinen Kurs haben, mache ein paar Kopien und drucke ein paar Arbeitsblätter aus.

In meinem Kurs sind 4 Albaner, 1 Frau, 3 Männer, die sich aber noch nach Bosnien und Kosovo und noch etwas unterteilen. Dazu zwei Tamilen und eine Italienerin. Zuletzt noch einer aus Ghana. Die Albaner sind am schwersten unter Kontrolle zu halten, sie sind laut, sie müssen ständig ihre Handys checken, müssen etwas schreiben, usw. Ich komme mir vor wie eine Sekundarschullehrerin. Man bedenke aber, dass die Leute so um die 30 sind…..

Naja, auch das überstehe ich, wir haben es sogar ziemlich lustig zusammen und ich denke, sie haben auch das eine oder andere gelernt. Also, ich hoffe es….

Der Heimweg dauert wieder ca. eine Stunde, ich bin ziemlich müde und bin dann doch ganz froh, dass keine mail gekommen ist, die mir mitteilt, dass in Weil am Rhein ein Päckchen angekommen ist, denn so kann ich direkt, ohne Umweg über Deutschland, nach Hause fahren.
(die mail kam dann um 18:47. Der Laden hat bis 19:00 offen.)

Zuhause angekommen rufe ich ein lautes Hallo ins Haus, aber nur Sohn 2 ist anwesend. Sohn 1 ist noch in der Schule und Sohn 3 irgendwo draussen. Das Wetter wird immer besser, es wird immer wärmer, man merkt’s. 🙂

Die Flohkatze trägt inzwischen einen Landhockey-Stulpen (das, was man über den Schienbeinschoner zieht) um den Hals, très chic.

Später sagt Sohn 1, dass sie mit dem Trichter so unbeweglich sei und immer überall gegen läuft und nicht richtig fressen kann, usw. Also, dann eben die „Socke“.

Ich esse um 18:00 Uhr ein Stück Pflaumenkuchen, trinke einen Kaffee (da werde ich wieder nicht schlafen können…..) und vertiefe mich ins IPad. Ein paar mails lesen, spielen, facebook. Was man eben so macht.

Irgendwann kommt Sohn 1 aus der Schule und Sohn 3 kommt auch nach Hause. Wir plaudern ein bisschen und huch, da kommt auch schon der Herr des Hauses herein. Ungewöhnlich so „früh“…..

Meine Erkältung hat sich noch nicht so ganz vollständig verabschiedet, die Nase kitzelt und der Kopf ist wieder etwas dicker, aber noch nicht alarmierend. Trotzdem übergebe ich an den Herrn des Hauses und verziehe mich ins Dach und ins Bett. Nach einem Blick aus dem Fenster springe ich aber noch mal schnell runter ins Wohnzimmer, um die Kamera zu holen, denn jetzt kann ich euch den Übeltäter von letzter und wahrscheinlich auch von dieser Nacht präsentieren:

Tadaaaa:

Vollmond

Ich hoffe, man erkennt überhaupt etwas. (falls hier jemand mitliest, der mir wohlwollend gesinnt ist, ich wünsche mir sehr ein Objektiv, das ich auf meine Canon schrauben kann, mit dem ich so richtig schöne, grosse, scharfe Mondbilder machen kann…… 😉 )

Ja und während ich hier so schreibe, essen die Männer unten Abendbrot. Ich werde noch schnell den Tagesplan für meine Lektion morgen fertig machen und dann nur noch ein bisschen die anderen Tagebücher lesen. Oder umgekehrt. Erst das Vergnügen und dann die Arbeit……

Danach ist Feierabend.

Merci für’s Lesen und bis hier unten durchhalten!!

Bleibt aufmerksam und neugierig 🙂

Bis bald

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Andrea
    Mrz 05, 2015 @ 14:29:41

    Zu „Deinem“ Flohproblem fiel mir Frontline ein. Das kriegen meine Tiger und der Hund (jeweils abgestimmt natürlich) regelmässig alle vier Wochen. Wirkt auch gegen Zecken und Haarlinge und ist wirklich sehr zu empfehlen.

    Antwort

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