Tagebuchbloggen

man wartet also offenbar auf meinen Tagebuchbericht. Eigentlich wollte ich diesesmal auslassen, aber gut, wenn ihr unbedingt wollt 😉 ….

Nun ist es ja schon nach 20:00 Uhr, da kann ich also einen Rückblick schreiben:

Der Tag begann um 5:20 Uhr ungefähr. Mein Wecker klingelte, ich stand auf, duschte, wusch meine Haare und zog mich an.
Anschliessend fütterte ich die Katzenmädchen und deckte den Tisch für’s Frühstück. Mir selber und dem Jüngsten gönnte ich ein paar Scheiben Butterzopf und die anderen mussten Müsli und Cornflakes essen.
Einen Kaffee später hörte ich, wie Sohn 1 duschte und ich weckte Sohn 2.
Der kam zum Frühstück runter und wartete dann darauf, dass die Dusche frei wurde.

Ich musste noch schnell die Simpsons für ein paar Stunden beschäftigen ein paar wichtige Dinge auf dem IPad erledigen und meine Tasche packen mit den Sachen, die ich als gut vorbereitete Lehrerin bereits gestern fertig gemacht und ausgedruckt hatte.

Ca. 6:30 Uhr verliess ich das Haus. Zu diesem Zeitpunkt waren auch Sohn 3 und der Herr des Hauses aufgestanden.

Gegen 6:50 befand ich mich auf der zum Glück noch relativ leeren Autobahn in Richtung Bern.

Viertel vor 8 fuhr ich an eine Tankstelle, um mir im Shop mein Essen für den heutigen Tag zu besorgen: 1.5 Liter Flüssigkeit (1L Henniez mit Mango Yuzu-Geschmack, 0.5L Multivitaminsaft), ein kleines Birchermüsli, zwei Brötchen und ein Joghurt mit Knuspermüsli.

Kurz vor 8 kam ich in der Firma an.
Ich machte noch ein paar Kopien und musste mein Tagesprogramm neu schreiben, weil ich Vormittag mit Nachmittag verwechselt hatte. Aber alles kein Problem, ich hatte ja noch genug Zeit.

Um 8:45 begann der Arbeitstag. Die ersten 3 Stunden betreute ich ein paar Teilnehmer des Berufsintegrationsprogramms und half ihnen, die Inserate aus dem Internet nach Brauchbarem zu durchsuchen.
Einem Griechen half ich, eine Bewerbung als Barmann zu schreiben, einem Kroaten half ich bei der Bewerbung als Hilfsarbeiter auf der Baustelle. Das erscheint jetzt vielleicht wenig, aber es braucht recht viel Zeit, denn die Teilnehmer sind doch recht unselbständig und es dauert schon manchmal 5 min. bis sie überhaupt ihre persönlichen Daten irgendwo eingetragen haben.
In der Pause ass ich den Joghurt und das eine Brötchen.

In der Mittagspause von 12:00 bis 12.45 ass ich das Birchermüsli und das zweite Brötchen 🙂 .
Die Volkshochschule von nebenan hatte Mandarinen gespendet. Ich ass eine oder zwei zum Dessert.

Nun hatte ich noch Deutschunterricht von 12:45 bis 16:00 Uhr.
Mein heutiges Thema waren Fahrpläne und Wegbeschreibungen. Ich liess die Teilnehmer den ausgedruckten Busfahrplan vom Bus direkt an der Schule durchlesen und sie sollten sich gegenseitig fragen, wann der Bus kommt oder welchen Bus sie nehmen müssten, wenn sie um 14.30 am Bahnhof sein müssten, usw.

Als Steigerung des ganzen, liess ich sie dann im Internet nach Zugverbindungen suchen. Wie lange fährt der Zug von Zürich nach Basel? Auf welchem Gleis fährt der Zug am Montag von Luzern nach Genf ab?
Man muss dazu sagen, dass die Teilnehmer alle einen Migrationshintergrund haben UND meistens schon über 45 Jahre alt sind. Andererseits leben sie aber teilweise schon seit 15-20 Jahren in der Schweiz. Sie haben aus verschiedensten Gründen ihre Arbeit verloren und das Arbeitsamt schickt sie jetzt zu solchen Kursen, damit sie wieder ins Berufsleben integriert werden können.
Als ich fragte, wer denn schon mal selber zu Hause eine Zugverbindung herausgesucht habe, sagen alle nein.
Das würde immer die Frau, der Sohn, die Schwiegertochter oder so machen….. Tja.

Aber sie fanden’s toll.

In der Pause rief ich schnell zu Hause Sohn 2 an, damit er nicht (wie vor 2 Wochen vor lauter „yeah*sturmfreie*Bude*wir*gamen*bis*uns*die*Augen*rausfallen*“) wieder seine Saxophonstunde verpennt.
Alles klar, Sohn 2 war anwesend und schon losgehbereit. Super!

Nach der Pause noch ein bisschen Orientierung und Wegbeschreibung und um 16:00 Uhr konnte ich mich auf den Heimweg machen.

Ich nahm noch einen Kollegen aus der Nähe mit und so war mir nicht so langweilig alleine im Auto.
Kurz vor Basel stand ein kleines Warndreieck auf der rechten Seite auf dem Pannenstreifen zusammen mit einem Schild „Unfall“….. Runter auf 80 kmH.

Kurz darauf standen wir im Stau. Es war ca. 17:00 Uhr und der Feierabendverkehr war so gerade im Anmarsch. Wir konnten aber immer so Stück für Stück vorwärts zockeln und kamen nach ca. 20 min. an der Unfallstelle vorbei.
Dieses Autobahnstück sieht so aus:

Ich komme auf einem Stück mit 2 Spuren. Dann stossen von rechts nochmal glaube ich 2 Spuren dazu und das ganze weitet sich auf mindestens 5, wenn nicht sogar 6 Spuren aus.
Diese werden dann aber auf den nächsten paar hundert Metern wieder auf 4 reduziert. Das verursacht schon unter normalen Umständen um diese Uhrzeit einen kleinen Stau.
Heute nun mussten diese 4 Spuren auch noch wegen des Unfalls auf 1 Spur verengt werden.

Ich liess meinen Mitfahrer in der Nähe vom Bahnhof aussteigen und fuhr weiter nach Hause. Im Radio hörte ich, dass sich der Stau inzwischen auf ca. 1 Stunde Wartezeit inkl. teilweiser Tunnelsperrung ausgedehnt hatte. Puh, da hatten wir echt noch Glück gehabt, dass wir in nur 20 min. da durch waren.

Zu Hause musste ich erstmal die Reste einer Maus vom Boden abkratzen…., kurz meinen Zuckerhaushalt mit ein paar Espressokeksen wieder auf den normalen Pegel bringen 😉 , dann einen kleinen Kaffe mit Vanille-Aroma trinken, dann Sohn 3 fragen ob er Hausaufgaben aufhat („oh Sch….“ schnelle Schritte auf der Treppe…..) und diese dann noch korrigieren. Schriftliche Multiplikation, das geht ja noch.

Merke: mit Sohn 1 das kleine Einmaleins lernen!!!!

Ich rief noch den Herrn des Hauses an, teilte ihm mit, dass ich weder in dem Stau stünde noch eines der Unfallautos gefahren hätte und dass er doch bitte noch etwas Brot mitbringen solle 🙂 .

Sohn 1 zeigte mir noch ein Video, von dem wir nicht ganz sicher sind, ob es nicht doch ein Fake ist…
Wer mal gucken will, hier: Bus kaputt
Was meint ihr, ist so etwas möglich????

Kurz bevor der Herr des Hauses nach Hause kam, konnte ich noch schnell die wichtigen Dinge an meinem IPad erledigen und dann konnte wir Abendbrot essen.
Brot und Käse und Wurst und gekochte Eier und was man eben sonst noch so im Kühlschrank findet.

Sohn 1 zeigte mir noch ein zweites Video, Sohn 3 zeigte mir einen Test, den er zurückbekommen hatte und dann war es auch schon Zeit, dass er sich zum Schlafen umzog.

Sohn 1 und 2 sind jetzt noch ein bisschen im Dach am Computer, der Herr des Hauses liest irgendwas und ich werde nach diesem Text hier noch ein paar kleine Sachen für morgen vorbereiten.

Dann verscheuche ich die Jungs aus dem Dach, weil das ja unser Schlafzimmer ist, und vielleicht bin ich (Dank des kleines Kaffes von 18:00 Uhr) noch munter genug, um ein Kapitel im „Der Turm“ zu lesen.

So, puh, jetzt hab ich das gerade noch so hinbekommen heute.

Einen schönen Abend euch allen und gute Nacht und morgen einen schönen Nikolaustag :-).

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Bigmama
    Dez 06, 2013 @ 12:34:20

    So, sehr schön … Pflicht erfüllt 🙂
    Wow , mit dem Bus ist ja schon der Hammer … Sieht verdammt echt aus … Fast so wie die Golfbälle an manchen Autos ( da klebt dann so ein halber Golfball am Auto und man denkt zuerst , der würde wirklich darin stecken 😉 )
    Ui – deine Fahrt zur Arbeit dauert aber echt lange … Ziemlich weit weg ! Wir haben Glück und fahren beide nur jeweils 15 min zur Arbeit 🙂
    Und Stiefel gefüllt gewesen ?

    Antworten

    • wahnsinn22
      Dez 06, 2013 @ 14:11:14

      15 min. Arbeitsweg? Oh, was wäre das für ein Luxus :-).
      Äh, Stiefel gefüllt? Nö. Ist irgendwie vorbei. Früher sind wir immer ganz aufwändig in den Wald gegangen und haben den Nikolaus (hier ja Santichlaus) in einer Hütte getrofen. Jetzt nicht mehr. Die Jungs bekamen aber trotzdem einen kleinen Schokoklaus neben den Frühstücksteller :-). Immerhin.

      Antworten

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