Bärndütsch

Nun lebe ich ja schon seit – moment ….. seit 1996, also seit fast 20 Jahren in der Schweiz. Ich habe schnell gelernt, Schwiizerdütsch zu verstehen und nach ein paar Jahren sogar selber angefangen zu sprechen.

Soweit so gut.

Heute allerdings stiess ich tatsächlich an meine Grenzen, als ich mich mit einer Frau aus Bern unterhielt.
Ok, ich gebe zu, das Umfeld war eher hochdeutsch (Sprachunterricht), ich unterhalte mich aber sonst immer auf schweizerdeutsch mit ihr. Sie ist ja keine Schülerin sondern eine Mitarbeiterin.

Das Gespräch, das hier sogar ohne Dialektkenntnis zu verstehen ist, ging ungefähr so:

Ich: „isch dr XY immer no chrank?“
Sie: „ja, der het en Virus im Haus.“
Ich: „Im Haus???“
Sie: „jo, im Haus.“

Es kam mir etwas merkwürdig vor, warum man einen Virus gleich im ganzen Haus haben soll. Muss ja ein echt starker Virus sein….

Erst als sie sich an den Hals fasste, ging mir das Licht auf. Einen Virus im Hals!!!!

Die Berner machen ja aus „al“ gerne „au“.

Sie sagen „auso“ anstatt „also“, oder „Waud“ statt „Wald“ und eben auch „Haus“ statt „Hals“.

Tja, das kann, wie in unserem Fall heute, schon mal zu Missverständnissen führen. 🙂

Trotzdem liebe ich natürlich Bärndütsch!! Es ist für mich der schönste der Schweizer Dialekte. Und bisher hatte ich auch keine Probleme die Berner zu verstehen.

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