Liebes Tagebuch

ok, fange ich also doch schon an, sonst vergesse ich womöglich noch die Hälfte 😉

5. April 2013 im Hause Wahnsinn:

So ganz ohne Wecker steht der Herr des Hauses irgendwann kurz nach 7 oder so auf. Ich kriege das nicht so mit, denn Freitag ist mein freier Tag und ich kann – Schulferien sei Dank – zusammen mit den Jungs ausschlafen :-).

Ausschlafen reicht bei mir aber normalerweise nur bis 6 oder halb 7, rein aus Gewohnheit. Weil ich gestern aber das spektakuläre und sehr spannende Fussballspiel FC Basel gegen Tottenham (2:2) gucken musste, kam ich später ins Bett und schlafe heute also doch immerhin so bis kurz vor 8. Wow !!

Der Herr des Hauses geht zur Arbeit, ich setze mich mit meinem IPad aufs Sofa, die Jungs schlafen den Schlaf der Gerechten.
Ich checke meine Mails, lese mich durch ein paar blogs und schreibe auch selber noch ein bisschen.
Dann muss ich noch schnell meine „Simpsons“-App füttern. Niemand ist ohne Laster…. 😉

So gegen 9.00 fange ich mal an, den Tisch zu decken und die Spülmaschine auszuräumen. Dabei mache ich möglichst viel Lärm mit klapperndem Geschirr, damit die Jungs schon mal langsam aus der Tiefschlafphase auftauchen. Nützt aber nich soooo viel, ehrlich gesagt.

Also muss ich nach oben gehen und frisch, munter und fröhlich die Türen aufreissen, die Rollläden hochziehen, die Sonne das trübe Tageslicht hereinlassen und rufen : „Guten Moooooorgeeeeen, aufsteeeeeeehhhhhn, Früüüüüüüühstüüüüüück“
Als Resonanz bekomme ich einstimmiges Grunzen, aber trotzdem sitzen wenige Minuten später alle mit mir am Tisch und essen Toast mit Honig, Nutella oder noch lieber Eszett-Schnitten, und auch ein bisschen Marmelade. Ich trinke Milch mit Kaffee und die Jungs Milch ohne Kaffee.

Dann entdecken meine Jungs den Nintendo DS lite in rot, den ich gestern für meine griechische Freundin gekauft habe, deren Kinder den unbedingt haben wollen und sie bekommt ihn in Griechenland nicht mehr oder nur sehr teuer oder was weiss ich.
Ich erlaube Sohn 2, das dazu erhaltene Gratisspiel „Mario Bros.“ einmal auszuprobieren und ab diesem Zeitpunkt ist Sohn 2 erstmal für eine Weile nicht mehr ansprechbar :-).

In der Zeit räume ich den Tisch wieder ab, die Spülmaschine ein und begebe mich dann unter die Dusche. Es ist mittlerweile etwa 9.30.

Sohn 1 und 3 gehen ins Dach an die Computer und spielen Minecraft, wie eigentlich immer in dieser letzten Ferienwoche. Suchties….

Ich lüfte und bei einer Aussentemperatur von 3 Grad brauche ich ca. 15 Minuten um das Haus auf 19 Grad runterzukühlen….. !!!

Ich schreibe einen kleinen Einkaufszettel für’s Wochenende und fahre in den Supermarkt meines Vertrauens. Gleich um die Ecke ist noch eine Wäscherei mit Hemdenservice und dahin bringe ich ein Oberhemd, denn bügeln ist nicht so meins……..

Wieder zuhause wird zunächst nur die Kühltasche ausgeräumt, denn das muss ja alles in den Kühlschrank. Die anderen Sachen lasse ich erstmal unangetastet in der Küche stehen. Bin eben ’ne Faule, das gebe ich ja zu…. :-). Ich muss ja jetzt auch erstmal bloggen, gell? Wusstet ihr, dass ich den schwarzen Gürtel im Prokrastinieren habe?

So, und jetzt werde ich mich mal ums Mittagessen kümmern. Es wird Fisch geben. Ich mache eigentlich fast immer Fischstäbchen freitags, auch wenn ich mit „dem da Oben“ nun so gar nichts am Hut habe. Kinder mögen Rituale 😉

Dann bis später.

So, weiter geht’s.

Inzwischen ist es 21.00 Uhr und es gibt einen Rückblick bis jetzt:

Bevor ich das Mittagessen koche, bereite ich noch ein höchst leckeres und dazu auch noch gesundes Birchermüesli zu. Aus einer Birne, einem Apfel, ein paar Himbeeren und einer Banane. Dann Müsli dazu, Blaubeerjoghurt und Milch, damit alles schön aufquillt. Wenn ich morgens Müsli oder Cornflakes oder so esse, darf es auf keinen Fall matschig werden. Nur Birchermüesli darf das :-).

Ok, dann also das Mittagessen. Es gibt Pangasius mit einer zarten Zitronenpanade (oookeeee, ich gestehe: das hat jemand anders gemacht, ich hab’s aber immerhin selber aufgetaut und in der Pfanne gebrutzelt, ich alte Kochniete 😉 ), Nudeln und Gemüse. Schmeckt immer allen.

Nachdem ich die grosse Bratpfanne abgewaschen habe, gibt’s erstmal einen Kaffee.

Die Jungs verdonnere ich dazu, ihre Fahrräder aus dem Fahrradkeller zu holen, um mal zu checken, ob sie für Montag (erster Schultag) fahrtauglich sind. Beide brauchen Luft, beim Fahrrad von Sohn 1 muss auch noch ein bisschen geputzt und der Sattel erhöht werden. Weil sie nun eh schon draussen an der zwar frischen aber immer noch kühlen Luft sind, spielen sie gleich noch ein bisschen Fussball. Während ich mich demonstrativ dem Wetter trotzend in den Liegestuhl fleetze, weigert sich Sohn 3, ebenfalls nach draussen zu gehen.

Nicht mal die Drohung, dass er dann den ganzen restlichen Tag nicht mehr an den Compi darf nützt etwas.
Sohn 3 ist zutiefst entrüstet, bewirft mich mit wüsten Schimpfworten, die ich mir äusserst streng für die Zukunft und überhaupt verbiete!!! Echt anstrengend dieses Kind heute.

Eine Mail trifft ein, dass ich zwar das Geld für den ersteigerten Nintendo überwiesen hätte, aber leider das Porto nicht……
Mist! Naja, eilt ja nicht. Also noch mal 7.- Franken nachgeschickt.

Sohn 3 zetert und diskutiert weiterhin energisch, was ich versuche zu ignorieren. Ich lese die Zeitung (die Tageswoche) und halte mir dabei die Ohren zu, bin aber ehrlich gesagt nicht so ganz bei der Sache.

Nun ist es 16.00 Uhr und die Jungs trudeln instinktiv zum Z’Vieri ein. Es gibt für mich eine Mandarine (winterlich irgendwie, oder?), für die Jungs Banane oder Apfel. Sohn 2 ist gar nicht dabei, er ist auf dem Sportplatz.
Wir essen noch die Ostereier-Reste und sind satt :-).

Ich stöbere im Internet nach Feldhockeyschuhen für Sohn 1, aber wir sind nicht ganz sicher, welche Grösse. Also lieber noch nicht bestellen. Dafür passe ich mit Sohn 3, der sich zum Glück wieder beruhigt hat, den Zahnschutz (auch für’s Hockey) an.

Jetzt möchte er, weil er ja nicht computern darf, dass ich ihm vorlese. Clever, der Kerl :-). Ich lese Tschipo vor.

Sohn 2 kommt nach Hause.

Dann klingelt es an der Tür. Es ist 18.45 und der 8jährige Sohn der Nachbarin steht in Tränen aufgelöst und in Socken vor der Tür und sagt, er wisse nicht, wo seine Mutter ist.

Ich versuche sie anzurufen, bekomme dann eine SMS, dass sie die Brüder des 8jährigen abholt und in 15 min. zurück sei.

Alles ist gut, der Nachbarsjunge spielt mit Sohn 3 und die Panik ist schon vergessen.
Später stellt sich heraus, dass er einfach ca. 10 min. zu spät von einem Freund zurückkam, die Mutter schon los musste, ihm aber einen Zettel direkt innen auf den Boden vor die Haustür gelegt hatte, er diesen aber nicht gesehen hatte. Männerblick……

Ich decke den Tisch, es gibt Abendessen ohne den Herrn des Hauses, der wohl länger arbeiten muss, Brot und Käse und Wurst und das leckere Birchermüesli, das jetzt richtig gut durchgezogen ist.

Ich lese noch ein bisschen Tschipo vor und wir lesen gleich das ganze Buch aus.

Sohn 3 zieht sich jetzt den Schlafanzug an, putzt die Zähne und wartet seitdem neben mir auf dem Sofa, dass ich fertig schreibe ;-). Die beiden anderen spielen Minecraft……
Mein Computer ist also blockiert und ich muss auf dem IPad mini bloggen, was nicht soooo bequem ist, wie am Laptop.

Wenn ich hier fertig bin, sage ich Sohn 3 Gute Nacht und gucke vielleicht noch ein bisschen fern oder lese. Mal sehen.

Und so endet dieser eigentlich doch eher ereignislose Freitag, aber es hat trotzdem Spass gemacht, darüber zu schreiben :-).

Bis bald und allen ein schönes Wochenende :-).

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. bigmama
    Apr 06, 2013 @ 00:40:12

    Wow- bei Euch ist also auch das “ Minecraft-Fieber“ ausgebrochen ( bei uns zockt der Zwerg ) … tja – ich freue mich auch schon auf Montag … SCHULE 🙂
    Hey – wir hätten auch einen ROTEN DS gehabt ( alles nur eine Frage des Preises 😉 ) …
    Tja – dann noch ein schönes Rest-WE …
    Achso – müssen eigentlich deine Jungs nicht den Tisch abräumen und die Spüli bestücken …? Ui – in den Ferien müssen unsere Kids mithelfen 😦 Wow – welch Quälerei bei uns 😉

    Antwort

    • wahnsinn22
      Apr 06, 2013 @ 06:32:44

      Ich bin ein bisschen pingelig mit der Spülmaschine. Wenn da nicht alles am richtigen Ort eingeräumt ist, dann räume ich es nochmal um…….
      Die Jungs würden niemals auf meine Einräumregeln achten (das macht nicht mal der Herr des Hauses, oder der grad erstrecht nicht…..) und daher ist es für mich einfacher, wenn ich es selbst mache.
      In der Klasse von Sohn 1 haben sie neulich eine Umfrage zu diesem Thema gemacht: alle Mädchen mussten mindestens den Tisch ab- und die Spülmaschine ein- und ausräumen. Von den Jungs musste kein einziger im Haushalt helfen……. Hm, interessante Entwicklung….
      Aber ihre Zimmer müssen sie schon selber aufräumen :-).

      Antwort

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