Dr. Hektisch

Der Arzt, der heute unsere Katze operiert, stellte sich folgendermassen vor: „Grüezi, Hektisch mein Name“

Echt jetzt? Dr. Hektisch ???

Das kann doch nicht sein, dachte ich, aber er hatte kein Namensschild oder sonst irgendetwas, an dem ich den Namen nochmal hätte nachlesen können.

Ich verkniff es mir aber vorsichtshalber trotzdem beim Verabschieden „Adieu Herr Dr. Hektisch“ zu sagen.

Im Auto dann überlegte ich mit dem Mann an meiner Seite, wie der denn nun wohl geheissen hatte. Zuerst kam mir nur noch Dr. Hilfreich in den Sinn, ist ja auch ein Adjektiv….. ;-).

Zum Glück konnten wir rasch auf dem I Phone nachgucken, denn auf der Praxis-Homepage waren alle Namen drauf.

Es gab natürlich weder einen Dr. Hektisch noch einen mit dem Namen Hilfreich.

Der Mann las mir einige in Frage kommenden Namen vor.
Da fiel es mir wie Schuppen….usw. Das war Dialekt!!!

Der Arzt stellte sich also folgendermassen vor:
„Grüezi, Hecht isch mein Name“

Hecht isch klingt doch nun wirklich sehr ähnlich wie hektisch, oder etwa nicht?

Dieses Missverstehen hätte mir durchaus also auch in Baden-Württemberg passieren können. Da reden sie ja auch so.

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good news (?)

Heute waren die Männer (der ganz grosse und der zweitgrösste) bei der Katze. Am Telefon hatte der Arzt noch gesagt, wir werden warten, ob sie bis Montag frisst und/oder versucht aufzustehen. Dann könnte man über eine Operation nachdenken.

Als sie sie nun heute besuchten, versuchte sie bereits sich auf ihre 3 gesunden Beine aufzurichten und auf den Sohn zuzulaufen (was natürlich nicht ging….). Sie schnupperte an ihrer Lieblings-Spielmaus, die sie ihr mitgebracht hatten und nahm sie in die Vorderpfoten.
Auch knabberte sie ein wenig an den mitgebrachten Trockenfutterkörnern.

Nun ja, auf jeden Fall war sie vom Verhalten her wieder beinah die Alte, schnurrte sogar wie ein Weltmeister, sodass die Männer entschieden haben, sie am Montag operieren zu lassen, denn die Brüche kann man wieder in Ordnung bringen.

Wir zeigen damit (vor allem auch den Kindern, denke ich) dass man die Hoffnung nicht zu früh aufgeben sollte und auch, dass das Leben eines kleinen Tieres noch lebenswert sein kann, auch wenn es nicht mehr genau gleich sein wird wie früher.

Sie werden lernen, sie in den nächsten Wochen zu pflegen, sich viel stärker um sie zu kümmern als vorher (da musste man ja nur füttern und Klo reinigen) und sie so anzunehmen, wie sie ab jetzt sein wird. Die Bindung wird je nach dem stärker sein als vorher. Aber natürlich auch die Angst um sie…..

Auch wenn sie jetzt körperlich womöglich wieder sehr gut „repariert“ werden wird, wissen wir nicht, wie sich eventuell ihr Verhalten verändert haben könnte.

Also, wir sind erstmal wieder ganz guter Dinge und können auch mal an andere Dinge denken (wie z.B. Advent, Weihnachtsdeko, Stollen backen, Plätzchen usw.) als immer nur an die arme, verletzte Katze. Das tut uns allen sehr gut!!!

So muss es gewesen sein

Am Mittwoch Abend kommt sie nicht nach Hause, treibt sich irgendwo herum oder ist vielleicht auch irgendwo drinnen.

Am Donnerstag Morgen sieht sie ein Schüler an der Haltestelle noch sitzen. Er sieht auch, wie sie dann über die Strasse rennt und angefahren wird. Der Autofahrer hält nicht an…….

Unsere Katze verkriecht sich in ein nahes Gebüsch.

Gegen Mittag geht die Mutter des Schülers im Dorf spazieren und hört eine Katze wimmern. Sie findet sie in einem Garten. Die Hausbesitzerin ist draussen und als sie gefragt wird, ob sie die Katze bemerkt habe, sagt sie nur lapidar „ach, die liegt hier schon den ganzen Morgen herum, aber das geht mich nichts an.“

Kann ein Mensch echt so kaltherzig sein und eine wimmernde, verletzte Katze einfach ignorieren?? Ich begreife es nicht!!!

Tja, die Mutter hat dann auf jeden Fall den Tiernotarzt gerufen, und den Rest habe ich ja schon geschrieben.

sie ist es wirklich.

ach man, sie hat ziemlich was abbekommen.

Der Oberschenkel ist recht nah am Becken gebrochen und zwar „kompliziert“, sodass das, wenn überhaupt, nur der Spezialist/Chirurg machen kann (—> Kosten). Dann ist der Schwanz gebrochen, ganz nah am Körper, sodass die Gefahr besteht, dass die Nerven durchgerissen sind. Dann kann sie ihn nicht mehr benutzen (Gleichgewicht beim Springen und so) und er müsste vielleicht besser amputiert werden ?!? (—> eine Katze ohne Schwanz? und auch wieder Kosten) Als ich zu ihr an den Käfig kam, machte sie nur ganz müde die Augen auf, schnupperte vorsichtig, hörte auf meine Stimme, und legte ihr Köpfchen wieder ab. Sie kann sich gar nicht bewegen, weil ja der Oberschenkel gebrochen ist und auch sonst ist sie viel zu schwach.

Als sie eingeliefert wurde, dachte der Arzt, sie sei bereits tot, denn das Fieberthermometer zeigte nicht mal mehr eine Temperatur an, so unterkühlt und/oder unter Schock war sie. Er hatte nicht damit gerechnet, dass sie überhaupt die nächsten Stunden überleben würde.

Hat sie aber und nun müssen wir entscheiden, ob wir sie aufpäppeln oder doch lieber einschläfern lassen. So eine Scheiss-Entscheidung!!!!!!!!

Womöglich ist sie gefunden……..

aber gut geht es ihr angeblich nicht…… :-(.

Es hat auf unserer Hauptstrasse einen Auto-Unfall mit einer Katze gegeben, das haben wir im Laufe des gestrigen Tages mitbekommen. (was hatte unsere Katze da zu suchen????? !!!!!)

Durch nahezu detektivische Kleinstarbeit habe ich tatsächlich herausgefunden, dass eine Frau einen Tiernotarzt gerufen hat, der die Katze dann zu einem Tierarzt brachte, denn sie lebte noch.

Ich kannte nur den Ort, nicht den Namen des Arztes, aber zum Glück gibt es in dem Ort nicht so viele Tierärzte und der zweite Versuch war ein Treffer. Ja, er habe eine Katze bekommen, die sei bei einem Unfall verletzt worden. Es gehe ihr aber nicht so gut.

Nach einem ziemlich langen Gespräch war ich mir zu 99% sicher, dass es sich hier um unsere Katze handeln muss. Tja, und jetzt werde ich mich ins Auto schwingen (denn weil es mittags passiert ist, wurde der Arzt gewählt, der gerade Notdienst hatte und der ist recht weit weg. Alle anderen hatten Mittagspause.) und mal gucken, wie es um die Kleine steht, überlegen, ob es Sinn macht, „Zitat Arzt: mind. 2000.- Franken“ , für die Operationen usw. für die Katze zu investieren.

Das wird am Schwersten werden. Diese Entscheidung!!! Aber auf jeden Fall wäre mal die Unsicherheit weg, was mit ihr nun ist, denn das zehrt am Meisten an den Nerven!!

Drückt mir die Daumen, dass sie nicht all zu sehr zugerichtet wurde……….

Das Kätzchen ist weg :-(

Gestern Abend ist sie nicht nach Hause gekommen. Heute Morgen kam sie auch nicht und ist bis jetzt verschwunden. Bald sind es 24 Stunden…….

Es gibt sooo viele Möglichkeiten, was passiert sein könnte:

– sie hat sich verirrt (ist ja erst 7 Monate alt).
– sie ist irgendwo rein und kommt jetzt nicht mehr raus.
– sie hat irgendwo lecker Futter gefunden und will nicht mehr zurück (???).
– sie wurde eingefangen (??) von irgendjemandem.
– sie ist wieder zu ihrer Mama (nach so langer Zeit? geht das?)
– sie stromert im Wald herum und ernährt sich von Mäusen.
– sie hat einen Lover gefunden (?) und bleibt jetzt bei ihm.
– sie ist unter ein Auto gekommen……

Also wir wissen nicht mal ob sie überhaupt noch lebt. Das ist ein höchst unangenehmes Gefühl, diese Unwissenheit. Und wie geht es nun weiter?
Schauen wir uns nach einer neuen Katze um? Kann man denn einfach so die eine durch eine andere ersetzen? Oder warten wir mal noch eine Weile? Aber wie lange ist denn eine Weile? 3 Tage? Oder 5 oder 14???
Wann geben wir die Hoffnung auf, dass sie noch kommt?

Ach man, das ist doch jetzt wirklich sehr unnötig!!!
Kann sie nicht einfach hier wieder hereinspazieren, als wäre nichts gewesen und dann auch nicht mehr weglaufen, bitte?

Solothurn

Wir waren in Solothurn am Samstag, denn da soll es immer einen ganz wunderbar schönen Markt in der Altstadt geben.

Da ja nun auch die Weihnachtszeit naht, wurden dort auch viele Tannengestecke, Adventskränze, Mistelzweige und ähnliches verkauft.

Was leider immer wieder der Fall ist: wir fahren hier bei herrlichstem Wetter und Sonnenschein los. Dann geht es durch den Belchen-Tunnel und wenn man wieder rauskommt – dichtester Nebel!!! Man sieht die Hand vor Augen nicht!!
Somit war es auch auf dem Markt eher diesig und ohne Sonne eisig-winterlich kalt. Brrrrrrrr!!!

Aber trotzdem. Ein ganz schönes Städtchen, ein wirklich schöner Markt, viele Menschen, schöne Stände. Ich habe jetzt einen Mistelzweig über dem Eingang. Also Achtung, wer da gemeinsam drunter steht, muss küssen :-).

Plötzlich landeten wir in einem kleinen Laden, der folgende Auslage hatte:

Da ich leider nur Amateur-Fotografin bin und auch nicht so lange in dem Laden herumhantieren wollte, ist das Bild ein bisschen unscharf und die Spiegelung ist auch nicht so ideal……
Naja, aber ihr seht, was ich gesehen habe, oder?
Gekauft haben wir dort so eine typische Solothurner Torte. Seeeehr lecker mit Baisé (schreibt man das so?) und so einer nussigen Füllung. Eine Wolke. Man merkt gar nicht, wenn man es isst (erst hinterher auf der Waage ;-)). Schmilzt unter der Zunge weg.

Und als wir wieder nach Hause fuhren, war in unserem Nachbardorf ….. na? ………. Markt :-). Und dazu noch bei herrlichstem Sonnenschein………
Ok, aber so eine schöne Altstadt hat unser Nachbardorf natürlich nicht, daher hat sich der Ausflug ja doch gelohnt.

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