Mutti war aus

Wow, nach langer, langer Zeit war ich mal wieder aus.
In der Schweiz sagt man dazu übrigens „ich war im Ausgang.“ 🙂

Eine Gruppe von Müttern, die beim Landhockey immer am Rand stehen oder nach dem Training die Kinder abholen, wollte am Freitag einen Kino- und Restaurant-Abend machen.

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Kleine Geschichte dazwischen: meine erste WhatsApp-Gruppe

Ich nutze WhatsApp normalerweise nur, um einer Person eine kurze Nachricht zu schreiben. Meine Söhne dagegen haben diverse WhatsApp-Gruppenchats. Für den Fussballclub, für die ganze Klasse, nur für die Jungs aus der Klasse, nur für ganz bestimmte Jungs aus der Klasse, für Jungs und Mädchen aber nicht alle, usw.

So eine Gruppe brauchte ich bisher nicht.

Nun aber für die Mütter-Runde war es ganz praktisch, so eine Gruppe zu haben, weil man ja noch einen Film brauchte, einen Treffpunkt, eine Zeit, ein Restaurant, usw.

So kam ich also zu meiner ersten WhatsApp-Gruppe.

Sie wurde am Donnerstag Abend gegründet und ich fuhr am Freitag früh über die Autobahn zur Arbeit. Da piepste es zum ersten mal.
„Ping“
Weil ich ja gerade fuhr, konnte ich nicht gucken, wer da schreibt…..
Kurz darauf wieder „Ping“, dann grad nochmal „Ping“.

Als ich bei der Arbeit ankam, schaute ich mal nach: 9 ungelesene Nachrichten. Wow!!! Ich bekomme sonst in einem halben Jahr keine 9 Nachrichten. 😉

„Also wir treffen uns um 18:30 vor dem Kino.“
„Super danke“
„Soll ich im Restaurant reservieren?“
„Ja, das wäre toll.“
„ja, gern“
„ja, du Liebe, danke für’s organisieren.“
„ich kann nur zum Essen kommen und nicht ins Kino.“
„Ich komme nur ins Kino, danach wird’s mir zu spät.“
„Mir wird es alles zu spät, ich komme nicht mit.“

Aha. Jetzt war ich also voll im Bilde.

Es ging dann den ganzen Tag noch so weiter. Die eine kann nicht, die andere kommt später, wer trifft sich alles am Tram? Nein, wir fahren Fahrrad, usw.

Sehr lustig das ganze und für mich sehr ungewohnt, dass mein Phone die ganze Zeit piepste.

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So, wir hatten es letztendlich tatsächlich geschafft, dass sich 5 Mütter vor dem Kino trafen.
Wir wollten den folgenden Film ansehen:

Sex Tapes

(Ich bin mal gespannt, was ich dafür jetzt für Suchanfragen auf dem blog bekomme 😉 )

Klassische Komödie.
Ein Elternpaar hat im Laufe der Jahre immer weniger Lust, aber vor allem immer weniger Zeit für Sex. Tatsächlich gibt es dann mal einen Abend, an dem die Kinder bei den Grosseltern schlafen und die beiden eine ganze Nacht für sich haben……

Lange Rede kurzer Sinn, sie kommen auf die glorreiche Idee, ein Sex Video von sich aufzunehmen. Mit dem IPad…..
Dummer Fehler: der Mann löscht das Video anschliessend nicht (sie hatten ja nun ihren langersehnten Sex und das Video war ja nur Mittel zum Zweck und die womöglich entdecken es die Kinder….), sondern er lädt es stattdessen aus Versehen über die Cloud auf alle Geräte hoch, die er jemals besessen hat. Und all diese Geräte, in dem Fall auch wieder IPads, hat er in den vergangenen Wochen an Freunde und Bekannte und auch an den Postboten verschenkt…..
Naja, den Rest kann man sich denken. Es beginnt eine wilde Fahndung nach den verschenkten IPads in der Hoffnung, dass die Leute den Film noch nicht entdeckt haben.

Sonst gucke ich eigentlich lieber etwas ernstere, nachdenklichere Filme, aber für so einen Weiberabend ist dieser Film natürlich perfekt 🙂 .

Danach waren wir dann noch zu acht in einem schönen Restaurant und so gegen 23:30 Uhr war ich dann ganz brav wieder zu hause. (Vorbild-Funktion und so 😉 )

Und nun schweigt mein Phone auch wieder, das ist sehr angenehm. Bis zum nächsten Weiberabend……..

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so, das Kätzchen ist wieder zu Hause

Heute Mittag habe ich den Tierarzt angerufen und der meinte, sie würde sich bei ihm zu Tode langweilen und es total doof finden und wir dürften sie also gerne abholen. 🙂

Die Drainage ist raus, alles gut gegangen und darum kann sie nach Hause.
Allerdings muss sie einen Trichter um den Hals tragen, weil sie sich sonst sofort alles wieder aufschlecken würde. (sie hatten es in der Praxis mal ausprobiert und sie fing sofort an zu schlecken.)

Naja, das wird sie ja überleben.

Das Fressen gestaltete sich als schwierig, also nahm ich ihr den Trichter zum Fressen mal ab.

Es ist wirklich sehr unbequem dieses Teil und sie sieht nicht gut damit und sie kann sich gar nicht putzen und überhaupt.

Da kam der Herr des Hauses auf eine coole Idee. Man müsste ihr so einen Anzug anziehen, der einfach nur den Schulterbereich abdeckt und dann könnte man sich den Trichter doch sparen.

Und mir fiel dann ein, dass wir irgendwo noch so einen Puppenpullover rumliegen haben, den ich natürlich sofort gefunden habe (das Genie beherrscht das Chaos 😉 ).

Und nun ist die Katze glücklich und zufrieden, kann sich endlich ausführlich putzen, kann wieder fressen, kann bequem liegen.

Katze mit Pulli

Ob wir ihr das über Nacht so anlassen können? Eigentlich kann sie es nicht ausziehen und sie kann es auch nicht so hochschieben, dass sie doch an die Narbe herankäme.
„unterschätze die Katze nicht….“ meint der Herr des Hauses.

Aber ich glaube, wir lassen das jetzt mal so. Katze ist glücklich und wir vertrauen der ganzen Sache.

Katzen Update

Hmm, also so richtig gut war es nicht, was beim Arzttermin heute morgen herauskam. (im wahrsten Sinne des Wortes…..)

Sie hatte 40.1 Fieber. Sie hatte eine ziemliche Schwellung, die, so vermutete der Arzt, mit Eiter gefüllt war. Sie hatte 400g abgenommen. Sie war vermutlich gebissen worden und die Wunde hatte sich von innen her entzündet und es hatte sich ein Abszess gebildet.

Da sie leider am Morgen gefressen hatte (haben wir alle nicht dran gedacht, dass sie eventuell narkotisiert werden und dafür nüchtern sein müsste… :-/ ), konnte sie nicht sofort operiert werden. Also operiert klingt so dramatisch, aber er wollte die Schwellung auf jeden Fall öffnen, um alles rauszuholen, was sich da in der Wunde angesammelt hatte (siehe oben….).

Also liess ich sie dort und wir verabredeten, dass ich sie zwischen 5 und 6 abends wieder abholen sollte.

Nun stellte sich beim Abholen allerdings heraus, dass die Katze in folgendem Zustand war:

OP ganz prima überstanden.
Alles aus der Wunde rausgeholt (ich konnte die Assistentin nicht davon abhalten mir in aller Detailtreue zu berichten und unterdrückte nur mühsam einen Würgereiz …..).
Eine Drainage gelegt, damit der Rest auch noch abfliessen kann.
Einen Trichter um den Kopf, damit sie sich nicht die offenen Stellen abschlecken kann.

Ganz vorsichtig fragte ich mal nach, wie das mit einer Drainage denn so ist…. tropft das in einen Beutel…?

Ähm, nein, das tropft einfach so raus. !!

Natürlich läuft da nicht permanent ein Rinnsal aus der Katze, aber ich fand die Vorstellung dann irgendwie doch nicht so lustig, dass überall, wo die Katze ist, auch mal was raustropfen kann.

Die Assistentin hatte aber schon mit der Ärztin gesprochen und sie machten mir den Vorschlag, die Katze für 3 Tage dort zu lassen.

Tja, das hat sein Für und Wider. Einerseits ist sie in fremder Umgebung, in so eine Box eingesperrt, wir sind nicht da. Andererseits sollte sie sich jetzt besser eh nicht so viel bewegen, sie bekommt beste medizinische Betreuung, Komplikationen oder was auch immer werden sofort bemerkt.

Mir ist es wohler so und nun bleibt sie also mal vorerst bis Mittwoch dort und wir besprechen telefonisch dann, ob sie die Drainage schon herausnehmen können oder ob sie noch einen weiteren Tag bleiben muss.

Alles in Allem ist es noch mal gut gegangen. Wie viele von ihren 7 Leben sie jetzt wohl noch hat?
Nr. 1 hat sie vielleicht eingebüsst, als sie ein Glas vom Tisch zog, das ihr ganz unglücklich auf die Schwanzspitze fiel, die sie dann verlor….
Nr. 2 hat sie vielleicht eingebüsst, als sie mal 2-3 Nächte in einer Garage oder einem Keller eingesperrt war.
Nr. 3 hat sie in der letzten Woche eingebüsst.

Müssten also noch 4 Leben übrig sein. So langsam ist es echt genug. Ich habe den Arzt gefragt, ob ich nicht ein Abo lösen kann. Jeder 10. Besuch wäre gratis…. 😉
Er hat mir tatsächlich schon mal Rabatt gegeben, weil ich so oft dort war. Mal sehen, wie stark uns das Kätzchen diesmal ruiniert….. :-/

Aber Hauptsache ist natürlich, dass sie wieder nach Hause gekommen ist, dass sie jetzt wieder gesund wird und dass sie vielleicht ein klitzekleines bisschen aus ihren Fehlern lernt…….

Hmmm, dumdidum …..

Da ist mir doch einfach so ein Elch vor’s Auto gesprungen 😉

IMG_0384.JPG

Das Projekt

Bei Frau Nessy heisst es Thorstens Projekt.

Und ich habe auch so ein Projekt 🙂

Ich hatte aus Faulheit all die vielen, kleinen Tomatenpflänzchen einfach zusammen im Topf gelassen. Das war ihnen natürlich zu eng und sie dachten nicht im Traum daran, irgendwelche Tomätchen wachsen zu lassen.
Ich vernachlässigte sie auch beim Giessen und achtete eigentlich überhaupt nicht mehr auf diesen Topf.

Doch plötzlich sah ich ein kleines, grünes Minitomätchen heranwachsen.

Sofort riss ich so gut wie all die anderen fruchtlosen Stängel aus dem Topf und liess diesen einen seine ganze Pracht entfalten.

Und siehe da:

single Tomate

das Projekt

Sie wird immer röter und sogar noch ein bisschen grösser. Ich bin extrem erfreut über meine gärtnerischen Erfolge !!! 😉

das ist der Trick :-)

kaum schreibe ich hier von den verlorenen Katzen, tauchen sie wieder auf. Das war doch beim letzten Mal auch so. Na, mir soll’s recht sein 🙂

Leider ist die Kleine nicht einfach so frisch fröhlich wieder hereinspaziert sondern hat eine stark geschwollene Stelle an der Schulter und kann das eine Bein gar nicht belasten.
Nach meinem Telefonat mit dem Tierarzt (wir sind ja fast schon Stammkunden :-/ , darum kann ich da auch sonntags anrufen.) kann ich aber trotzdem bis morgen warten.

8:30 ist Termin.

Drückt mir die Daumen, dass es nichts langwieriges ist……

im nächsten Leben einen Hund ?

Tja, was soll ich sagen?

Wir wollten damals eine Katze. Oder auch mehrere. Also bekamen wir (vor ca. 3 1/2 Jahren) eine vom Bauern aus dem Dorf geschenkt.

Sie war sehr treu, sehr anhänglich, aber auch sehr selbständig und viel draussen unterwegs. Eines Abends kam sie nicht nach Hause. Und auch am nächsten Abend nicht….

Sie war nicht viel älter als 6 Monate, da war sie unter ein Auto gekommen und hatte sich schwer verletzt. Sie wurde zum Glück gefunden, überlebte und konnte nach langer Pflege wieder ganz normal laufen und alles war gut. Nur den Schwanz konnten wir nicht retten. Aber das machte ihr vermutlich gar nicht so viel aus und wir hatten uns bald an den Anblick der Katze ohne Schwanz gewöhnt.

Dann bekam sie zwei Junge. Sie pflegte sie gut, brachte ihnen das Mäusejagen bei, säugte sie und spielte mit ihnen.
Als sie älter und grösser wurden, wollte sie sie vertreiben, weil sie das in der Natur auch so gemacht hätte. Die Jungen mussten nun ihr eigenes Revier suchen und alleine zurecht kommen.

Doch die Jungen wollten nicht. Sie wollten bei uns bleiben, wo es regelmässig Futter gab, wo es warm war im Winter, wo sie von den Menschen geliebt, gestreichelt und bekuschelt wurden.

Also entschied die Mutter, dass es dann wohl an ihr wäre, zu gehen. Nach dem Motto „ihr oder ich“. Und so sahen wir sie vor vielleicht 3-4 Wochen das letzte Mal.

Natürlich können wir nicht sicher sein, dass sie noch lebt, aber sie kam anfangs immer noch hin und wieder nach Hause, blieb kurz, um zu fressen, um sich von uns ein bisschen streicheln zu lassen, machte sich dann aber bald wieder auf den Weg, um ein paar Tage nicht zu erscheinen. Die Abstände wurden immer grösser und nun kommt sie wie gesagt gar nicht mehr.

Den beiden Jungen war das natürlich schnurz piep egal. Sie machten sich hier breit, waren treu und anhänglich, warteten zuverlässig am Morgen auf ihr Futter oder kamen auch zu uns ins Bett, um es einzufordern.

Als sie noch ganz klein waren, waren sie immer sehr eng beieinander. Sie schliefen am selben Ort, dicht aneinander gekuschelt oder lagen einfach immer nah zusammen. Sie spielten zusammen, frassen zusammen, machten alles zusammen.

Später gingen sie auch mal getrennte Wege. Die eine war zu Hause, die andere irgendwo im Wald. Oder die eine schlief drinnen, die andere draussen.

Und nun, seit etwa einer Woche fehlt von der einen jede Spur. Wie anfangs die Mutter, kam sie eines Abends nicht nach Hause und auch nicht im Verlauf des nächsten Tages. Hm, ja das kann mal vorkommen, vielleicht war sie ja auch nachts kurz mal da (inzwischen ist das Tor wieder permanent offen), wer weiss?
Jetzt sind es aber schon mehrere Tage und Nächte und sie war sonst immer mal in der Nähe des Hauses, auch wenn sie nicht immer reinkam.

Tja was soll ich sagen?

Ist uns jetzt die zweite Katze weggelaufen? Oder hatte sie einen Unfall und wir haben es nur nicht mitbekommen? Oder ist sie irgendwo eingesperrt und niemand merkt es? Oder hat sie jemand geklaut?

Die Jungs wollen Zettel aufhängen. Ich halte wenig davon. Wenn die Katze weg ist, dann ist sie weg. Wenn sie jemandem zugelaufen ist, dann könnte man mit dem Chip herausfinden, wo sie hingehört und uns informieren.
Meiner Meinung nach bringt so ein Zettel nichts. Ich fände eine Statistik mal interessant, wie viele Katzen oder auch Hunde, wegen aufgehängter Suchzettel wieder zum Besitzer zurückkommen.

Wir hatten ja auch mal einen zugelaufenen Kater. Wir wussten sogar wem er gehörte, aber jedesmal, wenn wir ihn zurückbrachten, kam er einen Tag später wieder zu uns. Wenn die Katze nicht will, dann will sie nicht.

Vielleicht wäre ein Hund doch die bessere Wahl gewesen…….

Immer zu Hause; nicht alleine, auf eigene Faust unterwegs; notfalls an der Leine; macht, was ich will, usw…. 😉

Tja, was soll ich sagen?

Eine haben wir jetzt noch. Sie ist treu, ist immer morgens da, weil es Futter gibt, lässt sich von uns beschmusen, schnurrt vergnügt, spielt mit uns, geht aber auch selbständig nach draussen, um ihren Instinkten zu folgen.
Ich hoffe, dass wenigstens sie uns noch recht lange bleibt. Aber eine Garantie gibt uns dafür leider niemand….

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